18.12.2018

Erfolgreiche Anrufung des FC Dynamo Lüneburg

In dem Sportgerichtsverfahren Anrufung des FC Dynamo Lüneburg vom 19.11.2018, gegen den Verwaltungsentscheid vom 15.11.2018 hat das Kreissportgericht Heide Wendland am 03.12.2018 folgenden Beschluss gefasst:

  1. Aufgrund des durch den Verein FC Dynamo Lüneburg eingelegten Rechtsbehelf der gebührenfreien Anrufung gegen den Verwaltungsentscheid des Kreisspielausschusses Heide-Wendland vom 15.11.2018 wird der vorgenannte Verwaltungsentscheid im vollen Umfange aufgehoben.
  2. Der Spieler X (FC Dynamo Lüneburg) wird wegen unsportlichen Verhaltens gemäß § 43 Ziffer 4 der RuVO für 3 Pflichtspiele, längstens jedoch bis zum 02.12.2018 gesperrt. Die Sperre ist somit abgegolten.
  3. Da durch die Winterpause der gewünschte Sühnezweck nicht erreicht wird, wird gegen den Spieler X (FC Dynamo Lüneburg) zusätzlich eine Geldstrafe in Höhe von 60,00 Euro verhängt.
  4. Die Kosten dieses Sportgerichtsverfahrens trägt der Spieler X (FC Dynamo Lüneburg) unter Vereinshaftung des FC Dynamo Lüneburg. Auf § 11 der RuVO wird Bezug genommen.

Begründung:

Der Verwaltungsentscheid war aufzuheben, da er in sich formelle Fehler enthält. Der Spieler X. des FC Dynamo Lüneburg sah in dem Spiel die gelb/rote Karte. In der 4. Kreisklasse erfolgt keine automatische Sperre, wie in der Begründung des Spielausschusses zur Zusammensetzung der Gesamtstrafe aufgeführt wurde. Aufgrund des Sonderberichtes des Schiedsrichters hätte eine Vorsperre des Spielers X. erfolgen müssen, dies geschah jedoch erst mit Verwaltungsentscheid vom 15.11.2018, also 10 Tage nach dem Vergehen, dann rückwirkend. Zwischenzeitlich hatte der Spieler jedoch noch in der 1. Mannschaft seines Vereines gespielt. Die rückwirkende Sperre ist aus Sicht des Sportgerichtes jedoch nicht zulässig. Die privaten Umstände, die zum verspäteten Verwaltungsentscheid mit der rückwirkenden Sperre geführt haben, kann das Sportgericht daher nicht akzeptieren. Aufgrund der Aufhebung des vorgenannten Verwaltungsentscheids war die Sperrzeit für den Spieler X. neu festzulegen.

Aufgrund der schriftlichen Einlassung des Vereines FC Dynamo Lüneburg und des Schiedsrichters kommt das Sportgericht zu der Entscheidung, dass eine Sperre von 3 Pflichtspielen ausreichend ist. Das Sportgericht kommt dabei auch zu der Überzeugung, dass hier Tateinheit vorliegt und aus dem Strafrahmen des unsportlichen Verhaltens eine Gesamtstrafe zu bilden war. Die Sperre bewegt sich im untersten Rahmen des Möglichen, beginnt mit dem 12.11.2018 und endet am 02.12.2018. Da die Sperrstrafe in die Winterpause fällt, der Sühnezweck daher nicht erreicht wird, wird zusätzlich zur Sperrstrafe eine Geldstrafe in Höhe von 60,00 Euro (3 Wochen x 20,00 Euro) verhängt. Zugunsten des Spielers X. war zu berücksichtigen, dass er vor dem Sportgericht bisher noch nicht in Erscheinung getreten ist. Zudem war zu seinen Gunsten zu berücksichtigen, dass seine Mannschaft zum Zeitpunkt der Verfehlung im Rückstand lag und dass er aufgrund der vielen Foulspiele vor der gelb/roten Karte und Provokationen gegen ihn sehr aufgebracht war.

Ausführliches Urteil>

05.12.2018

Erfolgreiche Anrufung des FC Oldensttedt

In dem Sportgerichtsverfahren Anrufung des FC Oldenstadt v. 1975 e.V. vom 19.11.2018, gegen den Verwaltungsentscheid vom 13.11.2018 hat das Kreissportgericht Heide Wendland am 25.11.2018 folgenden Beschluss gefasst:

  1. Der Verwaltungsentscheid vom 13.11.2018 wird vorläufig in seiner Vollstreckung bis zur Entscheidung des Kreissportgerichts in der Hauptsache ausgesetzt, d.h. der Spieler X ist bis auf weiteres vorerst wieder spielberechtigt.

2. Dieser Beschluß ist gemäß § 30 RuV unanfechtbar.

Begründung:
Aus dem Verwaltungsentscheid des Kreisjugendausschusses ergibt sich nicht, für wie viele Pflichtspiele der Spieler gesperrt werden sollte. Auch ein Hinweis in der Einleitungsverfügung diesbezüglich hat den Kreisjugendausschuss nicht veranlasst, den Verwaltungsentscheid nachzubessern. Deshalb war seine Vollstreckung bis auf weiteres auszusetzen.

20.11.2018

Schiedsrichter entscheidet auf falsche Spielfortsetzung, aber Spiel wird nicht wiederholt

MTV Dannenberg zieht Berufung zurück

Mit Schreiben des Prozessbevollmächtigten des Vereins MTV Dannenberg, Herrn Rechtsanwalt X, vom 12.11.2018 wurde der Rechtsbehelf der B E R U F U N G gegen das Urteil 11/18/19 vom 25.10.2018 des Kreissportgerichts Heide-Wendland z u r ü c k g e n o m m e n.

  1. Mit der Rücknahme des Rechtsbehelfes durch den Prozeßbevollmächtigten des Vereins MTV Dannenberg, Herrn Rechtsanwalt X, bedarf es in diesem Verfahren  k e i n e r   Entscheidung des Bezirkssportgerichts Lüneburg mehr, so dass der für Montag, den 19. November 2018 anberaumte Entscheidungstermin hiermit aufgehoben wird. Daher wird dieses Verfahren mit heutigem (18.11.2018) Beschluss   e i n g e s t e l l t !
  2. Die bisherigen Kosten in diesem Sportgerichtsverfahren trägt unter Bezugnahme des § 11 der Rechts- und Verfahrensordnung der Verein MTV Dannenberg.

Die Begründung der Berufung des Prozessbevollmächtigten des MTV Dannenberg im Auszug:

Mit dem angefochtenen Urteil hat das Kreissportgericht zwar zurecht eindeutig festgelegt, dass auf Seiten des Schiedsrichters ein Regelverstoß vorgelegen hat, meint jedoch, dass dieser Regelverstoß nicht mit der notwendigen Wahrscheinlichkeit die Spielwertung als solches beeinflusst hätte. Dieses ist aus hiesiger Sicht nicht nachvollziehbar. Auch wenn der Regelverstoß in der 7. Minute stattgefunden hat, so ist zu berücksichtigen, dass bei Wiederholung des Elfmeters anstatt des indirekten Freistoßes mit hoher Wahrscheinlichkeit der MTV Dannenberg von 1863 e.V. mit 1:0 in Führung gegangen wäre.

