27.06.2022

Ü60 Niedersachsenmeisterschaft in Lüchow – SG Zernien/Breselenz/Dannenberg erreicht das Viertelfinale

Neuling VfL Peine gewinnt die 7. Krombacher Nieders.-meiserschaft in Lüchow Foto: H. Jäkel

Der SC Lüchow hat im Auftrag des Niedersächsischen Fußballverbandes die Landesmeisterschaft der über 60-jährigen am Samstag ausgetragen. Auf fünf Kleinfeldplätzen kickten bei senkender Hitze 27 Teams aus ganz Niedersachsen in sechs Gruppen um den Finaleinzug. Der hiesige Heide-Wendland-Kreis war als Ausrichter mit zwei Teams am Start.

Das Organisationteam um Abteilungsleiter Andreas Tribiahn hatte während der siebenstündigen Veranstaltung alles im Griff. „Das war absolut toll organisiert“, lobte unter anderem der hochzufriedene Vorsitzende des Kreisfußballverbandes Heide-Wendland, Hartmut Jäkel. „Das war perfekt, was ihr als SC Lüchow, vor allem aber Andreas Tribiahn, in der Kürze der Zeit auf die Beine gestellt habt“, betonte Hartmut Jäkel, der als Turnierchef fungierte und die Siegerehrung gekonnt moderierte. Ein Lob geht auch an die Schiedsrichter, die hier eine fabelhafte Leistung abgelegt haben.

VfB Peine sicherte sich durch ein 2:0 Finalsieg über die SG Blau-Weiß Papenburg die Landesmeisterschaft. Platz 3 sicherte sich Hannover 96 mit einem 4:3-Erfolg im Neunmeterschießen gegen die TSG Mörse. Für viele waren die 96er mit den Ex-Profis Frank Hartmann, Roman Wojcicki und Jürgen Stoffregen sowie die Mörser mit Ex-Profi „Siggi“ Reich als Favoriten in das vom SC Lüchow glänzend organisierte Turnier gegangen. Sie bestätigten diese Rolle zunächst auch und beendeten ihre Gruppenspiele jeweils mit drei Siegen und ohne Gegentreffer. Und dann kam nach weiteren Erfolgen im Achtel- und Viertelfinale für beide Teams im Halbfinale das überraschende Aus. Mörse unterlag dem VfB Peine nach Neunmeterschießen und auch96 musste sich der SG Blau-Weiß Papenburg knapp geschlagen geben.

Einen Achtungserfolg verbuchte bei hochsommerlichen Temperaturen die SG Zernien/Breselenz/Dannenberg. Die mit nur einem Ersatzspieler angetretene heimische SG scheiterte erst im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten aus Papenburg unglücklich mit 0:1. Auf dem Weg in die Runde der letzten acht Mannschaften hatte das Lüchow-Dannenberger Team die Gruppenphase erfolgreich als Tabellenzweiter beendet. Nach einem 1:0-Erfolg über den TuS Engter mussten sich die Altsenioren aus dem Wendland dem TuS Ricklingen nach einem umstrittenen Strafstoßtreffer mit 0:1 geschlagen geben. Ein 2:2 gegen den TuS Seershausen/Ohof reichte schließlich, um mit dem TuS Engter in das Achtelfinale einzuziehen. In dem stand es gegen den VfL Löningen nach regulärer Spielzeit von 15 Minuten 0:0, sodass die Entscheidung im Neunmeterschießen fallen musste. Ein von Rolf Vieregge, der im Entscheidungsschießen den Torwartposten übernahm, gehaltener Versuch sowie ein VfL Schuss an die Latte sorgten für den Viertelfinal-Einzug der Lüchow-Dannenberger, für die aus neun Metern Uwe Hellmig, Hans-Hermann Stute, Lutz Blank und Vieregge selbst erfolgreich waren. Im Viertelfinale musste sich die SG Zernien gegen die SG Blau-Weiß Papenburg nach ausgeglichener Partie und mit Chancen hüben wie drüben mit 0:1 geschlagen geben.

Die SG Zernien/Breselenz/Dannenberg um Hans-Hermann Stute (links), der drei Treffer erzielte, hielt gut mit und schied erst im Viertelfinale aus. Foto: M. Werner (EJZ)

Der zweite Heide-Wendland Vertreter, die SG Heidetal/Ilmenau ist über die Gruppenphase nicht hinausgekommen. Ein 0:0 gegen die Spvgg Brandlecht-Helstrup und SG FC Wenden/Olympia Braunschweig sowie einer 0:2 Niederlage gegen die SG Stade I reichten nur zu Platz 3. Hier hat die SG Heidetal /Ilmenau sogar eine Frau als Gegnerin gehabt. Erstmals in der Geschichte der Ü60-Niedersachsenmeisterschaft kamen auch zwei Frauen zum Einsatz. Michael Koch, Verantwortlicher der mit zwei Teams angetretenen SG Stade, setzte auf Jessica Tolkemit (TSV Eintracht Immenbeck), die mit Team I bis ins Viertelfinale einzog, und auf Katrin Fritz (VSV Hedendorf-Neukloster), für die mit Team II bereits nach der Vorrunde Endstation war.

Mit drei Treffern rangierte unter anderem Hans-Hermann Stute von der SG Zernien/Breselenz/ Dannenberg hinter Thomas Tuster (TSG Mörse), Heinz Arling (SG Blau-Weiß Papenburg) und Jürgen Stoffregen (Hannover 96), die je vier Mal trafen.

Eine besondere Ehrung durch den ehemaligen NFV-Altherrenspielleiter Friedel Gehrke erfuhr der 96er Frank Hartmann. Er wurde als erfolgreichster Ü-Fußballer sämtlicher Niedersachsenmeisterschaften ausgezeichnet, „sammelte“ in seiner Ü-Karriere insgesamt 20 Titel.

Berichtauszüge von Marc Werner (EJZ) Fotos: Werner (2), Jäkel (1).

Seite zuletzt aktualisiert am: 06.08.2022

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