28.12.2022

280 Euro für Einsatz eines Spielers ohne Spielerlaubnis

Im Meisterschaftsspiel zwischen den Vereinen TSV Bardowick II und TV 1860 Neuhaus hat der Vereinsverantwortliche von Neuhaus seinen Arbeitskollegen ohne Spielerlaubnis eingesetzt und für einen anderen spielen lassen. Als das Schiedsrichtergespann dieses in der Halbzeitpause bemerkte, weigerte sich der TV 1860 Neuhaus auf Initiative des Vereinsverantwortlichen hin weiterspielen zu wollen, da ja das Spiel sowieso als verloren gewertet wird.

  1. Das Meisterschaftsspiel zwischen den Vereinen TSV Bardowick II und TV 1860 Neuhaus wird wie folgt gewertet:
    3 Punkte und 5:0 Tore für den Verein TSV Bardowick II und
    0 Punkte und 0:5 Tore für den Verein TV 1860 Neuhaus.

  2. Gegen den Vereinsverantwortlichen von Neuhaus wird wegen unsportlichen Verhaltens eine Geldstrafe in Höhe von 100,00 Euro verhängt.

  3. Gegen den TV 1860 Neuhaus wird wegen Einsatz eines Spielers unter der Verwendung der Spielerlaubnis eines anderen Spielers in Verbindung mit Fehlender Spielerlaubnis eine Geldstrafe in Höhe von 150,00 Euro verhängt.

  4. Die Kosten des Verfahrens tragen der Verein TV 1860 Neuhaus und der Vereinsverantwortliche von Neuhaus je zur Hälfte.

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23.12.2022

558 Euro Strafen und Gebühren bei einem U13 Spiel

Bei einem U13-Juniorenspiel zwischen der SV Scharnebeck und Teutonia Uelzen, eskalierte das Spiel in der 45. Minute, als der Schiedrichter (SR) wegen eines Stafstoßes unterbrach, dermaßen, dass der Schiedsrichter das Spiel abbrach.

Nach SR-Bericht kamen bei der Unterbrechung die Vereinsverantwortlichen von beiden Mannschaften auf das Spielfeld. Der Vereinsverantwortliche der SV Scharnebeck wollte, dass der SR das Spiel abbricht, ansonsten wolle er dafür sorgen, dass er nicht mehr pfeifen werde.

Die Befragung des SR hat ergeben, dass seitens der Spieler des SV Teutonia Uelzen massiver Druck gegenüber ihm aufgebaut wurde, dass er bedrängt und beleidigt wurde. Das wurde massiv, als er das Spiel für einen Strafstoß in der 45. Minute unterbrach. Die Situation drohte seitens der Spieler des SV Teutonia Uelzen zu eskalieren. Dann kamen die beiden Vereinsoffiziellen auf den Platz und der Vereinsverantwortliche der SV Scharnebeck drohte ihm. Hieraufhin sah der SR, durch das Verhalten der Spieler bereits eingeschüchtert und verängstigt, sich nicht mehr in der Lage, das Spiel geordnet weiter zu leiten. Er brach das Spiel ab. Hiernach kamen Eltern auf das Spielfeld und er hörte rassistische Beleidigungen, an deren Wortlaut er sich nicht mehr erinnert, sowie auch „Nazischwein“.

Das Kreissportgericht hat folgendes Urteil ausgesprochen:

  1. D-Junioren 1. Kreisklasse U13 - Partie JSG Scharnebeck/Echem/Erbstorf - JSG Teutonia Uelzen/Veerßen wird für beide Mannschaften mit 0 Punkten und 0:5 Toren gewertet (Spielordnung §37(4)).

    Die Vereine SV Scharnebeck und SV Teutonia Uelzen werden neben der vorgenannten Spielwertung wegen schuldhaftem Herbeiführens eines Spielabbruches unter Bezugnahme auf § 42 (15) RuVO zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 100,00 Euro verurteilt.