Mit Verfahrenseinleitung mit Verfügung und Benachrichtigung vom 06.November 2018 wies das Bezirssportgericht Lüneburg auf die bisherige Rechtsprechung im Niedersächsischen Fußballverband in Protestverfahren hin und fügte als Nachweis die Benachrichtigung und Verfügung -Geschäftsnummer: 13-2016-2017 des Verbandssportgerichts vom, 30. September 2016 bei.

In dem Urteil vom 30.09.16 des Verbandsgerichtes heißt es auszugsweise u. a.:

Eine Spielwiederholung soll ausnahmsweise nur dann erfolgen, wenn die Wertung des Spiels aufgrund eines Regelverstoßes des Schiedsrichters wegen seiner nahezu zweifelsfreien und nicht von weiteren Umständen abhänigen Auswirkungen auf die Spielentscheidung in unerträglicher Weise nicht mit dem Gerechtigkeitsgedanken in Einklang zu bringen wäre. Das wäre beispielsweise bei einem spielentscheidenden in der 90. Spielminute regelwidrig verhängtem Strafstoß der Fall. Ein Regelverstoß eines Schiedsrichters, der in der 60. Spielminute lediglich einen Anschlusstreffer zur Folge hat, erfüllt diesen hohen Anforderungen dagegen nicht.
(Auszug aus dem Urteil vom 30. September 2016 des NFV Verbandssportgerichtes)

Mit Schreiben vom 12.11.2018 teilte der Prozeßbevollmächtigten des Vereins MTV Dannenberg, Herr Rechtsanwalt X folgendes mit:
„ in dieser Angelegenheit nehme ich Bezug auf Ihr Schreiben vom 06.11.2018 nebst dem dortigen Hinweis und nehme hiermit auftragsgemäß die Berufung zurück."

Somit war dieses Sportgerichtsverfahren mit diesem Beschluss   e i n z u s t e l l e n.   Die Kosten in diesem Verfahren trägt gemäß § 11 der Rechts- und Verfahrensordnung der Verein MTV Dannenberg.

Gegen diese Entscheidung ist lediglich die gebührenfreie Beschwerde zulässig, wenn formelle Mängel (z.B. falsche Besetzung des Sportgerichts, Nichteinhaltung der Ladungsfristen etc.) geltend gemacht werden.

Kreissportgerichtsurteil

Im Sportgerichtsverfahren Protest des MTV Dannenberg gegen die Spielwertung des Spiels der Heide- Wendland-Liga 2018/19 des MTV Dannenberg - SV Zernien vom 28.09.18 hat das Kreissportgericht am 24.10 in Rosche im schriftlichen Verfahren folgende Entscheidung getroffen:

  1. Der Protest des MTV Dannenberg gegen die Spielwertung des Spiels der Heide-Wendland-Liga 2018/19 des MTV Dannenberg gegen den SV Zernien vom 29.09.2018 wird zurückgewiesen.
  2. Die Kosten des Verfahrens trägt der MTV Dannenberg.

Sachverhal:

In der 7. Minute des Spiels entschied der Schiedsrichter auf Handelfmeter für den MTV Dannenberg. Ein Dannenberger Spieler schoss den Elfmeter. Dabei liefen einige Dannenberger zu früh in den Strafraum, der Ball gings ins Tor. Der Schiedsrichter pfiff und entschied auf indirekten Freistoß, da er in diesem Moment sehr sicher war, dass die Entscheidung indirekter Freistoß richtig war. Die Dannenberger protestierten, aber spielten dann weiter.

Der MTV Dannenberg legte fristgerecht Protest ein:

„hiermit legen wir Protest gegen die Spielwertung des Spiels der Heide-Wendland-Liga
MTV Dannenberg-SV Zernien ein.

Grund: Nicht Regelgerechte Entscheidung des Schiedsrichters.

Ein Sportgerichtsverfahren ist mit Datum 07.10.2018 eingeleitet worden.

Entscheidungsgründe:

Der zulässige eingelegte Protest gegen die Spielwertung erweist sich als unbegründet.

Gemäß § 16 Abs.2 RuVO kann sich ein Protest nur auf einen den Spielausgang nachteilig beeinflussenden Regelverstoß des Schiedsrichters stützen, wenn dieser die Spielwertung als verloren oder unentschieden mit hoher Wahrscheinlichkeit beeinflusst hat. Hieran mangelt es vorliegend.

Da der Schiedsrichter jedoch auf indirekten Freistoß für den Gegner statt Wiederholung des Elf-meters entschied, lag im vorliegenden Fall zwar ein Regelverstoß des Schiedsrichters im Sinne des § 16 RuVO vor. Gleichwohl hat der Regelverstoß des Schiedsrichters die Spielwertung nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit im Sinne des § 16 Abs.2, 2.Hs. RuVO beeinflusst.

Ob diese Entscheidung des Schiedsrichters in der 7. Minute zu so einen sehr frühen Zeitpunkt Ein-fluss auf den Spielausgang gehabt haben soll, kann das Sportgericht hier eindeutig nicht erkennen.
 
Weitere Entscheidungsgründe siehe detailiertes Urteil>>

Schließlich sind immerhin noch über 80 Minuten der reine Restspielzeit zu spielen gewesen und der MTV Dannenberg hatte genug Zeit, das Spiel noch drehen und zu seinen Gunsten entscheiden können.

Aus diesen Gründen kommt das Sportgericht zu der Entscheidung das Rechtsmittel als unbegrün-det zurückzuweisen

20.11.2018

Außerkraftsetzung des Verwaltungsentscheid

In dem Sportgerichtsverfahren Anrufung des Bevenser Sportverein Union e.V., eingegangen am 22.10.2018 gegen den Verwaltungsentscheid (VE) Nr 240-18/19-062-10 Verfahren 13/18/19 hat das Kreissportgericht Heide Wendland am 9. November folgenden Beschluß gefasst:

  1. Gemäß § 30 Abs. 2 RuV wird das Verfahren eingestellt, nachdem der Kreisspielausschuss mit Schreiben vom 09.11.18 den angefochtenen Verwaltungsentscheid zurückgenommen hat.
  2. Die Verfahrenskosten hat der NFV Kreis Heide Wendland zu tragen. Das Verfahren ist gerichtsgebührenfrei.
  3. Dieser Beschluß ist gemäß § 30 RuV unanfechtbar.

Gegen den o.g. VE hat der BSV "Union" von 1912 e.V. Beschwerde eingelegt.

Begründung:
Das für den VE zugrunde liegende Ereignis ereignete sich am Spielfeldrand, etwa 50 m vom Vereinsheim und den dort sich überwiegend aufhaltenden Zuschauern entfernt. Hier halten sich auch i. d. R. die Platzordner des Vereins auf. Nachdem die Zuschauerin das Spielfeld betreten hatte und dem anschließenden Anfordern eines Ordners an den Ereignisort, hat der Verein umgehend reagiert und die Örtlichkeit wie gewünscht sofort mit einem entsprechenden Offiziellen besetzt. Insofern war der Verein aktiv an einer Deeskalation des Geschehens beteiligt.

"Weitere Gründe werden hier öffentlich nicht erwähnt." Anm. d. Red.

Der BSV „Union“ v. 1912 e. V. sieht sich nicht in der Lage, das gesamte Spielfeld mit einem Heer von Ordnern lückenlos zu besetzen, die eine derartige Störung verhindern würden. Es ist wohl unumstritten, dass keinem Amateurverein auf Kreisebene zuzumuten ist, die dafür erforderliche Überwachung des Geländes zu organisieren. Sollte die Erwartungshaltung der Gremien des Heide-Wendland-Kreises eine andere sein, so ist der BSV „Union“ dankbar für Hinweise, wie diese in der Praxis umsetzbar wäre.

