Alle eingereichten Journal-Berichte aus 2018

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Seit 19 Jahren die wenigsten Mitglieder im Fußball>>

29 neue Schiedsrichter für den Lüneburger Fußball>>

Bestes Förderauswahlteam kam aus Lüneburg>>

Alaa Hassun ist ein gutes Beispiel für Integration durch Fußball>>

Ehrenamtspreisträger 2017>>

Barendorfer U16-Junioren sorgen für Furore>>

 

23.03.2018

Seit 22 Jahren die wenigsten Mitglieder im Fußball

Fußball-Mitgliederzahlen der letzten 23 Jahre im NFV Kreis Lüneburg

Fußballer verlieren mit 3,9 % die meisten Mitglieder unter den Top 20 Sportarten in Lüneburg

„Elf Freunde müsst ihr sein.“ So soll es einst Sepp Herberger gesagt haben. Aber elf Freunde zu finden, wird immer schwieriger. Zumindest im Nachwuchsbereich der Fußballer. Seit Jahren schwinden die Mitgliederzahlen. Von den elf Top-Sportarten mit mehr als 500 Mitgliedern in Stadt und Landkreis Lüneburg belegt Fußball im letzten Jahr mit 9.206 Mitgliedern noch einen sicheren zweiten Platz hinter den Turnern (15.078), aber mit einem Verlust von 363 Mitgliedern (-3,8%) den letzten Platz der Zu- und Abgänge der Top-Elf Sportarten zum Stichtag 1. Januar 2018. Die Leichtathleten sind mit 1.221 Mitgliedern weiterhin auf Platz sieben, haben aber auch 3,6% Mitglieder verloren. Turnen dagegen konnte mit 429 (+2,93%) und Volleyball (+2,92%) die größten Zuwächse verzeichnen. Das sind die Zahlen, die jetzt der Kreissportbund (KSB) vorgelegt hat.

2008 zählte der NFV Kreis Lüneburg 10.956 Fußball-Mitglieder, seitdem geht es bergab. In neun Jahren 19%. So wenig Mitglieder gab es die letzten 22 Jahre nicht. 1996 war der tiefste Stand mit 8.903 Fußball-Mitglieder im NFV-Kreis Lüneburg.

Der MTV Wittorf hat in den letzten sieben Jahren ca. die Hälfte der Fußballer verloren (2011 = 162, 2018 = 83). Beim Lüneburger SV haben sich die Fußball-Mitglieder in zwei Jahren halbiert. Trotz Bezirksliga Aufstieg sind dem Ochtmisser SV alleine letztes Jahr 22% Mitglieder verloren gegangen. Beim MTV Amelinghausen gibt es seit 2013 schon gar keinen Fußball mehr. Der VfB Goseburg hat sich vom Fußball für die nächste Saison bereits abgemeldet. Vereine wie SV Kaarßen, VfL Stapel oder FC Alt Garge sind gänzlich von der Bildfläche verschwunden.

Größten Verluste seit 8 Jahren

Die größten Verluste der 42 Vereine des NFV-Kreis Lüneburg weisen die Junioren auf. Im letzten Jahr gab es den größten Einbruch der vergangenen acht Jahren. 6,4% des Fußball-Nachwuchses haben die Vereine verlassen. So hat der TuS Erbstorf fast 1/3 des Nachwuchses verloren. Der Lüneburger SV gar 2/3. Nicht umsonst entstehen immer mehr Jugend-Sport-Gemeinschaften. Zur nächsten Saison gibt es eine neue JSG. Die Lüneburger SV und der SC Lüneburg gründen eine JSG Lüneburg.

Aber es gibt auch positives zu berichten. So hat der LSK Hansa in den letzten sechs Jahren einen Mitgliederzuwachs von fast 43% zu verzeichnen gehabt. TuS Erbstorf kann nach den Verlusten der Vorjahre im letzten Jahr einen Zuwachs von 16% aufweisen. Der 2014 neu gegründete SC Lüneburg, der die beiden Folgejahre Zuwächse von über 100% hatte und auch im vorletzten Jahr noch einmal 37% nachlegte, hat im letzten Jahr nur ein einziges Mitglied verloren.