  2. Der Vereinsoffizielle Herr X der Spielvereinigung Scharnebeck wird wegen unsportlichen Verhaltens in Tatmehrheit mit SR Bedrohung §45(2+4) RuVO zu einer Geldstrafe in Höhe von 75,00 Euro verurteilt.

  3. Der Vereinsoffizielle des SV Teutonia Uelzen wird wegen unsportlichen Verhaltens §45(2) RuVO zu einer Geldstrafe in Höhe von 25,00 Euro verurteilt.

  4. Gegen die Vereine SV Scharnebeck und SV Teutonia Uelzen wird wegen „diskriminierendem Verhalten von Anhängern“ gemäß § 42 (30) RuVO eine Geldstrafe in Höhe von jeweils 100,00 Euro ausgesprochen.

Die Kosten des Verfahrens tragen die Vereine SV Scharnebeck und SV Teutonia Uelzen je zu 1/2.

Für das Kreissportgericht ist es nicht nachzuvollziehen, dass zwölfjährige Menschen auf einen sechszehnjährigen Schiedsrichter solchen Druck ausüben. Weiterhin ist von einem Vereinsoffiziellen ein anderes Verhalten zu erwarten.

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20.12.2022

MTV Dannenberg zahlt 5 Euro Strafe für falschen Namen im Spielbericht

Im Meisterschaftsspiel der 1. Kreisklasse Süd: VFL SF Böddenstedt – MTV Dannenberg kam ein Spieler des MTV zum Einsatz und wurde mit der Gelben Karte bestraft, der gar nicht vor Ort war. Dieses hat der besagte Spieler im Internet gelesen und es dem Sportgericht gemeldet.

Der MTV Dannenberg bestätigt, dass der Spieler, wie dieser schreibt, nicht anwesend war. Allerdings war sein Einsatz geplant und somit war er im Spielbericht eingetragen, damit war auch eine Rückennummer für ihn vergeben. Der Spieler Y, der im Spiel eine Gelbe Karte erhalten hat, hat das für den Spieler X vorgesehene Trikot angezogen, was allerdings niemanden aufgefallen zu sein scheint. Trotzdem obliegt es der Verantwortung des Vereins, dafür Sorge zu tragen, dass die Eintragungen im Spielbericht korrekt sind, was auch die Rückennummern betrifft.

Das Sportgericht hat wie folgt geurteilt:

  • Gegen den MTV Dannenberg wird wegen nicht ordnungsgemäß ausgefülltem Spielbericht eine Geldstrafe in Höhe von 5,00 Euro verhängt.
  • Der Spielausschuss ändert den Spielbericht dementsprechend, dass die Einwechselung des Spielers X gelöscht wird und dafür der Spieler Y eingetragen wird. Ebenso ist die persönliche Strafe (Gelbe Karte) für den Spieler X zu löschen und stattdessen für den Spieler Y einzutragen.

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19.12.2022

Anrufung des Bevensener Sportverein "Union" wird nicht stattgegeben

Am 20.11.2022 fand das Spiel der Kreisliga Heide-Wendland zwischen den Vereinen SV Lemgow-Dangenstorf und Bevenser SV Union (Im Folgenden BSV genannt) statt. Bei einer Rudelbildung kam ein BSV-Spieler angelaufen, schubste seinen Gegenspieler und versetzte ihm einen Kopfstoß. 

Der Kreisspielausschuss verhängte mit Verwaltungsentscheid eine Spielsperre von sechs auszutragenden Pflichtspielen wegen Tätlichkeit in leichteren Fällen. Gegen diesen Bescheid hat der BSV das Rechtsmittel der Anrufung erhoben. Zur Begründung trägt der Verein vor, dass der Sonderbericht des Schiedsrichters nicht den Tatsachen entspricht,

Auch wenn der der SV Lemgow-Dangenstorf durch den Gegenspieler die Situation in einer Stellungnahme abschwächten, glaubt das Kreissportgericht dem Bericht des Schiedsrichters, der 1,5 Meter entfernt stand und gibt der Anrufung mit Urteil vom 7. Dezember 2022 nicht statt.