Das Kreissportgericht wird gebeten, unter Berücksichtigung der Hinweise des BSV „Union“ den Fall neu zu bewerten. Der BSV „Union“ hält die Beurteilung des Vorfalls seitens des Spielausschusses für fehlerhaft und dementsprechend überzogen geahndet.

12.11.2018

Die Anrufung des Vereins SV Molzen wird nicht stattgegeben. Spielersperre bleibt im vollen Umfang bestehen.

In der Sportrechtssache gebührenfreie Anrufung des SV Molzen gegen den Verwaltungsentscheid des Kreisspielausschusses Heide-Wendland vom 09.10.2018 (Sperrstrafe nach Tätlichkeit gegen den Spieler X) hat das Kreissportgericht Heide-Wendland am 30.10.2018 in 29451 Dannenberg im schriftlichen Verfahren folgende Entscheidung getroffen:

  1. Der gebührenfreien Anrufung des Vereins SV Molzen vom 12.10.2018 gegen den Verwaltungsentscheid des Kreisspielausschusses Heide-Wendland vom 03.09.2018 wird nicht stattgegeben.

  2. Der vorgenannte Verwaltungsentscheid des Kreisspielausschusses Heide-Wendland (Sperrstrafe für den Spieler X vom SV Molzen) bleibt somit im vollen Umfang bestehen.

  3. Die Kosten dieses Sportgerichtsverfahrens trägt der Verein SV Molzen.

I. Sachverhalt:

In der 66. Minute stürzten der Spieler X (SV Molzen) und sein Gegenspieler ca. einem Meter vor der Strafraumlinie im Kampf um den Ball zu Boden, ohne dass eine Regelwidrigkeit begangen wurde. Darüber verärgert stand der Spieler X auf und griff den noch am Boden liegenden Gegenspieler mit einem Kopfstoß an. Obwohl er diesen auch traf, entstand keine Verletzung. Die Intensität des Kopfstoßes konnte nicht weiter definiert werden. Der Spieler X wurde aufgrund der Tätlichkeit des Feldes verwiesen.

Aufgrund des Sonderberichtes wurde der Spieler X (SV Molzen) mit Verwaltungsentscheid wegen Tätlichkeit in einem leichteren Fall ab dem 08.10.2018 für die Dauer von 6 auszutragenden Pflichtspielen der aufgeführten Mannschaft - längstens jedoch bis einschließlich den 18.11.2018 - für alle Mannschaften seines Vereins gesperrt.

Gegen den erlassenen Verwaltungsentscheid legte der Verein SV Molzen zunächst ohne Begründung schriftlich mit Datum 12.10.2018 Widerspruch ein.

Die Stellungnahme der Betroffenen und Zeugen siehe detailliertes Urteil

II. Entscheidungsgründe

Der Kopfstoß wird vom betroffenen Spieler X (SV Molzen) und dem Herren A des Vereins SV Molzen in Abrede gestellt.

Der Schiedsrichter und der Assistent sprechen eindeutig von einem Kopfstoß des Spielers X in Richtung seines Gegenspielers. Trotz der unterschiedlichen Aussagen in den Berichten, folgt das Sportgericht  den Darstellungen des Schiedsrichters und seines Assistenten.

Weitere Entscheidungsgründe siehe detailliertes Urteil

Das Strafmaß wurde daher auf 6 Wochen festgelegt. Damit ist aus Sicht des Sportgerichtes eine sehr milde Strafe im unteren Bereich der möglichen Strafen ausgesprochen worden. Es gibt keine Gründe den Verwaltungsentscheid aufzuheben, die Anrufung des Vereins SV Molzen wird daher zurückgewiesen. Die Kosten des vorgenannten Verwaltungsentscheides hat der Verein SV Molzen zu tragen.

Detailliertes Urteil>>

11.11.2018

Eintracht Lüneburg lässt U18-Junior auf falschen Pass spielen

In dem Sportgerichtsverfahren Einspruch des TSV Gellersen vom 17.09.2018, gegen die Spielwertung des Spieles U18 SV Eintracht Lüneburg – JSG Gellersen/Reppenstedt vom 16.09.18, hat das Kreissportgericht Heide Wendland folgende Entscheidung getroffen:

  1. Die Spielwertung des Spieles U18 SV Eintracht Lüneburg – JSG Gellersen/Reppenstedt vom 16.09.18, wird mit 5:0 Toren und 3 Punkten für die JSG Gellersen/Reppenstedt gewertet.

  2. Die Kosten des Verfahrens hat der SV Eintracht Lüneburg zu tragen.

I. Sachverhalt

Die JSG Gellersen/Reppenstedt hat unter dem 17.09.2018 gegenüber dem Kreissportgericht Einspruch gegen die Spielwertung des Spiels vom 16.09.18 gegen SV Eintracht Lüneburg, welches SV Eintracht mit 3:1 gewonnen hatte, eingelegt.

Begründung: Laut Spielbericht wurde der Spieler X im Tor eingesetzt. Tatsächlich stand aber Y im Tor. Dieser ist im Spielbericht nicht aufgeführt.

Der Verein SV Eintracht hat mit Schreiben vom 24.09.2018 das Vergehen eingeräumt und sich dafür entschuldigt. Der Spieler X hat laut Pass-Online erst eine Spielerlaubnis für die SV Eintracht Lüneburg ab 30.10.2018. Der Betreuer der JSG Gellersen/Reppenstedt will den Spieler X auch im Spiel zwischen JSG Vastorf/Bienenbüttel und SV Eintracht Lüneburg im Tor gesehen haben.

II. Entscheidungsgründe:

  1. Nach § 38 Abs. 1 Satz 2 Buchstabe c.) in Verbindung mit § 37 Abs. 4 der Spielordnung ist ein Spiel mit 5:0 Toren und 3 Punkten für den Gegner zu werten, wenn eine Mannschaft einen Spieler ohne Spielerlaubnis einsetzt.

    Der Spieler X der SV Eintracht hatte am 16.9. noch keine Spielerlaubnis für die SV Eintracht Lüneburg, sondern erst ab 30.10.2018. Damit greift die oben genannte Vorschrift zu Lasten der SV Eintracht ein.

  2. Da nur die JSG Gellersen/Reppenstedt einen Antrag zur Spielwertung gestellt hatte und weder sie noch der Kreisspielausschuss Anträge zur Bestrafung des Spielers, des Trainers und des Vereins SV Eintracht Lüneburg gestellt hat, durfte das Kreissportgericht diese nicht bestrafen, was es gerne getan hätte, da es hier um äußerst unfaire Verhaltensweisen ging, die den Fußballsport und das Fairplay insbesondere im Jugendbereich kaputt machen. Dem Kreissportgericht waren die Hände gebunden, denn es darf nur auf Antrag gegen Beteiligte ermitteln!

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07.11.2018

Verwaltungsentscheid wird aufgehoben und Kosten trägt der NFV

In dem Sportgerichtsverfahren Anrufung des VfL Lüneburg vom 15.09.2018 gegen den Verwaltungsentscheid vom 10.09.2018, hat das Kreissportgericht Heide Wendland im schriftlichen Verfahren am 27.10.18 folgende Entscheidung getroffen:

 

  1. Der Verwaltungsentscheid vom 10.09.2018 Nr. 00015-18/19-062-30 wird aufgehoben.
  2. Die Kosten des Verfahrens hat der NFV Kreis Heide Wendland zu tragen.