Beim TSV Adendorf macht sich die gute Jugendarbeit auch deutlich bemerkbar. In den letzten drei Jahren stieg die Mitgliederzahl im Fußball von 245 (2015) auf 366 (2018) um fast 50%. Davon sind 282 im Alter von 0-18 Jahren. Der TSV Adendorf liegt im Jugendbereich weit vorne. Ganz knapp hinter dem VfL Lüneburg, der von seinen 385 Fußball-Mitglieder 286 Jugendliche hat. Unangefochten vorn ist und bleibt der MTV Treubund Lüneburg mit 362 Jugendlichen von 515 Fußballern und 7 Fußballerinnen. Hingegen hat die SV Eintracht Lüneburg mehr als die Hälfte (141 von 267) Fußballerinnen. Mit 244 Jugendlichen liegt die SVE auf Rang drei bei den 0- bis 18-Jährigen.

In den letzten acht Jahren verlor der NFV-Kreis Lüneburg rund 15% Fußballer. „Das ist ein Zeichen dafür, dass wir mit unserer Fusion richtig liegen und der Zusammenschluss dringend notwendig ist“, sagt Christian Röhling, der sowohl dem KSB als auch dem NFV Kreis vorsteht. Am 23. Juni werden die Kicker aus den Kreisen Lüneburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg im Heide-Wendland-Kreis aufgehen, der gemeinsame Spielbetrieb soll schon in der kommenden Saison starten.

Bericht und Statistik: Michael Paul

08.03.2018

29 neue Schiedsrichter für den Lüneburger Fußball

Der Lüneburger Kreis begrüßt mit Andreas Trilk, Bennet Witte, Bjarke Lillinger, Dennis Köllmann, Dominik Baum, Erik Soetebeer, Helmut Panknin, Jan Henrik Holdberg, Jan Niklas Luck, Jette Weber, Jonas Benedikt Steickling, Joshua Miller, Kajovi Brüderle, Levin Lübbers, Mohammed Mohammed, Ammar Mubarak, Lukas Stegen, Marcel Trilk, Milan Hahnemann, Mirko Kämpfer, Reelf Martin Benecke, Simon Boeing, Tarek Behrens, Tristan Mildenberger, Michael Mildenberger, Christoph Baum, Mohammed Beeshan, Kai Lühmann und Talg Aljoscha 29 neue Schiedsrichter/in.

Ob 13 oder 55, die Kameradschaft ist toll, egal welches Alter. Diesmal ging die Altersklasse extrem sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung.

Bereits zum vierten Mal seit Amtsantritt im Sommer 2016, organisierten die Lüneburger Schiedsrichterlehrwarte Brian Backhaus und Björn Kowalik einen Anwärterlehrgang.

Ende Januar freuten sich die Lehrwarte, 25 neue Teilnehmer im Johanneum in Lüneburg begrüßen zu dürfen. Unter den Teilnehmern fanden sich neben vielen jungen (die Jüngste war erst 13 Jahre alt), vor allem auch einige Erwachsene und gestandene Fußballerinnen und Fußballer. So wie der 43-jährige Jugendtrainer vom TuS Barendorf, der vor 25 Jahren bereits in Syrien seinen Schiedsrichter-Schein machte. Im Laufe der Wochen kamen sogar noch einige Teilnehmer dazu.

In gerade mal sieben Theorie-Einheiten wurden die Anwärter auf ihre Anwärterprüfung vorbereitet. Die Teilnehmer waren alle sehr interessiert und arbeiteten sehr gut mit, so dass die Lehrwarte den Lehrgang wieder mit viel Spaß durchführen konnten. Auch wenn die Regelkunde natürlich im Vordergrund stand, wurden viele nette Gespräche geführt und in einer angenehmen Atmosphäre gelernt.

Zur Prüfung begrüßten die Lehrwarte Brian Backhaus und Björn Kowalik ganze 31 Teilnehmer. Von diesen 31 bestanden unter der Aufsicht von Bezirks-Lehrwart Martin Zornow ganze 29 und sind nun Schiedsrichter. Zornow gratulierte den Lehrwarten zur guten Vorbereitung auf die Prüfung und staunte nicht schlecht über den Fehler-Schnitt von knapp über 2,5 Fehlern. Fünf Fehler waren erlaubt. Fünf Kandidaten blieben fehlerlos. Die restlichen zwei Teilnehmer werden mit Backhaus und Kowalik noch zu einer Nachhol-Prüfung fahren und dann hoffentlich dort auch bestehen.

Insgesamt war es wieder ein sehr gelungener Lehrgang, der schon Vorfreude auf den nächsten Lehrgang im Sommer macht. Besonderer Dank gilt außerdem dem FC Echem, der kostenfrei sein Vereinsheim zur Verfügung stellte. Der Kreis-Schiedsrichter-Ausschuss wünscht den neuen Kameraden viel Spaß und Freude, aber auch das nötige Durchhaltevermögen bei dem neuen Hobby.

