05.05.2015

VfL Lüneburg Ü32 scheitern im Viertelfinale am späteren Meister

Bei der niedersächsische Altherrenmeisterschaft zogen die Ü32-Senioren des VfL Lüneburg als Gruppenzweiter ins Viertelfinale ein. Dort trafen sie ausgerechnet auf den Alt- und späteren Neumeister TSV Krähenwinkel-Kaltenweide. Nach torloser ersten Halbzeit ging das Viertelfinale mit 0:2 noch verloren.

Zuvor gab es für die Lüneburger ein 2:0 Gruppenauftaktsieg  gegen SV Komet Pennigbüttel. Ausgerechnet gegen den Gruppenletzten TSV Limmer unterlag der VfL mit 0:1. Um den "Krähen" im Viertelfinale aus dem Weg zu gegen, hätte es ein Sieg gegen SV Reislingen-Neuhaus benötigt. Dem SV reichte das torlose Ergebnis gegen den VfL zum Gruppensieg. Sie gewannen später mit 3:0 gegen Güldenstern Stade im Spiel um Platz 3.

Der zweite Lüneburger Vertreter Vastorfer SK wurde mit 2 Punkten Gruppenletzter.

Die „Krähen“ brechen den „Fluch des Titelverteidigers“1:0-Sieg im Finale gegen SG Lengede-Woltwiesche sichert den dritten Titel – Schwarze Serie für „Bayern“ Güldenstern bei Entscheidungen vom Punkt

Der Fluch ist gebrochen. Seit 1988 wird die niedersächsische Altherrenmeisterschaft ausgetragen, zunächst inoffiziell, seit 1998 dann offiziell. Nie ist es einem Ü 32-Meister bisher gelungen, im Folgejahr seinen Titel zu verteidigen. Damit ist jetzt Schluss. Der TSV Krähenwinkel-Kaltenweide hat bei der 28. Ausspielung der Krombacher Ü 32-Meisterschaft des NFV im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion wie im Vorjahr und wie auch schon 2011 den Titel gewonnen und ist damit neuer Rekordsieger des Wettbewerbs. Im Finale gab es für das Team von Spielertrainer Patrick Götze einen 1:0-Erfolg gegen den starken Turnier-Neuling SG Lengede-Woltwiesche. Das goldene Tor erzielte Lars Leymann, der sich mit insgesamt vier Treffern auch die Torjägerkanone des Turniers sicherte.

„Wir hatten einen Kader mit 20 fast gleichwertigen Spielern, konnten deshalb viel rotieren und Kräfte sparen. Das war am Ende vielleicht ausschlaggebend“, sah Patrick Götze einen entscheidenden Vorteil seiner Mannschaft. „Das Niveau war stärker als im Vorjahr. Alle Teams hatten eine hohe Qualität und es war schwieriger, das Turnier zu gewinnen“, wusste der Krähentrainer, dass er in seinem homogen besetzten Team auf zwei Ausnahmeakteure bauen konnte, die vielleicht auch den Unterschied ausmachten. Neben Torschützenkönig Leymann überragte auch Keeper Björn Reinhold, der im Elfmeterschießen des Halbfinales gegen TuS Güldenstern Stade nicht zu bezwingen war und insgesamt nur einen Gegentreffer hinnehmen musste. „Er ist ohnehin ein außergewöhnlich guter Torwart, in dieser Endrunde aber noch einmal über sich hinausgewachsen. Er hat im Finale den Sieg festgehalten“, lobte Götze seinen Schlussmann, der später auch als bester Torwart des Turniers ausgezeichnet wurde.Meister von 2011, 2014 und 2015, Vizemeister 2009, Rang 3 in 2010, 2012 und 2013 jeweils im Viertelfinale nach Elfmeterschießen ausgeschieden. Für die „Krähen“ gehört es längst zum guten Ton, bei den Endrunden um die Krombacher Ü 32-Meisterschaft ein entscheidendes Wörtchen bei der Titelvergabe mitzusprechen. Wenn NFV-Präsident Karl Rothmund, Altherrenspielleiter Friedel Gehrke und Krombacher-Repräsentant Jens Pape nach dem Turnier die Besten auszeichnen, dann treffen sie mit den KK-Spielern inzwischen auf gute alte Bekannte.