I. Sachverhalt:

In dem Verwaltungsentscheid war der VfL Lüneburg zu einer Geldstrafe von 20 € wegen mangelhaften Platzbaus verurteilt worden. Im Spielbericht heißt es dazu sehr knapp:
„Spielplatz nicht ordnungsgemäß vorgefunden (keine Eckfahnen, keine Strafräume). Keine Bereitschaft des VFL Trainers die Strafräume zu ergänzen. Spiel fand ohne Eckfahnen (nur mit Hütchen) statt.“

Der VfL Lüneburg hatte seinen Antrag bereits mit Einlegung des Rechtsmittels begründet (siehe Urteilsdetails).

II. Entscheidungsgründe:

  1. Da weder vom SV Eintracht Lüneburg noch von Seiten des Kreisjugendausschusses eine Stellungnahme eingegangen ist, war vom Vortrag des VfL Lüneburg auszugehen, dass der Platz für 7er-Mannschaften von Strafraum zu Strafraum zwar zunächst nicht gekreidet war und auch keine Eckfahnen vorhanden waren, jedoch auf Monierung der Schiedsrichterin vor dem Spiel sowohl die Eckpunkte als auch die sonstigen Strafraum- und Spielfeldbegrenzungen mit Kegeln bzw. Plättchen begrenzt wurden.

  2. Unter II. des Anhangs 1 zur Jugendordnung des NFV heißt es:
    „II. Hinweise zum Platzaufbau:
    Die Spielfeldbegrenzung bzw. Tor- oder Strafraummarkierungen können durch Linien, unterbrochene Linien oder Markierungskegel gekennzeichnet werden. Die jeweils beschriebenen Spielfelder gelten hinsichtlich ihrer Lage als Vorschlag. Aufgrund der unterschiedlichen Größen der Hauptspielfelder sind auch andere Aufteilungen möglich.“

  3. Damit steht fest, dass das Spielfeld nicht mit Linien versehen werden muss, sondern auch andere Markierungen wie Kegel oder Plättchen ausreichen. Es wäre einem Verein mit mehreren Jugendmannschaften auch nicht zumutbar, für jede Jugendgröße neue Linien zu ziehen. Dies würde auch bei den Jugendspielern zu Verwirrung beitragen. Insoweit ist es sogar sinnvoll, nicht zu kreiden, sondern mit anderen Markierungen zu arbeiten, wenn auf dem Platz Jugendmannschaften in verschiedenen Altersklassen spielen.

  4. Die Kosten des Verfahrens hat der NFV Kreis Heide Wendland zu tragen.

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02.11.2018

Ein 3. Platz der U15-Kreisliga-Lüneburg berechtigt nicht für einen Startplatz in der U16-Kreisliga-Heide-Wendland

Antrag auf Einleitung eines Sportgerichtsverfahrens aufgrund des Einspruchs des SV Ilmenau bezüglich der Nichtberücksichtigung der U16-Junioren der JSG Ilmenautal in der Kreisliga 2018/2019

Im schriftlichen Verfahren am 17.10.18 wurde folgende Entscheidung getroffen:

  1. Der Antrag wird als unbegründet zurückgewiesen.
  2. Die Kosten des Verfahrens hat der SV Ilmenau zu tragen.

I. Sachverhalt:

  1. Das Sportgericht des NFV-Kreises Heide-Wendland bestimmt, dass der Kreisjugendausschuss auf Grund der besonderen Situation der Fusion und zur Vermeidung von unbilligen Härten die Staffeln der Jugendkreisligen in der Stärke so anpasst, dass die ersten drei Kreisligisten der Vorsaison der jeweils unteren Altersklasse ein Startrecht in der Kreisliga ihrer Altersklasse in der aktuellen Saison erhalten.
  2. Diese Regelung ist einmalig für die Herbsthalbserie 2018 der Saison 2018/2019.

Der SV Ilmenau hat seinen Antrag wie folgt begründet:

„Bei der Festlegung der Mannschaften der erstmalig auszutragenden U16-Kreisliga des Heide-Wendland-Kreises 2018/2019, wurde der Dritte der „U15 Kreisliga Rückserie 2018/DBG/LG/UE", die JSG Ilmenautal, nicht berücksichtigt und muss in die Kreisklasse absteigen.

... (weitere Begründung siehe Detailurteil)

Trotz der Vielzahl der außergewöhnlichen Entscheidungen, die bei einer Fusion getroffen werden müssen, wäre eine Entscheidung zugunsten einer Staffelerweiterung wie bereits am Beispiel der Nachbarkreise aufgezeigt, relativ einfach umzusetzen.“

II. Entscheidungsgründe:

Das Rechtsmittel des SV Ilmenau war abzuweisen, da ein Rechtsanspruch auf Teilnahme in der Kreisliga nicht besteht. Nach Auffassung des Kreissportgerichtes kann der Antrag nur Erfolg haben, wenn die Mannschaft einen Anspruch auf ein Spielrecht in der Kreisliga besitzen würde.

... (weitere Entscheidungsgründe siehe Detailurteil)

Die Behauptung des SV Ilmenau, sie hätten die Ausschreibung nicht erhalten, haben sie nicht bewiesen. Das Gegenteil ist der Fall: Aus dem Email-Verteiler, mit dem der Kreisjugendausschuss die Ausschreibung versandt hat, ergibt sich eindeutig, dass diese auch an den SV Ilmenau versandt worden ist.

Detailliertes Urteil>>

29.10.2018

Atests von kurzfristig erkankte Spieler wurden nicht akzeptiert

In dem Sportgerichtsverfahren gebührenfreie Anrufung des TSV Gellersen v. 1912 e.V. vom 27.09.2018. Einspruch gegen den Verwaltungsentscheid: AZ.: 0016-18/19-062-20 v. 20.09.2018 hat das Kreissportgericht am 16.10.2018 in Rosche im schriftlichen Verfahren folgende einstimmige Entscheidung getroffen:

  1. Der Antrag wird als unbegründet zurückgewiesen.
  2. Die Kosten des Verfahrens trägt der TSV Gellersen.

Am 08.09.2018 sollte das Punktspiel, der 2. Kreisklasse (C-Junioren) zwischen den Vereinen U15 SC Lüchow und U15 JSG Gellersen/Reppenstedt stattfinden. Die JSG Gellersen/Reppenstedt wollte das Punktspiel kurzfristig verlegen, da 3 Spieler krankheitsbedingt und 2 Spieler wegen einer Konfirmandenveranstaltung ausgefallen sind.

Aus diesem Grunde hat die JSG Gellersen/Reppenstedt 3 Atteste und 2 Nachweise über die Abwesenheit der Spieler zukommen lassen. Alle Atteste und Bescheinigungen als Kopien sind nachweislich der E-Mail von Herr X erst am Freitag den 14. September 2018 um 11:36 an den Staffelleiter Dieter Schmidt versandt worden. Also bereits 6 Tage nach dem Spieltags Datum am 08.09.2018.

Mit Verwaltungsentscheid vom 20.09.2018 wurde dem Rechtsmittelführer/ TSV Gellersen v. 1912 e.V. (Nichtantreten einer Mannschaft zu einem Pflichtspiel) eine Strafe von 55 Euro auferlegt. Und das vorgenannte Spiel zu Lasten des Vereins mit 0 Punkten und 0:5 Toren gewertet.