Bestes Förderauswahlteam kam aus Lüneburg

Für die Förderauswahl Lüneburg spielten: Jannis und Malte Neugebauer, Julian Rauer (alle SV Scharnebeck), Per Lasse Schmidt, Mika Schönke (beide TSV Gellersen), Mika Herrmann, Jannes Stahl (beide JSGlmenautal), Lorent Smajli (VfL Lüneburg), Tom Schamott (JSG Roddau), Jalal Saeed, Melvin Eckhardt (beide MTV Treubund Lüneburg) Trainer: Philipp Meyer (TSV Bienenbüttel)

In der Nord-Heide-Halle, Spielstätte der Damenhandball - Bundesligamannschaft, zeigte die Förderauswahl 2006 (U11) eine prima Leistung und wurde erst im Finale durch den neuerlichen Titelträgers des Talentteams von SV Werder Bremen gestoppt. Im Herbst landete das Team auf dem Feld noch auf einem abgeschlagenen elften Platz. Nach intensiven Trainingseinheiten waren die Jungs mit dem Futsal deutlich reifer und erfolgreicher. Neben den Förderauswahlen aus Harburg (Team 1 +2) und Rotenburg waren SV Werder Bremen, der TSV Havelse, FC St.Pauli und der 1.FC Union Berlin der Einladung gefolgt. Die Zuschauer sahen hochklassige, schnelle Ballstaffetten mit diversen Tricks, für die es Applaus auf offener Szene gab.

Die FAW Lüneburg startete gegen den SV Werder Bremen ohne dass Tore gefallen waren, selbst erstaunt über die eigene, motivierte Vorstellung. Im folgenden, überlegen geführten Gruppenspiel wurde der TSV Havelse durch einen strammen Linksschuß von Mika Herrmann (JSG Ilmenautal) mit 1:0 bezwungen. Das gleiche Ergebnis folgte gegen die FAW Harburg. Jalal Saeed (MTV Treubund Lüneburg) hatte mit einem überlegten Pass den Torschützen Per Lasse Schmidt (TSV Gellersen) bedient. Ohne Gegentor wurden die Lüneburger Gruppensieger und stießen im Halbfinale auf den FC St.Pauli. Spielwitz und exzellente Ballbehandlung trafen auf Leidenschaft und Laufbereitschaft. Lüneburg hielt sich auch in diesem Match in der Defensive schadlos - Dank eines überragenden Melvin Eckhardt (MTV Treubund Lüneburg) im Tor!

Im Siebenmeterduell zahlte sich dieser Vorteil aus. Mika Schönke (TSV Gellersen) und Jannes Stahl (JSG Ilmenautal) verwandelten sicher und Lüneburg stand (als Titelverteidiger) des Vorjahres im Finale. Hier zeigte sich, wie anstrengend der Turnierverlauf gewesen war. Mit 3:0 behielt der SV Werder Bremen verdient die Oberhand. Im Team der Grün-Weißen stand mit Pekka Mittermaier ein weiteres Lüneburger Talent (MTV Treubund Lüneburg). Glückwunsch!

Bericht und Foto Dirk Bublitz

20.12.2017

Alaa Hassun ist ein gutes Beispiel für Integration durch Fußball

Bildunterschrift: Erfolgreich halten die Spieler vom FC Dynamo Lüneburg (h. l. 2., 3., 4., 7., 8. und v. l. 4. u. 5.), vom TSV Bardowick (u. l.), TuS Barendorf (h. l. 5. u. 6.) und LSK II (r. außen) ihre Zertifikate in den Händen

socceR(EFUGEE)coach-Lehrgang mit 16 Teilnehmern

Im zweiten Anlauf hat es nun geklappt. In Lüneburg wurden 16 Flüchtlinge aus aller Welt zu Co-Trainern und Betreuern ausgebildet und haben ein „SRC“-Zertifikat erworben. „NFV socceR(EFUGEE) coach“ ist das Schlagwort und eine fußballspezifische Qualifizierung für geflüchtete Menschen. Die durch die praxisorientierte Ausbildung erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse sollen dabei helfen, die Flüchtlinge schnell und reibungslos in die Vereine zu integrieren. Einfache Inhalte stehen in dem Viertagesseminar auf dem Stundenplan wie zum Beispiel Übungen zum Aufwärmen, der Koordination, Kondition, Technik und Taktik. Zudem werden den Teilnehmern unterschiedliche Trainingsphilosophien und ein Eindruck des hierzulande gewählten Ansatzes vermittelt, um einen Einblick in die Vereinsarbeit zu gewähren.

