Vorbildliches Verhaltens in einem medizinischen Notfall

Lebensrettenden Maßnahmen von Spielerinnen vor dem Frauen Bezirksliga-Spiel LG Ost SG Dannenberg/ Woltersdorf – ESV Fortuna Celle

Der Schiedsrichter Frank Müller berichtet folgendes: "Zwei Minuten vor dem Spiel am 15. November wollte ich, als Schiedsrichter eingesetzt, die Mannschaften aus den Kabinen in Dannenberg holen, da schepperte es etwa 10 Meter hinter mir, Schreie nach Handy, Notruf, Krankenwagen... 

Der Trainerassistent aus Celle, Helmut Schmitt, war unvermittelt unter dem Unterstand zusammengesackt und lag rücklings auf dem Waschbeton. Der Krankenwagen wurde sofort per Notruf alarmiert. Ich ging zunächst in die Kabine der Dannenberger Manschaft. Alle dachten, ich wollte sie zum Spiel holen, da sagte ich, dass es einen Notfall gäbe und ein Celler Betreuer zusammengesackt sei. 

Sofort sprinteten die Nr. 13, Josephine Walther, und die Nr. 14, Lea Germann, raus zum Verletzten. Sie begannen sofort mit lebensrettenden Maßnahmen. Aus gebührender Entfernung erkannte ich, dass der Verletzte reanimiert wurde. Die Situation war sehr kritisch.  Die Celler Mannschaft wurde in der Kabine nun auch von mir informiert. Es flossen viele Tränen. 

Die beiden Spielerinnen der Dannenberger Mannschaft, das sei erwähnt, wurden von Marcel Sattler, der Freund von Lea Germann, tatkräftig unterstützt. Die Herzdruckmassage wurde bis zum schnellen Eintreffen des Notarztes pausenlos durchgeführt. Wie ich später hörte, war Josephine Walther federführend. 

Nach Eintreffen des Notarztes wurde die medizinische Betreuung übergeben und es kam sogar das Elektroschockgerät zum Einsatz. Die Situation war weiterhin äußerst kritisch. Die eingeleiteten Maßnahmen zeigten dann plötzlichen Erfolg. Der Patient konnte sich etwas bewegen und knapp artikulieren, wenn ich das aus der Entfernung richtig erkannte. Nach Akutbehandlung an der Unfallstelle kam der Verletzte in den Krankenwagen. Der Notarzt ließ ausdrücklich von einer Rettungssanitäterin ausrichten, dass die ErsthelferInnen vorbildliche Arbeit geleistet hätten. 

Aus Gesprächen mit den anwesenden Spielerinnen habe ich erfahren, dass Josephine Walther Rettungssanitäterin von Beruf ist und Lea Germann Polizistin. Wenn ich alles zusammenfasse, komme ich zum Ergebnis, dass die ErsthelferInnen Helmut Schmitt, durch ihr couragiertes, kompetentes Handeln an diesem Tag das Leben gerettet haben."

Autor: Frank Müller