Das Sportgericht fügt noch hinzu: "Wenn nichts gewesen ist, obwohl beide Spieler des Feldes verwiesen wurden und mit Sperrstrafen belegt wurden, dann muss sich auch kein Spieler im Nachhinein entschuldigen. Der SV Lemgow-Dangenstorf hat übrigens die Sperrstrafe seines Spielers anerkannt.

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28.11.2022

Anrufung des Lüneburger SK Hansa wird nicht stattgegeben

Ein Spieler des Lüneburger SK Hansa II (LSK) hat nach einem Tor des TSV Bardowick II (TSV) einen TSV-Spieler von hinten in die Beine getreten, als dieser mit dem Ball in der Hand zum Anstoß lief.
Nach Hinweis des Schiedsrichterassisten hat der Schiedsrichter den LSK-Spieler des Feldes verwiesen. Der Spielausschuss hat per Verwaltungsbescheid den LSK-Spieler für sechs Spiele gesperrt.

Gegen diesen Bescheid hat der LSK Anrufung beim Sportgericht mit der Begründung, dass es sich um ein leichtes Vergehen, eher ein Beinstellen gehandelt habe, eingereicht und eine Reduzierung auf drei Spiele Sperren beantragt. Durch die Aussage des neutralen Schiedsrichterbeobachters, der gesehen hat, dass der LSk-Spieler in der Szene nach dem Anschlusstreffer, den gegnerischen Spieler mit voller Wucht, brutal von hinten in die Beine trat, bekommt die Sache eine ganz andere, noch härtere Bedeutung. Die Wahrnehmung des Schiedsrichterbeobachters widerspricht dabei nicht der Wahrnehmung des Schiedsrichterassistenten. Das Sportgericht wollte aber die Sperrstrafe, die der Spielausschuss mit sechs Spielen festgelegt hat, nicht erhöhen, hat es dabei gelassen und die Anrufung des LSK nicht stattgegeben.

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19.11.2022

SV Scharnebeck wird wegen Spielabbruch bestraft

Die SV Scharnebeck 3 hat in der Kreispokal-Partie (Ligapokal) gegen SG Soltendieck 2 / Bodenteich 3/ Lüder 2 in der 89. Minute eigenmächtig das Spiel abgebrochen und die Mannschaft den Platz verlassen. In den Stellungnahmen beider Vereine wird angeführt, dass ein Zuschauer auf das Spielfeld lief und die Spieler der SV Scharnebeck mit diskriminierenden Äußerungen beschimpft hat.

Das Kreissportgericht hat folgendes Urteil gesprochen:

  • Das Kreispokal-Spiel (Ligapokal) SG Soltendieck 2 / Bodenteich 3/ Lüder 2 – SV Scharnebeck 3 wird mit 3 Punkten und 5:0 Toren für die SG Soltendieck 2 / Bodenteich 3/ Lüder 2 gewerte.
  • SV Scharnebeck wird neben der vorgenannten Spielwertung wegen schuldhaftem Herbeiführen eines Spielabbruchs zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 125,00 Euro verurteilt.
  • Der Vereinsoffizielle/Spieler der SV Scharnebeck X wird wegen unsportlichem Verhalten §45(2) RuVO zu einer Geldstrafe in Höhe von 25,00 Euro verurteilt.
  • Gegen den Verein TuS Soltendieck wird wegen „Sportwidrigem Verhalten von Anhängern, Vernachlässigung der Platzdisziplin und fehlender Platzordner eine Geldstrafe in Höhe von 150,00 Euro ausgesprochen

Entsheidungsgründe:

Wenn sich eine Mannschaft bedroht fühlt, hat sie den Schiedsrichter darauf anzusprechen und es ist einzig und allein seine Entscheidung, das Spiel abzubrechen. Herr X hat als Vereinsoffizieller und Spieler der SV Scharnebeck die Mannschaft aufgefordert den Platz zu verlassen. Dieses Verhalten ist zwar nachvollziehbar, wenn das Geschehen auf dem Platz so war wie von ihm geschildert, trotzdem handelt es sich um einen Verstoß. Beide Vereine schreiben, dass ein Zuschauer auf den Platz gelaufen ist. Es wäre Aufgabe des Platzvereins, das zu verhindern, insbesondere, da die Spieler der SV Scharnebeck durch diesen Zuschauer bedroht wurden. 