Während im September die Qualifizierung im Freien auf keine große Resonanz stieß und deshalb ausfallen musste, sah es im Dezember in der Halle ganz anders aus. Der FC Dynamo, der sich in der Vergangenheit schon mehrfach durch engagierte Flüchtlingshilfe ausgezeichnet hat, half bei der Organisation und stellte auch gleich die Hälfte der 16 Teilnehmer. Zudem waren Aktive aus den Vereinen TSV Bardowick, Lüneburger SK Hansa und TuS Barendorf anwesend. Alaa Hassun vom FC Dynamo Lüneburg meinte zum Lehrgang: „Ich habe hier so viel gelernt – zum Beispiel darüber, dass man nicht einfach stehenbleibt, wenn man den Ball nicht hat.“ Der 23-jährige Syrer ist ein gutes Beispiel für Integration durch den Fußball. Vor drei Jahren gekommen, spricht er inzwischen fließend Deutsch und macht eine Lehre zum Elektrotechniker. Oder Mohammad Mohammad (42), als Jugendtrainer beim TuS Barendorf tätig, hat in Syrien eine Trainer- und Schiedsrichterlizenz erworben, muss aber in seiner neuen Heimat fast bei null anfangen: „Hier habe ich gelernt, dass man mit Kindern anders umgeht als mit Erwachsenen.“

Jürgen Huth, Lehrgangsleiter im Auftrag des NFV, möchte vermitteln, dass im modernen Fußballtraining nicht mehr nur gelaufen oder aufs Tor geschossen wird. „Wenn man Pech hat, kommt man in einer Stunde nur dreimal ran.“ Mit einfachen Mitteln versucht er die Spieler in Bewegung zu halten.

Nurka Casanova, Mitarbeiterin des Kreissportbundes Lüneburg, organisierte die Räumlichkeiten und der FC Dynamo sorgte an allen vier Tagen für die entsprechende Verpflegung. Dynamo-Vorsitzender Jens Niemann zog ein positives Resümee: „Der Kurs war abwechslungsreich – neben aktiven Elementen kamen auch diverse theoretische Teile vor. Den Beteiligten hat es Spaß gemacht. Alle 16 Teilnehmer haben viel gelernt und nehmen dies für sich und ihre Vereine mit.“

Die Ausbildung zum „NFV socceR(EFUGEE)coach“ ist wie das pflanzliche Anti-Infektivum „Umckaloabo“. Unaussprechlich, aber ausgesprochen gut. Aus Flüchtlingen werden Trainer. Bereits elf Mal wurde die vom Landes- SportBund (LSB) Niedersachsen geförderte Coach-Ausbildung in den beiden vergangenen Jahren durchgeführt. Das Projekt „Soccer Refugee Coach“ wurde im März 2016 vom NFV gemeinsam mit dem LSB initiiert. Seitdem haben bereits über 100 Teilnehmer erfolgreich an den Lehrgängen teilgenommen und das „SRC“-Zertifikat erworben. Im nächsten Jahr soll das Projekt fortgesetzt und auf landesweit zwölf Lehrgänge erweitert werden. Nurka Casanova ist zuversichtlich, dass sie für 2018 noch einmal zusammen mit dem Verein FC Dynamo Lüneburg eine Qualifizierungsmaßnahme für Geflüchtete anbieten kann.

Bericht: Michael Paul, Foto: Nurka Casanova

Niklas Breese rettete Adendorfer Herrenbereich vor dem Kollaps

Starkes Ehrenamt, hinten von links: Roman Schuller (Kreisehrenamtsbeauftragter), Max Henke (Ochtmisser SV), Christian Röhling (Kreisvorsitzender), Andreas Hellmig (SV Karze) Tom Richter (MTV Treubund Lüneburg). Vorne: Alexander Brilz (TSV Adendorf), Matthias Bielau (TSV Gelleren), Niklas Breese (TSV Adendorf), Frank Eschen (Ochtmisser SV), Matthias Gwenner (Thomasburger SV).

Der NFV-Kreis Lüneburg stellt zum 20-jährigen Jubiläum der DFB-Aktion Ehrenamt wie in jedem Jahr einen Ehrenamtspreisträger. Ob es auch im nächsten Jahr wieder einen Sieger aus Lüneburg geben wird, ist allerdings ungewiss. Denn unter dem neuen Kreis Heide-Wendland müssen die Kreise Lüchow-Dannenberg, Lüneburg und Uelzen sich ab Sommer 2018 dann auf eine Preisträgerin oder einen Preisträger einigen.

