Niedersachsen-Pokal: Titelverteidiger Lüneburg kommt mit blauem Auge davon

Nachdem der TSV Bardowick mit 0:4 gegen TuS Blau-Weiß Lohne am Samstag unterlag, hat der Lüneburger SK am Sonntag gerade noch die Kurve bekommen.

Erst im Elfmeterschießen rettete sich der Pokalsieger in Hemmingen ins Viertelfinale. Der SC Hemmingen-Westerfeld schnupperte lange Zeit an einer Überraschung. Der Oberliga-Aufsteiger hatte mit dem Lüneburger SK Hansa den Titelverteidiger zu Gast und bot dem Favoriten einen leidenschaftlichen Pokalfight. Zwar ging der LSK nach rund einer Viertelstunde durch den Treffer von Tjark Dörr in Führung, ließ in der Folge allerdings weitere Möglichkeiten ungenutzt. Dies rächte sich keine zehn Minuten nach Wiederanpfiff, als Bangin Bakir nach einer Ecke den Ball zum Ausgleich ins Tor beförderte. Da keinem der Teams in der regulären Spielzeit ein weiteres Tor gelingen wollte, fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen. Dort bewies Arne Exner, dass er vom Punkt schwer zu bezwingen ist, und entschärfte zwei Strafstöße. Bereits im Endspiel im Mai hatte der LSK-Schlussmann drei Elfmeter pariert. Da seine Mitspieler allesamt verwandelten, zog der Titelverteidiger den Kopf noch aus der Schlinge und sicherte sich mit einem 5:3-Erfolg das Ticket für das Viertelfinale. 

Bardowick unterliegt im NFV-Pokal mit 0:4 gegen Lohne.

Der Bezirksligist aus Bardowick war bei der Heimniederlage nicht vier Tore schlechter als Lohne. Lange hat der TSV das Spiel gegen den Pokalsieger von 2022 und 2025 offen gehalten und hat in der ersten Hälfte nur einen Gegentreffer zugelassen. Nachdem Deniz Öker vom TSV knapp das Tor verfehlte und den Ausgleich auf dem Fuß hatte, erhöhte der Regionalliga-Absteiger auf 2:0. Als nach einer guten Stunde der dritte Treffer viel, war der Bann gebrochen. Der Sieg für Blau-Weiß Lohne war verdient, wenn auch durch einen Handelfmeter (80.) vielleicht um einen Treffer zu hoch.