Fußballer/in des Jahres: Stimme für ARNE EXNER (LSK)

Für die letzte Saison stehen geballte Offensivpower, ein Edeljoker und der Elferkiller vom Dienst zur Auswahl. Erstmals über Social Media abstimmen.

Anfang der 1990er Jahre fand die erste Wahl zum „NFV-Fußballer des Jahres“ statt. Seitdem zeichnet der niedersächsische Fußballverband alljährlich den besten Fußballer oder die beste Fußballerin aus – seit 2007 in Zusammenarbeit mit dem Verein Niedersächsische Sportpresse (VNP). Neben den Sportjournalisten können in diesem Jahr auch Fans erstmals über Social Media (Facebook und Instagram) mitvoten. Die Ergebnisse fließen zu je 50 Prozent in die Abstimmung ein.

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Nachdem im vergangenen Jahr Elisa Senß von Eintracht Frankfurt (jetzt Real Madrid) zur Fußballerin des Jahres gekürt wurde, stehen dieses Mal Ismail Badjie vom VfL Osnabrück, Arne Exner vom Lüneburger SK Hansa, Lyn Meyer von Eintracht Braunschweig und Julian Ulbricht vom SV Meppen (jetzt Waldhof Mannheim) zur Wahl.
Mit drei gehaltenen Elfmetern sorgte Arne Exner für den ersten Pokalerfolg des Lüneburger SK Hansa. Foto: Stefan Zwing

Die Wahl fällt ja wohl auf ARNE EXNER

Dass der Lüneburger SK Hansa im Mai zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte den Niedersachsenpokal gewinnen konnte, lag auch an ARNE EXNER. Der 30-jährige Torhüter sorgte mit seinen Paraden im Endspiel gegen den TuS Bersenbrück in der regulären Spielzeit mit dafür, dass der LSK zunächst einen 0:3-Pausenrückstand im zweiten Abschnitt aufholen konnte. Und weil in der Verlängerung beiden Teams die Kräfte ausgingen, schlug Exners große Stunde im Elfmeterschießen. Gleich dreimal war der Schlussmann zur Stelle und entschärfte die Strafstöße von Connor Rohra, Maik Emmrich und Philipp Schmidt, sodass der LSK am Ende mit 10:9 nach Elfmeterschießen die Oberhand behielt und sich erstmals den Landespokal sicherte. Neben seinen drei Paraden bewies der Torhüter auch als Schütze seine Qualitäten und verwandelte den vorletzten Strafstoß souverän zum zwischenzeitlichen 6:6-Ausgleich.

Dabei war Exner erst vor der abgelaufenen Saison von Eintracht Norderstedt in die Hansestadt gewechselt. In der Jugend lief der Schlussmann für den JFV Ahlerstedt/Ottendorf/Bargstedt/Harsefeld/Heeslingen auf, ehe er zwischen 2015 und 2023 das Tor des Heeslinger SC hütete. Über 170 Oberligaspiele stehen für den 30-Jährigen zu Buche, dazu kommen 37 Partien in der Regionalliga Nord. Der Pokaltriumph mit dem LSK war bereits der zweite Erfolg nacheinander, denn schon 2025 hatte Exner mit Norderstedt den Landespokal in Hamburg gewonnen. Kurioserweise wurde auch dieses Finale gegen den USC Paloma erst im Elfmeterschießen entschieden, wobei Exner nicht auf dem Platz stand.

Mit 43 Gegentoren stellten die Lüneburger in der vergangenen Saison immerhin die fünftbeste Defensive und landeten am Ende auf einem guten sechsten Platz. Exner stand dabei 20-mal im Tor und konnte immerhin fünf Partien ohne Gegentreffer beenden. Dass er besonders bei Elfmetern schwer zu überwinden zu sein scheint, bewies der Student der Lebensmittel-Technologie bereits im abschließenden Meisterschaftsspiel beim VfV Borussia 06 Hildesheim, als er ebenfalls einen Strafstoß entschärfte.

Im Achtelfinale der laufenden Pokalsaison legte Exner nochmal einen nach und verhinderte mit zwei gehaltenen Strafstößen beim 5:3-Erfolg nach Elfmeterschießen gegen den SC Hemmingen-Westerfeld ein frühzeitiges Aus des Titelverteidigers.

Autor: Sebastian Koelman | Foto: Imago/NFV-Redaktion