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19.11.2022

Anrufung des SV Karwitz wird nicht stattgegeben

Der SV Karwitz hat gegen einen Verwaltungsentscheid beim Kreissportgericht das Rechtmittel der Anrufung erhoben. Im Verwaltungsentscheid wurde ein Karwitzer Spieler beim Meisterschaftsspiel der 2. Kreisklasse in Jelmstorf in der Nachspielzeit des Feldes verwiesen. Daraufhin hat der Spieler den Schiedsrichter beschimpft und beleidigt. Hierfür gab es laut Entscheid vom Kreisspielausschuss eine Sperre von 3 Pflichtspielen. Das wollte der SV Karwitz aber nicht akzeptieren und scheiterte nun vor dem Kreissportgericht mit seiner Anrufung.

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14.11.2022

Spielabbruch wegen Tätlichkeit und Bedrohung gegenüber dem Schiedsrichter eines LSV-Spielers

Das Meisterschaftsspiel der 4. Kreisklasse (TuS Reppenstedt III – Lüneburger SV II) wurde wegen Tätlichkeit und Bedrohung eines Spielers der Lüneburger SV (LSV) gegen den Schiedsrichter vom SR abgebrochen.

Nach einer persönlichen Strafe wurde der Schiedsrichter durch den Spieler X (LSV) tätlich angegriffen, indem er diesen mit beiden Händen gegen den Oberkörper schubste und ihm ins Gesicht griff. Zudem bedrohte er ihn mit einer Morddrohung. Hinzu kommen noch die Tätlichkeit und Bedrohung gegenüber Spieler und Verantwortlichem des TuS Reppenstedt, die dieser in seiner Stellungnahme glaubhaft darstellt, auf die der Schiedsrichter in seinem Sonderbericht bereits hingewiesen hat. 

Das Kreissportgericht Heide-Wendland ist vom Vorliegen des Sachverhaltes überzeugt. Die Überzeugung ergibt sich aus dem Sonderbericht des SR, der durch die Stellungnahmen des TuS Reppenstedt bestätigt wird. Von der LSV und dem beschuldigten Spieler gat es keine Stellungname. So wurde folgende Entscheidung getroffen:

  1. Der Spieler X (LSV) wird wegen Tätlichkeit und Bedrohung in Tatmehrheit gegenüber dem Schiedsrichter sowie Spielern und Verantwortlichen des TuS Reppenstedt gemäß § 43 (8) u. (3) Rechts- und Verfahrensordnung (RuVO) zu einer Sperre von 9 Monaten verurteilt. Die Sperrzeit beginnt mit der Vorsperre vom 19.10.2022 und endet mit Ablauf des 19.07.2023
  2. Das Meisterschaftsspiel der der 4. Kreisklasse zwischen den Vereinen TuS Reppenstedt III – Lüneburger SV II wird mit 3 Punkten und 5:0 Toren für den TuS Reppenstedt III gewertet (Spielordnung §37(2) d) und (4)).
  3. Der Verein Lüneburger SV wird neben der vorgenannten Spielwertung wegen schuldhaftem Herbeiführen eines Spielabbruchs unter Bezugnahme auf § 42 (15) RuVO zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 100,00 Euro verurteilt.

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07.11.2022

Übungsleiter der U16 des LSV wird wegen Beleidigung und Bedrohung zu Geldstrafe verurteilt

Nach dem Spiel der U16 Junioren zwischen den Vereinen JSG Ilmenautal II und Lüneburger SV am 01.10.2022 soll der Verantwortliche des Vereins Lüneburger SV, den Spieler der ersten Mannschaft der JSG Ilmenautal, der nicht am Spiel beteiligt, sondern als Zuschauer anwesend war, als „Fotze“ und „Hurensohn“ beleidigt haben. Später soll er diesen zusätzlich damit gedroht haben, dass, wenn er noch einmal seine Spieler anspricht, er ihm die Beine brechen würde.