Gegen den oben genannten Verwaltungsentscheid legt der Verein TSV Gellersen Einspruch ein.
(Gründe siehe Detailierte Urteils Beschreibung)

Ein Sportgerichtsverfahren ist mit Datum 04.10.2018 eingeleitet worden und der Antrag wurde als unbegründet zurück gewiesen.

Entscheidungsgründe:

Zu urteilen war lediglich über die Rechtmäßigkeit des Verwaltungsentscheides. Strittig ist, ob die nachträglich eingereichten Atteste und Bescheinigungen für eine berechtigte Spielverlegung gemäß Juniorenausschreibung vom 05.07.2018, in den Punkten 4.3 und 4.5 Abs.1 bis 3, ausreichen und die Wertung als Nichtantritt der JSG Gellersen/Reppenstedt rechtsgemäß ist.

Nach Überprüfung der Atteste und Nachweise kann das Attest des Spielers A in seiner vorgelegten Form nicht akzeptiert werden, da es sich nicht um eine kurzfristige Erkrankung des genannten Spielers handelt (Attest von 15.08. bis 12.09.2018). Der Spieler A war in den letzten drei Meisterschaftsspielen davor bereits abwesend und kann deswegen nicht als plötzliche kurzfristige Erkrankung gewertet werden.

Darüber hinaus sind auch die Voraussetzungen des Punkt 4.5 Abs. 2 der Ausschreibung auch bei Spieler B nicht erfüllt. Das Attest von B ist erst am 13.9.2018 ausgestellt worden, damit erst nach 5 Tagen, somit ist auch in diesem Fall die 3 Tagesfrist bereits abgelaufen.

Die Voraussetzungen für eine Verlegung nach Punkt 4.3 und 4.5 Abs. 1 bis 3 sind nicht gegeben. Das Spiel muss als nicht angetreten, mit 3 Punkten und 5:0 Toren für den SC Lüchow gewertet und der Antrag als unbegründet zurückgewiesen werden.

Ausführliches Urteil>>

12.10.2018

10 Monate Sperre für Kopfstoß gegen Schiri

In dem Sportgerichtsverfahren

Tätlichkeit (Kopfstoß) des Spielers X (MTV Dannenberg) gegenüber dem Schiedsrichter beim Spiel der Kreisliga Heide-Wendland zwischen dem FC Oldenstadt und dem MTV Dannenberg am 26.08.2018

hat das Kreissportgericht Heide-Wendland am 10.10.2018 in Dannenberg im mündlichen  Verfahren folgende Entscheidung getroffen:

  1. Der Spieler X (MTV Dannenberg) wird wegen Tätlichkeit gegenüber dem Schiedsrichter gemäß § 43 Ziffer 8 der RuVO zu einer Gesamtsperrstrafe von 10 (in Worten: zehn) Monaten und zwar bis einschließlich 26.06.2019 für den gesamten Spielbetrieb (Meisterschafts-, Freundschaftsspiele, Hallen- und Feldturniere) gesperrt.
  2. Die Kosten des Verfahrens trägt unter Bezugnahme auf § 11 der RuVO der Spieler X (MTV Dannenberg)

I. Sachverhalt:

Am 26.08.2018 fand das Kreisligaspiel zwischen den Vereinen FC Oldenstadt und dem MTV Dannenberg statt. Beim Stand von 2:1 für den FC Oldenstadt und nach drei vorangegangenen Feldverweisen gegen den MTV Dannenberg, waren nach dem dritten Feldverweis in der 80. Minute alle Dannenberger Spieler aufgebracht und stürmten auf den Schiedsrichter zu. Laute und hitzige Ausrufe ließen den Spieler X (MTV Dannenberg) zu einem Kopfstoß gegen den Schiedsrichter hinleiten. Dabei näherte sich der Spieler X dem Schiedsrichter seitlich von rechts, flüsterte ihm zunächst etwas ins Ohr, was dieser jedoch nicht verstand. Anschließend gab der Spieler X dem Schiedsrichter mit durchschnittlicher Wucht mit seiner Stirn einen Kopfstoß gegen die Schläfe. Der Schiedsrichter zog den Kopf instinktiv zurück und ging einige Schritte zurück. Das Spiel wurde daraufhin von ihm in der besagten 80. Minute abgebrochen. Bleibende Verletzungen wurden nicht davongetragen. Der Spieler hat sich nach dem Vorfall beim Schiedsrichtergespann entschuldigt.

II. Entscheidungsgründe:

Zu entscheiden war lediglich über den Kopfstoß des Spielers X (MTV Dannenberg). Durch den Spielausschuss ist das abgebrochene Spiel FC Oldenstadt gegen den MTV Dannenberg bereits mit 3 Punkten und 5:0 Toren für den FC Oldenstadt gewertet worden.

Aus Sicht des Kreissportgericht ist eine Tätlichkeit gegenüber dem Schiedsrichter härter zu betrafen als eine Tätlichkeit unter Spielern, denn Schiedsrichter sind für die Durchführung eines geordneten Spielers verantwortlich und müssen auch besonders geschützt werden.

Das Vergehen wird daher hier als besonders schwerwiegend angesehen.

Daher wird der Spieler X (MTV Dannenberg) unter Bezugnahme auf § 43 Ziffer 8 der RuVO zu einer Sperrstrafe von 10 Monaten verurteilt.

Einzig allein die Tatsache, dass es zu keiner Verletzung des Schiedsrichters kam, der Spieler X bislang vor dem Sportgericht noch nicht in Erscheinung getreten ist, bewahrt ihn vor der Höchststrafe von einem Jahr.

Aufgrund der Tatsache, dass der Tatvorwurf nicht eingeräumt wird, der Spieler zudem keine Reue zeigt, kommt eine Bewährungsstrafe nicht in Frage.

Die Kosten in Höhe von 138,60 Euro trägt der Spieler X unter Vereinshaftung des MTV Dannenberg.

Vollständiges Urteil>>

Gegen dieses Urteil ist die gebührenpflichtige Berufung binnen 7 Tagen beim Bezirkssportgericht zulässig.

12.10.2018

Richtig teuer wurde der Einsatz von Spielern unter fremden Pässen

Betr.: Spiel der 4.Kreisklasse (Herren) vom 30.09.2018 zwischen den Vereinen SV Eintracht Lüneburg III und ESV Lüneburg II

In dem vorstehend genannten Spiel bzw. im Zusammenhang mit diesem Spiel ist es laut dem zu Grunde liegenden Spielbericht zu einem unsportlichen/sportwidrigen Verhalten gekommen, für welches Ihr Verein, SV Eintracht Lüneburg e.V., die Verantwortung trägt. Es handelt sich konkret um einen Verstoß gemäß § 46 Abs. 1 i.V.m. Anhang 2 I. Nr. 8 SpO (Fehlende Spielerlaubnis / Spielberechtigung) in Verbindung mit § 46 Abs. 1 i.V.m. Anhang 2 I. Nr. 9 SpO (Einsatz eines Spielers unter Verwendung der Spielerlaubnis eines anderen Spielers).
Auf der Grundlage des Spielberichtes und der nachstehend aufgeführten Gründe wird das vorstehend genannte Spiel gem. § 37 Abs. 4 SpO zu Lasten Ihres Vereins als verloren und dem gegnerischen Verein mit 3 Punkten und 5:0 Toren als gewonnen gewertet.
Ferner wird Ihr Verein aufgrund dieses Verstoßes mit einer Geldstrafe in Höhe von 450,00 Euro belegt.