Hier ein ob der erstmals geglückten Titelverteidigung „überglücklicher“ Patrick Götze, dort ein hoch zufriedener Jörg Heyne. Der Spielertrainer der SG Lengede-Woltwiesche erwies sich als fairer Verlierer. „Glückwunsch an den TSV Krähenwinkel-Kaltenweide. Sie haben verdient gewonnen. Glückwunsch aber auch an unsere Jungs. Als Neuling auf Anhieb das Finale erreicht zu haben, darauf können wir stolz sein“, so Heyne.

Der TSV Limmer belegte in seiner Vorrundengruppe zwar nur Rang 4, entschädigte sich aber damit, Fairnesssieger des Turniers geworden zu sein. Dafür gab es bei der Siegerehrung in der mit rund 500 Personen voll besetzten Karl-Laue-Halle eine Prämie in Höhe von 100 Euro und einen Spielball, über den sich auf den Plätzen auch die SG Bornum-Ambergau (2.) und TSV Etelsen (3.) freuen konnten.Spielbälle gab es auch für Dennis Drechsel (TuS Güldenstern Stade), Dennis Mansfeld (SG Lengede-Woltwiesche) und Sascha Vogt (Badenstedter SC), die mit je drei Treffern in der Torschützenliste gemeinsam Rang 2 hinter Lars Leymann belegten. Zudem wurde der älteste Teilnehmer, der 64-jährige Ralf Speh (2 Treffer) vom SV Reislingen-Neuhaus, besonders hervorgehoben und ebenfalls mit einem Spielball ausgezeichnet.Den Spielern des TuS Güldenstern Stade bleibt der in diesem Fall zweifelhafte Ruf, bei der Endrunde die Bayern des Nordens dargestellt zu haben. Scheiterten Philipp Lahm und Co. im Elfmeterschießen des DFB-Pokalhalbfinales gegen Borussia Dortmund gleich vier Mal, so stellten sich die Stader noch ungeschickter an. Bei den Entscheidungen vom Punkt im Halbfinale gegen Krähenwinkel-Kaltenweide und um Platz 3 gegen Reislingen-Neuhaus liefen sie sogar sechs Mal in Folge vergeblich an. Was für eine schwarze Serie für Güldenstern.

Das Turnier im Überblick

Gruppe A
SG Bornum-Ambergau – TV Falkenburg 0:0, TuS Güldenstern Stade – SG Lengede-Woltwiesche 1:0, SG Bornum-Ambergau – TuS Güldenstern Stade 2:0, SG Lengede-Woltwiesche – TV Falkenburg 2:0, TV Falkenburg – TuS Güldenstern Stade 0:1, SG Lengede-Woltwiesche – SG Bornum-Ambergau 2:0

Die Tabelle: 1. SG Lengede-Woltwiesche (4:1 Tore, 6 Punkte), 2. TuS Güldenstern Stade (2:2, 6), 3. SG Bornum-Ambergau (2:2, 4), 4. TV Falkenburg (0:3, 1)

Gruppe B
TuS Osnabrück-Haste – FC Sulingen 2:2, 1. FC Nordenham – TSV Etelsen 0:1, TuS Osnabrück-Haste – 1. FC Nordenham 1:3, TSV Etelsen – FC Sulingen 0:0, FC Sulingen – 1. FC Nordenham 0:1, TSV Etelsen – TuS Osnabrück-Haste 1:1

Die Tabelle: 1. 1. FC Nordenham (4:2 Tore, 6 Punkte), 2. TSV Etelsen (2:1, 5), 3. FC Sulingen (2:3, 2), 4. TuS Osnabrück-Haste (4:6, 2)

Gruppe C
SV Komet Pennigbüttel – VfL Lüneburg 0:2, SV Reislingen-Neuhaus – TSV Limmer 4:1, SV Komet Pennigbüttel – SV Reislingen-Neuhaus 1:1, TSV Limmer – VfL Lüneburg 1:0, VfL Lüneburg – SV Reislingen-Neuhaus 0:0, TSV Limmer – SV Komet Pennigbüttel 0:1

Die Tabelle: 1. SV Reislingen-Neuhaus (5:2 Tore, 5 Punkte), 2. VfL Lüneburg (2:1, 4), 3. SV Komet Pennigbüttel (2:3, 4), 4. TSV Limmer (2:5, 3)