Ehrenamtspreis an Frank Eschen – Starkes Fair Play von Tom Richter

Für 2017 fiel die Wahl auf Frank Eschen (54) vom Ochtmisser SV, der in Adendorf als 21. Lüneburger Ehrenamts- Kreissieger ausgezeichnet wurde. Niklas Breese (20) vom TSV Adendorf wurde zum „Fußballhelden“ ausgerufen.

Vor 40 Jahren übernahm Frank Eschen bei der Freien Sportvereinigung Lüneburg, die später in die Lüneburger Sportvereinigung (LSV) überging, eine Jugendmannschaft als Co-Trainer und Betreuer. Mit 18 Jahren gewann er seine erste Meisterschaft als Spielertrainer der A-Jugend. Es folgten Ämter als Jugendleiter und Obmann. Große Anerkennung bekam er als es ihm gelang, 220 LSV-Kinder dank vieler Sponsoren mit einheitlichen Trainingsanzügen auszustatten. 2009 wechselte der Steuerberater zum Ochtmisser SV und baute als Trainer eine 2. Herrenmannschaft auf. Auch hier übernahm er den Posten als Fußball- und Jugendobmann und stellte die Jugendabteilung mit neuer Führung auf. Scheinbar ist ihm das aber noch zu wenig, denn er ist auch bei den Schützen im Vereinsvorstand tätig.

Zum dritten Mal wurde der Fußballheld (Aktion junges Ehrenamt) ausgezeichnet. Der Preisträger, Niklas Breese, gehört zu einem der wesentlichen Aktivposten innerhalb der Fußballabteilung des TSV Adendorf. Er ist ein junger Herrenspieler, der eine Jugendmannschaft des Vereins als Trainer ausbildet und betreut. Darüber hinaus ist er als Schiedsrichter und Führungsfigur auf und neben dem Platz tätig. Wo Hilfe benötigt wird, packt Niklas nicht nur selbstlos mit an, sondern überzeugt andere, seinem Beispiel zu folgen. 2015, in seinem letzten Jahr als Jugendspieler, stieg er mit seiner Mannschaft in die Landesliga auf, ehe eine große sportliche und organisatorische Krise die Fußballabteilung erfasste und diese beinahe zur Auflösung führte. Breese verzichtete auf einen erfolgreichen Abschluss seiner Jugendspielerzeit in der Landesliga und rettete mitten im Abitur zusammen mit anderen U 19-Spielern den Herrenbereich vor dem sportlichen Kollaps.

Für sein faires Verhalten wurde Tom Richter (22) vom MTV Treubund Lüneburg II anlässlich der DFB-Aktion „Fair ist mehr“ ausgezeichnet. Der Bezirksligist hatte im Derby beim TSV Bardowick das vermeintliche 3:3 durch einen Fernschuss erzielt, die Gastgeber reklamierten jedoch auf Abseits. Richter, der schon die beiden MTV-Treffer zuvor erzielte, gab auf Anfrage des Schiedsrichters sofort zu, dass er den Ball in Abseitsstellung noch berührt hatte – folglich wurde das Tor nicht gegeben. Bardowick legte noch einen drauf und gewann am Ende 4:2. Tom Richter hat mit seinem Team das Abstiegsduell zwar verloren, doch jede Menge Sympathien gewonnen.

Foto und Bericht: Michael Paul

08.12.2017

Barendorfer U16-Junioren sorgen für Furore

Die Aufsteiger der U16 TUS Barendorf
Hinten von links: Trainer Achim Müller, Lukas Schlikis, Alec Grimm, Colin Gertz, Jan-Luca Müller, David Kufal, Mohamed Zaiour, Ben Bödeker, Nico Kautz, Tom Stachowski, Marvin Vinke und Trainer Andree Schlikis
Vorne von links: Henri Müller, Ben Schmalenberg, Tristan Mildenberger, Dennis Dänemark, Eric Siggelkow, Erik Soetebeer, Danil Barbei. Es fehlt: Julius Kemper


Nachdem im Frühjahr das Triple in der Altersklasse U15 (Futsal-Hallenkreismeister, Kreisligameister und Kreispokalsieger) gewonnen werden konnte, krönten die TuS-Jungs das Kalenderjahr mit dem 1. Platz in der Hinrunde der U16-Kreisliga. Die Bilanz: 9 Siege und ein Unentschieden. Dies bedeutet die Teilnahme an der Bezirksligaqualifikation.

Text und Foto: Andree Schlikis

Seite zuletzt aktualisiert am: 12.11.2018

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