Für diese Entscheidung werden zusätzlich gemäß § 46 Abs. 1 i.V.m. Anhang 2 VI. SpO Verwaltungskosten in Höhe von 30,00 Euro festgesetzt.

Gründe:
Die Spieler X, Y und Z sind allesamt nicht spielberechtigt für Herrenmannschaften ihres Vereins.
Sie wurden in dem Spiel unter Verwendung der Spielerlaubnis eines anderen Spielers eingesetzt.
Zusätzlich erfolgten drei weiterer Verwaltungsentscheid, bei dem die Spieler X, Y und Z durch ein unsportliches/sportwidriges Verhalten in Erscheinung getreten sind.
Sie werden ab dem 01.10.2018 für die Dauer von 4 auszutragenden Pflichtspiel(en) der aufgeführten Mannschaft - längstens jedoch bis einschließlich den 28.10.2018 - für alle Mannschaften Ihres Vereins gesperrt. Für diese Entscheidung werden Verwaltungskosten in Höhe von je 10,00 Euro festgesetzt.

Der Gesamtbetrag vom 510 Euro wird per Lastschrift von Ihrem Vereinskonto durch den NFV eingezogen.

01.10.2018

Erfolgreiche Anrufung (Einspruch): Sperre von 6 auf 4 Wochen gekürzt

In dem Sportgerichtsverfahren

gebührenfreie Anrufung des SV Küsten gegen den Verwaltungsentscheid 00061-18/19-062-10, bezüglich Sperrstrafe für den Spieler X (SV Küsten) Verfahren Nr. 05/18/19,

hat das Kreissportgericht Heide-Wendland am 31.08.2018 in Rosche im schriftlichen Verfahren folgende Entscheidung getroffen:

  1. wird die Sperre für den Spieler X von 6 Pflichtspielen auf 4 Pflichtspiele, längstens jedoch bis zum 09.09.2018 (einschließlich) verkürzt.

  2. Die Kosten des Verwaltungsentscheides trägt der SV Küsten. Die Kosten dieses Sportgerichtsverfahrens trägt der der NFV zu einem Anteil von 1/3 und der Verein SV Küsten zu einem Anteil von 2/3.

Sachverhalt:

Der Schiedsrichter schildert den Sachverhalt wie folgt:

„Nach einer kurz ausgeführten von Germania Ripdorf, waren schnell je Mannschaft 2 Spieler an der Ecke. Hier wollte der Ripdorfer Spieler (übliche Weise) die Zeit etwas runter spielen. Nachdem ich das Spiel mit einem Pfiff unterbrach, und nach einem Foulspiel von Ripdorf an Küsten II auf Freistoß für Küsten II entschied, trat der Spieler X (SV Küsten II) seinem Gegenspieler mit dem Fuß gegen das Bein. Dieser kam hierdurch zu Fall.“

Auf Grund des Sonderberichtes des Schiedsrichters sprach der Kreisspielausschuss Heide-Wendland mit Verwaltungsentscheid-Nr. 00061-18/19-062-10 für den Spieler X eine Sperre ab dem 13.08.2018 für die Dauer von 6 Pflichtspielen der aufgeführten Mannschaft - längsten jedoch bis einschließlich den 23.09.2018 - für alle Mannschaften seines Vereins aus.

Gegen den oben genannten Verwaltungsentscheid legt der Verein SV Küsten durch seinen Obmann am 17.08.2018 per Email (DFBnet Postfachsystem) bei Ulrich Brockhöft, Vorsitzenden des Kreissportgerichts Heide-Wendland Einspruch ein:

Entscheidungsgründe:

Zu urteilen war lediglich über die Sperrstrafe des Spielers X (SV Küsten).

Strittig ist ob bei dem Foul des Spielers X eine schwere Tätlichkeit bzw. eine leichte Tätlichkeit vorliegt.

Trotz der unterschiedlichen Darstellungen in den Stellungnahmen des Fußballobmanns und der Spieler des SV Küsten auf der einen Seite, sowie die der Aussagen des Spielers Y  (SV Germania Ripdorf) und der Ausführungen des Schiedsrichters auf der anderen Seite, folgt das Sportgericht den Ausführungen des Schiedsrichters, der seine Stellungsnahme nochmals ergänzte.

Dass es sich um eine Tätlichkeit handelt, steht nach § 28 Abs.1a RuVO fest. Für die Urteilsfindung war der Bericht und die ergänzende Stellungname des Schiedsrichters glaubhaft.
 
Entscheidend ist aber auch seine Aussage, dass es sich bei dem Tritt seiner Ansicht nach, nur um eine Tätlichkeit in leichteren Fall handelt. Es ist auch zu berücksichtigen, dass selbst der SV Küsten eine Sperrstrafe für seinen Spieler im Ramen der Möglichkeit sieht.

Aus den vorgenannten Gründen hält es das Kreissportgericht für angebracht, und auch angemessen die Sperrstrafe vom 6 Pflichtspielen auf 4 Pflichtspiele, längstens jedoch bis zum 09.09.2018 (einschließlich) zu verkürzen. Eine Sperre für 4 Pflichtspiele hält das Kreissportgericht für das gemeldete Vergehen des Spieler X unter Berücksichtigung der durch den Schiedsrichter abgegebenen ergänzenden Stellungnahme für angemessen.

Kosten:

Die Kosten dieses Sportgerichtsverfahrens trägt der der NFV zu einem Anteil von 1/3 und der Verein SV Küsten zu einem Anteil von 2/3.

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01.10.2018

Einspruch wegen Schiedsrichter-Fehl abgelehnt

In der Sportsache

Einspruch des SV Germania Ripdorf gegen den Verwaltungsentscheid SR-Fehl 011/2018 Verfahren Nr. 02/18/19,

hat das Kreissportgericht Heide-Wendland am 30.07.2018 in Rosche im schriftlichen Verfahren folgende Entscheidung getroffen:

  1. Der Antrag wird als unbegründet zurückgewisen

  2. Die Kosten des Verfahrens trägt der SV Germania Ripdorf 1920 e. V..

Sachverhalt:

SV Germania Ripdorf hat für die Saison folgende Mannschaften gemeldet:

2 x Herren, 1 x Ü 50, 1 x Frauen, 1 x A-Junioren, 1 x B-Junioren

Dabei finden die Herren bis A-Junioren Anwendung auf das Schiedsrichterfehl (Schiedsrichter) und die B-Junioren (Jungschiedsrichter). Also muss SV Germania Ripdorf 5 Schiedsrichter und 1 Jungschiedsrichter stellen.“

Der Kreisschiedsrichterausschuss hat dazu durch Volker Leddin folgende Stellungnahme abgegeben:

„Die Ausschreibung für den NFV Kreis Uelzen zur Spielserie 2017-2018 enthielt unter 9.6 u.a. folgende Bestimmungen:

Voraussetzungen für die Anerkennung als aktiver Schiedsrichter sind:

    10 Spielleitungen oder Einsätze als SRA bzw. Beobachter
    Teilnahme an mindesten 7 Lehrabenden oder Fortbildungsveranstaltungen
    Ablegung der praktischen und theoretischen Leistungsprüfung

Für den Verein SV Germania Ripdorf wurden mit Beschluss des KSA Uelzen vier Schiedsrichter als aktiv anerkannt:

Der Verein wurde von mir per Mail vom 22.06.2018 über die anerkannten Schiedsrichter informiert.

Die Schiedsrichterin X war wegen fehlender Voraussetzungen (offensichtlich kein Interesse, keine Lehrabende, keine Spielleitungen, keine Leistungsprüfungen) von der Liste zu streichen.