Der Sachverhalt steht nach Überzeugung des Kreissportgerichts aufgrund der Angaben von drei Zeugen fest. Die Aussagen sind in sich schlüssig und für das Kreissportgericht glaubhaft. Auch wenn der Schiedsrichter selbst die Äußerungen des Betroffenen nicht gehört hat, geht das Kreissportgericht davon aus, dass die Worte „Fotze“ und „Hurensohn“ vom Betroffenen gegenüber dem Jugendlichen gefallen sind, ebenso die Bedrohung ihm die Beine zu brechen.

Der Betroffene ist daher wegen Beleidigung und Bedrohung gemäß §§ 45 (3) und (4) der Rechts- und Verfahrensordnung zu bestrafen. Das Kreissportgericht Heide-Wendland hat am 28.10.2022 im schriftlichen Verfahren folgende Entscheidung getroffen:

  1. Der Verantwortliche X (Lüneburger SV) wird wegen Beleidigung und Bedrohung mit einer Geldstrafe in Höhe von 100,00 Euro bestraft.
  2. Die Kosten (30,00 Euro) des Verfahrens trägt der Verantwortliche X unter Vereinshaftung des Vereins Lüneburger SV.

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04.11.2022

Protest von TuS Erbstorf stattgegeben

Bei einem Spiel der D-Juniorinnen zwischen der MSG Erbstorf/Brietlingen und der Eintracht Lüneburg hat der Schiedsrichter erst auf Tor zum Ausgleich entschieden, aber es gleich wegen Foul an der Torhüterin der MSG revidiert. Das Spiel wurde mit Freistoß für die MSG fortgeführt und endete 1:0 für die MSG. Nach Spielende hat der Schiedsrichter das Tor aber wieder anerkannt und in seinem Spielbericht Online 1:1 eingetragen. Dieses sei nur auf drängen der Verantwortlichen des betroffenen Vereins und Eltern erfolgt.

Gegen die Wertung hat der TuS Erbstorf als federführender Verein der MSG Protest eingelegt. Das Sportgericht hat diesem stattgegeben.

Gründe: Ein Protest hat nur dann Erfolg, wenn durch einen Regelverstoß des Schiedsrichters der Spielausgang nachteilig beeinflusst worden ist und ohne diesen Regelverstoß das Spiel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anders ausgegangen wäre. Das Spiel wird mit 1:0 und 3 Punkten für die MSG gewertet. Die Kosten des Verfahren trägt der NFV

Das Kreissportgericht muss wieder einmal feststellen, dass sich die Trainer und Betreuer sowie Zuschauer, insbesondere Eltern, beider beteiligten Vereine bei diesem Spiel nicht korrekt verhalten haben. So ist es unverständlich, dass bereits bei einem D-Juniorinnenspiel auf Kreisebene von außen so massiv auf den jungen Schiedsrichter eingewirkt und dieser verunsichert wurde. Alle Personen beider Vereine sind hier ihrer Vorbildfunktion, insbesondere Fairness vorzuleben, nicht nachgekommen.

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31.10.2022

Punktgewinn der Spvgg Oetzen/Stöcken II beim Spitzenreiter ist wieder weg

Im Spiel der 4.Kreisklasse (Herren) vom 16.10.2022 zwischen den Vereinen SG Wrestedt II/Teutonia III/Lehmke II und Spvgg Oetzen/Stöcken II ist es zu einem unsportlichen/sportwidrigen Verhalten gekommen.

 

Verwaltungsentscheid

Die Spielvereinigung hat einen Spieler mit fehlender Spielerlaubnis/Spielberechtigung eingesetzt. Das Spiel wurde statt 1:1 mit 5:0 Toren und drei Punkten für die SG gewertet. Ferner wird die Spvgg Oetzen/Stöcken II aufgrund dieses Verstoßes mit einer Geldstrafe in Höhe von 40 Euro belegt. Zusätzlich fällt eine Bearbeitungsgebühr von 10 Euro an.