Gruppe D
SV Viktoria Gesmold – Vastorfer SK 0:0, TSV Krähenwinkel-Kaltenweide – Badenstedter SC 3:0, SV Viktoria Gesmold – TSV Krähenwinkel-Kaltenweide 0:0, Badenstedter SC – Vastorfer SK 1:1, Vastorfer SK – TSV Krähenwinkel-Kaltenweide 0:1, Badenstedter SC – SV Viktoria Gesmold 2:1

Die Tabelle: 1. TSV Krähenwinkel-Kaltenweide (4:0 Tore, 7 Punkte), 2. Badenstedter SC (3:5, 4), 3. SV Viktoria Gesmold (1:2, 2), 4. Vastorfer SK (1:2, 2)

Viertelfinale
SG Lengede-Woltwiesche – TSV Etelsen 1:0 (0:0), Tor: 1:0 Timo Poetukat
1.FC Nordenham – TuS Güldenstern Stade 0:2 (0:2), Tore: 1:0 und 2:0 Dennis Drechsel
SV Reislingen-Neuhaus – Badenstedter SC 3:1 (2:1), Tore: 0:1 Sascha Vogt, 1:1 Thomas Orth, 2:1 Ralf Klingfurt, 3:1 Ralph Speh
TSV Krähenwinkel-Kaltenweide – VfL Lüneburg 2:0 (0:0), Tore: 1:0 Lars Leymann, 2:0 Benedikt Schepermann

Halbfinale
SG Lengede-Woltwiesche – SV Reislingen-Neuhaus 2:1 (2:0), Tore: 1:0 Mathias Militschenko, 2:0 Marco Hopp, 2:1 Thomas Orth
TuS Güldenstern Stade – TSV Krähenwinkel-Kaltenweide 1:4 n.E. (1:1), Tore: 0:1 Patrick Götze per Foulelfmeter, 1:1 Alexander Hettich; Elfmeterschießen: 1:2 Kevin Winter, Björn Reinhold hält gegen Sebastian Lohse, Candy Walter trifft die Latte, Björn Reinhold hält gegen Tobias Rupprecht, 1:3 Phillip Lyding, Christian Neumann trifft den Pfosten, 1:4 Lars Leymann

Elfmeterschießen um Platz 3
SV Reislingen-Neuhaus – TuS Güldenstern Stade 3:0, Tore: 1:0 Jan Schanda, Matthias Beiler hält gegen Tobias Rupprecht, Pascal Drusch hält gegen Thomas Orth, Sebastian Lohse trifft die Latte, 2:0 Thomas Cyrys, Matthias Beiler hält gegen Christian Neumann, 3:0 Markus Kleemann

Finale
SG Lengede-Woltwiesche – TSV Krähenwinkel-Kaltenweide 0:1 (0:0), Tor: 0:1 Lars Leymann

Die Ehrentafel der SiegerInoffiziell*
1988: VfL Weiße Elf Nordhorn
1989: VfL Stade
1990: SV Ahlerstedt/Ottendorf
1991: HSC Hannover
1992: DJK Sparta Werlte
1993: TSV Achim
1994: VfL Weiße Elf Nordhorn
1995: TSV Isernhagen
1996: Stern Misburg
1997: HSC Hannover

Offiziell
1998: TuS Heeslingen
1999: Olympia Braunschweig
2000: TSV Havelse
2001: TVE Veltenhof
2002: Sparta Werlte
2003: TSV Havelse
2004: HSC Hannover
2005: TSV Helmstedt
2006: SV Broitzem
2007: SV Südharz
2008: BW Langförden
2009: SF Schwefingen
2010: Germania Grasdorf
2011: TSV Krähenwinkel/Kaltenweide
2012: Germania Grasdorf
2013: TSV Helmstedt
2014: TSV Krähenwinkel/Kaltenweide
2015: TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

*= Von 1988 bis 1997 wurde die Meisterschaft in der Altersklasse Ü 32 als Altherren-Supercup-Niedersachsen ausgetragen. Seit 1998 ist sie ein offizieller NFV-Wettbewerb und trägt inzwischen den Titel Krombacher Ü 32-Meisterschaft.

Seite zuletzt aktualisiert am: 12.11.2018

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