Der Schiedsrichter Y hat sich am 13.05.2018 per Mail mit folgendem Wortlaut abgemeldet: „Guten Abend, ich möchte hiermit alle Spiele, bei denen ich angesetzt bin abgeben und bitte außerdem um eine sofortige Aberkennung als Schiedsrichter im Landkreis Uelzen. Mit freundlichen Grüßen Y.

Entscheidungsgründe:

  1. Das Rechtsmittel des SV Germania Ripdorf war zwar zulässig, aber unbegründet. Es war daher abzuweisen.
  2. Bei Schiedsrichter "E" dürfte widerlegt sein, dass er die Voraussetzungen der Anerkennung erfüllt hat. Einen "Bonus" aufgrund der Abiturprüfungen lehnt das Sportgericht ebenfalls ab. Dieser würde zu Ungleichbehandlungen ...
  3. Bei Schiedsrichter "Y" sind die Kriterien ebenfalls nicht erfüllt worden. Er hat zwar die erforderliche Anzahl an Spielleitungen deutlich erfüllt, aber keine praktischen und theoretischen Leistungsprüfungen abgelegt. Zudem hat "Y" selbst um Abmeldung gebeten und er somit auch nicht als aktiver Schiedsrichter zu berücksichtigen war.
  4. Der Verein hätte rechtzeitig durch seine/n Schiedsrichterobfrau/-mann gegensteuern können. Wie sich aus der Stellungnahme des Schiedsrichterausschusses ergibt, ist es nicht Aufgabe des Kreises die Vereine rechtzeitig zu informieren. Es ist vielmehr Aufgabe der Vereine und der gemeldeten Schiedsrichter sich entsprechend auf dem Laufenden zu halten, um eine Bestrafung zu vermeiden.
  5. Die Kriterien für die Anerkennung wurden nahezu monatlich von Ausschussvorsitzenden auf den Fortbildungsveranstaltungen angesprochen, so dass diese den Unparteiischen seit Saisonbeginn bekannt und die Zeiträume zur Erfüllung der Voraussetzungen planbar waren.
  6. Die Kosten des Verfahrens hat der Antragsteller, der SV Germania Ripdorf gemäß § 11 Abs. 1 RuVO zu tragen.

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Die Vereine sind verpflichtet den SBO nach Schiedsrichterfreigabe gewissenhaft nochmals zu prüfen

In der Sportsache

Anrufung des SV Lemgow-Dangenstorf 
Gegen den Verwaltungsentscheid 00060-18/19-062-20
Einsatz eines Spielers ohne Spielberechtigung Verfahren Nr. 07/18/19

hat das Kreissportgericht Heide-Wendland am 25.09.2018 in 29451 Dannenberg im schriftlichen Verfahren folgende Entscheidung getroffen:

  1. Die gebührenfreie Anrufung gegen den Verwaltungsentscheid vom 03.09.2018 wird nicht stattgegeben.
  2. Der vorgenannte Verwaltungsentscheid des Kreisjugendausschusses Heide-Wendland bleibt somit im vollen Umfang bestehen.
  3. Die Kosten dieses Sportgerichtsverfahrens trägt der Verein SV Lemgow-Dangenstorf, federführend der U 18 JSG Lemgow/Gartow.

Tatbestand:

Am 25.08.2018 fand das Spiel der A-Junioren Kreisliga zwischen den Vereinen U 18 JSG Lemgow/Gartow und U 18 JSG Gellersen/Reppenstedt statt. Das Spiel endete mit 4:2 für die U 18 JSG Lemgow/Gartow.

In dem vorstehend genannten Spiel ist es laut dem zu Grunde liegenden Spielbericht zum Einsatz eines Spielers ohne Spielberechtigung gekommen. Der Kreisjugendausschuss hat das Spiel mit 0:5 Toren und 0 Punkten gewertet. Zusätzlich ist der Verein aufgrund des Verstoßes mit einer Geldstrafe in Höhe von 25,00 Euro belegt worden.

Gegen diese Verwaltungsentscheid wurde seitens Lemgow-Dangenstorf Widerspruch, der als gebührenfreien Anrufung gewertet wird, eingelegt. Grund:

Der Trainer von Lemgow-Dangenstorf hat den Schiedsrichter noch vor dem Spiel informiert, dass er zwei Spieler aus dem Spielbericht nehmen soll, da die beiden Spieler gar nicht anwesend waren und er somit zu viele Gastspieler auf dem Spielberichtsbogen eingetragen hat.

Nach Befragung des Schiedsrichters habe dieser auch erklärt, dass er Spieler mit Nummern notiert habe, aber keine Namen. Zu seinem Bedauern habe er dies aber nur auf seine Karte, aber nicht im Spielberichtsbogen notiert. Danach habe er die Spielberichtskarte entsorgt.  

Entscheidungsgründe:

Festzustellen ist, dass laut SBO bei der U 18 JSG Lemgow/Gartow insgesamt 14 Spieler eingetragen gewesen sind, davon 7 eigene und 7 Gastspieler.

Nach § 12 Abs. 7 JO müssen mehr als die Hälfte der eingetragenen Spieler vereinseigene sein, dies war hier nicht der Fall. Einzig der SBO, so wie er mit den Eintragungen vorliegt, ist Grundlage für die Urteilsfindung gewesen.

Die von den Verantwortlichen der U 18 JSG Lemgow/Gartow gemachten Ausführungen, dass der Schiedsrichter vor dem Spiel darauf aufmerksam gemacht worden ist, Spieler zu streichen bzw. zu ergänzen und auch der Nachweis, dass der Spieler Y gar nicht anwesend war, konnte bei der Urteilsfindung nicht berücksichtigt werden. Der Schiedsrichter räumt zwar ein, dass es vor dem Spiel ein Gespräch über Eintragungen im SBO gegeben hat, im Weiteren beruft er sich jedoch auf Erinnerungslücken. Dies kann ihm auch nicht um Vorwurf gemacht werden, da der Verein verpflichtet ist, den SBO nach Schiedsrichterfreigabe einer gewissenhaften Prüfung zu unterziehen. Reagiert hat man seitens der Verantwortlichen der U 18 JSG Lemgow/Gartow jedoch erst, nachdem der Verwaltungsentscheid, 9 Tage nach dem Spiel, erlassen worden ist.

Gerade in diesem für die U 18 JSG Lemgow/Gartow brisanten Fall, dass zunächst eingetragene Spieler gestrichen bzw. ergänzt werden sollten, Spieler, die eingetragen waren, gar nicht anwesend waren, zudem viele Gastspieler eingesetzt waren, hätte im eigenen Interesse eine nachträgliche Kontrolle erfolgen müssen. Dies hätte unmittelbar nach Spielschluss, spätestens nach der Eingabe des Schiedsrichters nochmals eigenständig überprüft werden müssen.

Dies ist hier nicht erfolgt, die Anrufung ist daher zurückzuweisen. Der Verwaltungsentscheid des Kreisjugendausschusses Heide-Wendland bleibt somit im vollen Umfang bestehen.

Kosten:

Die Kosten des vorgenannten Verwaltungsentscheides hat der Verein SV Lemgow-Dangenstorf, federführend der U 18 JSG Lemgow/Gartow, zu tragen.