Der Spieler war beim abgebenden Verein am 04.10.2022 als abgemeldet eingetragen (Abfrage
im DFBnet - "Pass Online - Spielberechtigung" vom 18.10.2022). Gemäß Abfrage im DFBnet - "Pass Online" vom 19.10.2022 ist der Spieler für Freundschaftsspiele ab 04.10.2022 und für Pflichtspiele ab 19.10.2022 für die Spvgg. Oetzen/Stöcken spielberechtigt. Der Spieler war somit am 16.10.2022 noch nicht für die Spvgg. Oetzen/Stöcken spielberechtigt. Somit hat die SG Wrestedt II/Teutonia III/Lehmke II auch ihr zehntes Punktspiel gewonnen und führt soverän mit elf Punkten Vorsprung die Tabelle der 4. Kreisklasse Süd an.

Der Verwaltungsentscheid wurde der Spvgg am 20. Oktober zugestellt.

09.10.2022

Spielervater bedroht und beleidigt Schiedsrichter: Heimverein haftet

Urteil 3-2022/23

Spielervater (Zuschauer) des U14 Junior des VfL Lüneburg beleidigt und bedroht den Schiedsrichters Nach Abpfiff des Meisterschafftsspiel zwischen dem VfL Lüneburg II und der JSG Breselenz/Küsten/Woltersdorf.

Das Kreissportgericht hat folgende Entscheidung getroffen:

  1. Gegen den Verein VFL Lüneburg wird wegen nicht ordnungsgemäß ausgefülltem Spielbericht gemäß § 42 (19) RuVO eine Geldstrafe in Höhe von 15,00 Euro ausgesprochen.
  2. Gegen den Zuschauer wird kein Verfahren eingeleitet, da der VFL Lüneburg glaubhaft darstellen konnte, dass er kein Vereinsmitglied ist. Gegen den Verein VFL Lüneburg wird wegen Vernachlässigung der Platzdisziplin, hier mangelhafter Schutz des Schiedsrichters, gemäß § 42 (2) RuVO eine Geldstrafe in Höhe von 75,00 Euro ausgesprochen.

Entscheidungsgründe:

  • Im Spielbericht des VFL Lüneburg sind falsche Angaben zu den Vereinsverantwortlichen gemacht. Gegen den VFL Lüneburg wird wegen nicht ordnungsgemäß ausgefülltem Spielbericht eine Geldstrafe in Höhe von 15,00 Euro ausgesprochen.
  • Der VFL Lüneburg konnte glaubhaft darstellen, dass der Zuschauer nicht Mitglied des Vereins ist und das Sportplatzgelände auch erst nach dem Spiel betreten hat. Der Schiedsrichter wurde bedroht und beleidigt. Nach §39 (1) der RuVO ist ein Verein auf seinem Platz unter anderem für den Schutz und die Sicherheit des Schiedsrichters verantwortlich. Dabei kommt es nicht darauf an, dass die Anhänger Vereinsmitglieder sind oder aktive Fußballer. Deshalb ist der Tatbestand hier erfüllt. Das Strafmaß sieht eine Geldstrafe von bis zu 1.000 € vor. Das Sportgericht sieht hier die ausgesprochene Geldstrafe von 75,00 Euro als notwendig und ausreichend sanktioniert an.

Kosten:

Die Kosten des Verfahrens trägt der Verein VFL Lüneburg.

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19.09.2022

Anrufung des SC Uelzen wird nicht statt gegeben

Urteil 2-2022/23

Im Spiel der 1. Kreisklasse VFL Suderburg II und SC Uelzen  vom 14. August hat das Kreissportgericht folgende Entscheidung getroffen:

  1. Der Anrufung des Verantwortlichen X (SC Uelzen) gegen den Verwaltungsentscheid des Kreisspielausschusses Heide-Wendland vom 21.10.2021 wird nicht stattgegeben.
  2. Die Kosten des Verfahrens trägt der Verantwortliche X unter Vereinshaftung des SC Uelzen.
  3. Eine Berufung gegen dieses Urteil ist unter Bezugnahme auf § 17 (2) der Rechts- und Ver-fahrensordnung ausgeschlossen.

Tatbestand:

In dem Spiel am 14.08.2022 erhielt der Verantwortliche X des Vereins SC Uelzen in der 45. Minute nach Kritik an dem Schiedsrichter von diesem die Gelbe Karte. Nachdem er weiterhin die Entscheidungen des Schiedsrichters kritisierte, wurde er in der 73. Minute durch Zeigen der Gelb/Roten Karte aus dem Innenraum des Spielfeldes verwiesen. Nach Spielschluss stürmte er auf den Platz und forderte vom Schiedsrichter eine längere Nachspielzeit.

Der Kreisspielausschuss verhängte gegen ihn einen Verwaltungsentscheid mit einer Geldstrafe von 40€ und Verfahrenskosten von 10€. Gegen diesen Bescheid hat der Betroffene Anrufung erhoben.

Urteil und Entscheidungsgründe:

Das Kreissportgericht hat der Anrufung nicht stattgegeben, weil der Verantwortliche X durch sein eigenes Verhalten, so wie er beschrieb, nach Ansicht des Kreissportgerichtes dabei sich selber belastete. Auch die vom Beschuldigten genannten beiden Entalstungszeugen A und B haben wenig zur Entlastung des Verantwortlichen X beigetragen. Im Gegenteil, sie bestätigten, dass X zweimal über die Bande sprang und den Schiedsrichter auf angebliche falsche Entscheidungen ansprach, sowie nach Spielende meckernd zum Mittelkreis ging.

Kosten:

Die Kosten in Höhe von 80 Euro hat der Verantwortliche X (SC Uelzen) unter Vereinshaftung zu tragen.

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28.07.2022

Beschluss (Einstellung des Verfahrens)

Beschluss 1-2022/23

In der Sportrechtssache Protest des Vereins TuS Lübbow gegen die Wertung des Kreispokalspiels vom 20.07.2022 zwischen den Vereinen TuS Lübbow und TSV Hitzacker hat das Kreissportgericht Heide-Wendland am 27.07.2022 folgenden Beschluss gefasst:

  1. Gemäß § 30 (2) der Rechts- und Verfahrensordnung wird das Verfahren eingestellt, da der Verein TuS Lübbow mit E-Mail vom 26.07.2022 den Rechtsbehelf Protest zurückgenommen hat.
  2. Verfahrenskosten sind nicht entstanden.
  3. Dieser Beschluss ist gemäß § 30 der Rechts- und Verfahrensordnung unanfechtbar.

Tatbestand und Entscheidungsgründe:

Am 20.07.2022 fand das Kreispokalspiel (Qualifikationsrunde) zwischen den Vereinen TuS Lübbow und TSV Hitzacker statt, welches 0:6 endete.

Der Verein TuS Lübbow hat mit der E-Mail vom 20.07.2022 an den Kreisspielausschuss Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt. Die vom Kreisspielausschuss an das Kreissportgericht per E-Mail vom 21.07.2022 weitergeleitete E-Mail wird als Protest gewertet. Begründet wird der Protest damit, dass der Verein TSV Hitzacker in dem Spiel unter Erlaubnis des Schiedsrichters Mehrfachwechslungen vorgenommen hat. Dabei seien bereits ausgewechselte Spieler wieder eingewechselt worden, was nach § 14 der SpO i. v. m. Ziffer 3.1.2 der Ausschreibung nicht erlaubt ist. Es wird beantragt, dass das folgende Spiel der Kreispokalrunde bis zu einer Entscheidung des Kreissportgerichtes abgesetzt wird. 

Mit E-Mail vom 26.07.2022 an das Kreissportgericht, hat der Verein TuS Lübbow das Rechtsmittel Protest zurückgenommen. Nach der Rücknahme war das Verfahren nach § 30 Abs. 2 der Rechts- und Verfahrensordnung daher einzustellen.

Kosten:

Verfahrenskosten, möglich wären pauschal 30,00 Euro, werden dem Verein TuS Lübbow gemäß Absprache erlassen.

Seite zuletzt aktualisiert am: 28.12.2022

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