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26.09.2018

Erfolgreiche Anrufung (Einspruch): Sperre von 7 auf 3 Wochen gekürzt

In der Sportsache

Anrufung des SV Wendisch Evern gegen den Verwaltungsentscheid 00031-18/19-062-10, bezüglich Sperrstrafe für den Spieler X (Wendisch Evern) Verfahren Nr. 03/18/19,

hat das Kreissportgericht Heide-Wendland am 24.08.2018 in 29451 Dannenberg im schriftlichen Verfahren folgende Entscheidung getroffen:

  1. wird die Sperre für den Spieler X von 7 Pflichtspielen auf 3 Pflichtspiele, längstens jedoch bis zum 26.08.2018 (einschließlich) verkürzt.

  2. Die Kosten des Verwaltungsentscheides trägt der SV Wendisch Evern e. V. Die Kosten dieses Sportgerichtsverfahrens trägt der der NFV zu einem Anteil von 2/3 und der Verein SV Wendisch Evern zu einem Anteil

Tatbestand:

Der Schiedsrichter schildert den Sachverhalt wie folgt:

„Der Spieler Y war ca. 25 m zentral vor dem Tor der Gäste, als der Spieler X von Wendisch Evern den Spieler Y foulte und dann zu Boden drückte. Ich unterbrach das Spiel um Freistoß für Handorf zu geben und wollte dem Spieler X die Gelbe Karte zeigen. Der Spieler Y stand aber emotionsgeladen auf, lief auf den Spieler X zu, schubste ihn, versuchte ihn unten in die Beine zu treten und schlug mit der flachen Hand ins Gesicht vom Spieler X. Es folgten weitere Griffe ins Gesicht, ehe Mitspieler beider Mannschaften die beiden trennen konnten. In der Folge holte ich den Spieler Y zu mir und zeigte ihm die Rote Karte. Der Spieler verließ den Platz ruhig. Das Spiel wurde dann mit einem indirekten Freistoß für Handorf fortgesetzt.“

„Nach einem Foulspiel des Spieler X an den Spieler Y von Handorf, entschied ich auf Freistoß Handorf und wollte den Spieler X verwarnen, dieser wurde allerdings umgehend vom Spieler Y angegangen und bekam auch einen Schlag ins Gesicht. Es folgte eine Rangelei zwischen beiden Spielern, wobei auch der Spieler X dem Handorfer im Gerangel ins Gesicht schlug. Nachdem beide Spieler von den Mitspielern getrennt wurden, zeigte ich dem Spieler X die Rote Karte. Er verließ den Platz ruhig und das Spiel wurde mit dem indirekten Freistoß für Handorf fortgesetzt.“

Entscheidungsgründe:

Zu urteilen war lediglich über die Sperrstrafe des Spielers X (SV Wendisch Evern).

Unstrittig ist, dass es nach einem Foul des Spielers X (SV Wendisch Evern II) an den Spieler Y (MTV Handorf) zu Tumulten zwischen den beiden Spielern kam. Unstrittig ist auch, dass das erste Vergehen vom Spieler Y ausging, indem er den gegnerischen Spieler X nach dem Foul emotionsgeladen mit der flachen Hand ins Gesicht schlug. 

Trotz der unterschiedlichen Darstellungen der Situation in den Berichten von den Fußballob-männern und dem Schiedsrichter folgt das Sportgericht den Ausführungen des Schiedsrichters. Entscheidend war seine Aussage, dass alle überrascht waren und dass nach dem Foul niemand mit einer Reaktion des Spielers Y gerechnet hat. Letztendlich geht das Sportgericht davon aus, dass es sich bei der Handlung des Spielers X (SV Wendisch Evern) gegen den Spieler Y (MTV Handorf) um einen Reflex handelte, der zum Schutz von weiteren Aktionen vom gegnerischen Spieler diente.

Aufgrund des rüden Einsteigens des Spielers X zuvor, war er an der gesamten Situation nicht frei von Schuld, sodass er nicht, wie gefordert, gänzlich freizusprechen war. 

Aus den vorgenannten Gründen hält es das Kreissportgericht Heide-Wendland für angebracht und angemessen die Sperrstrafe von 7 Pflichtspielen auf 3 Pflichtspiele, längstens jedoch bis zum 26.08.2018 (einschließlich) zu verkürzen.

Kosten:

Die Kosten des vorgenannten Verwaltungsentscheides hat der Verein SV Wendisch Evern zu tragen. Die Kosten dieses Sportgerichtsverfahrens trägt der der NFV zu einem Anteil von 2/3 und der Verein SV Wendisch Evern zu einem Anteil von 1/3.

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Antrag gegen Staffeleinteilung wird unbegründet zurückgewiesen

Uelzener Meister der 2. Kreisklasse TSV Lüder muss doch "absteigen"

Der TSV Lüder hat unter dem 03.07.2018 gegen die Ablehnung ihres Antrags an den Kreisspielausschuss vom 28.06.18, den TSV in der 2.Kreisklasse spielen zu lassen, Einspruch eingelegt.

Der TSV Lüder hat seinen Antrag in der Antragsschrift zunächst wie folgt begründet: „Aus Sicht des TSV Lüder hat sich die 1. Herrenmannschaft nach Erzielen der Meisterschaft in der 2. Kreisklasse Landkreis Uelzen (Saison 2017/2018), für die 2. Kreisklasse Heide-Wendland auschreibungsgemäß qualifiziert. Daher wurde der vorläufigen Staffelzuordnung zur 3. Kreisklasse West des TSV Lüder am 18.06.2018 widersprochen. Der Spielausschuss lehnte eine Zuordnung zur 2. Kreisklasse ab, mit der Mail vom 28.06.2018 und veröffentlichte die neue Staffeleinteilung am 29.06.2018.

Nun hat auch das Kreissportgericht den Antrag als unbegründet zurückgewiesen.

Das Rechtsmittel des TSV Lüder war abzuweisen, da ein Rechtsanspruch auf Teilnahme in der 2. Kreisklasse nicht besteht. Nach Auffassung des Kreissportgerichtes kann die Anlage 1 zur Ausschreibung nicht für sich allein betrachtet werden, sondern ist zusammen mit der Ausschreibung auszulegen. In Ziffer 3.2 Satz 3 der Ausschreibung steht eindeutig, dass nur in diesem Jahr aufgrund der Fusion der Kreise für einen Staffelsieger kein Anspruch auf den Aufstieg für den errungenen Staffelsieg besteht. Ausgenommen sind die Kreismeister.

In Ziffer 4.2.3. der Anlage 1 heißt es, dass sich für die 2. Kreisklasse Heide-Wendland die Plätze 6-14 aus der 1. Kreisklasse und der 1. Platz aus der 2. Kreisklasse qualifizieren, verringert um die Absteiger aus dem Bezirk. Der Kreis Uelzen hatte 2 Absteiger aus dem Bezirk, so dass 2 Plätze wegfallen. Unter der Massgabe, dass der Sieger der 2. Kreisklasse keinen Aufstiegsanspruch hat, ist er hinter die Teilnehmer der 1. Kreisklasse des Vorjahres zu setzen. Sein Platz in der 2.Kreisklasse des neuen Kreises fällt somit als erstes weg, wenn es Bezirksligaabsteiger gibt. So war es hier. Bei 2 Bezirksligaabsteigern fallen der Letzte der 1. Kreisklasse des letzten Jahres und der 1. der 2. Kreisklasse des letzten Jahres aus der neuen 2.Kreisklasse raus und müssen in der 3. Kreisklasse spielen.

Ausführliches Urteils>>

Seite zuletzt aktualisiert am: 18.12.2018

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