23.10.2014

Lüneburger Schiri-Talente auf dem Vormarsch

Hinten v. l. n. r.: Fabian Rost (Ochtmisser SV), Claas Wiegel (TSV Gellersen), Jakob Berling (SV Eintracht Lüneburg), Joel Lenzen (MTV Handorf), Mazdak Saberi (TSV Adendorf), Jona Stammwitz (MTV Treubund Lüneburg), Luca-Jan Dierks (VfL Bleckede); vorne v. l. n. r.: Leiter Louis Mourier (SV Eintracht Lüneburg), Nils Hackbarth (TSV Gellersen), Mark Schieck (TSV Adendorf), Celina Böhm (SV Eintracht Lüneburg), Efdal Yasa (MTV Treubund Lüneburg), Malte Thiemann (TSV Gellersen), Leiter Tobias Helwig (FC Heidetal). Es fehlen: Peco Matthies (TSV Bardowick) und Robert Lazo-Garcia (MTV Treubund Lüneburg).
Hinten v. l. n. r.: Fabian Rost (Ochtmisser SV), Claas Wiegel (TSV Gellersen), Jakob Berling (SV Eintracht Lüneburg), Joel Lenzen (MTV Handorf), Mazdak Saberi (TSV Adendorf), Jona Stammwitz (MTV Treubund Lüneburg), Luca-Jan Dierks (VfL Bleckede); vorne

Nachdem die Betreuung für junge Kollegen bei ihren Spielen als Fußballschiedsrichter schon seit einiger Zeit durch den Kreis-SR-Ausschuss (KSA) intensiviert wurde, wagen die Lüneburger Unparteiischen den nächsten Schritt. Ex-DFB-Schiri Tobias Helwig (FC Heidetal) und Landesliga-Referee Louis Mourier (SV Eintracht Lüneburg) kümmern sich ab sofort um den SR-Talentkader, in den 14 junge Unparteiische zwischen 15 und 21 Jahren nominiert wurden, um durch diese besondere Schulung das Rüstzeug zu bekommen, in den nächsten Jahren erfolgreich als Schiedsrichter in höheren Klassen aktiv zu sein.

Kreis-Schiri-Obmann Falko Meyer (TuS Barendorf): „Wir sind derzeit in der komfortablen Situation, über recht viele junge Unparteiische zu verfügen, die erfolgshungrig sind und über das notwendige Potenzial verfügen, die Lüneburger Schiedsrichter über die Kreisgrenzen hinaus positiv vertreten zu können. Die besondere Förderung dieser jungen Kollegen soll auch ein Anreiz und Perspektive für weitere Jungschiedsrichter sein, sich für diesen Kader zu qualifizieren.“

Chef im Ring ist eine junge Dame: Celina Böhm (17) von der SV Eintracht leitet bereits Spiele in der Frauen-Oberliga, der vierthöchsten deutschen Frauen-Spielklasse. Dazu gehören mit dem Adendorfer Mark Schieck und Fabian Rost (Ochtmisser SV) zwei Lüneburger bereits dem Talentkader des Bezirkes an.

Das Training findet einmal im Monat beim TSV Bardowick statt, der freundlicherweise sein Gelände dafür zur Verfügung stellt. Selbstverständlich wird weiter nach förderungswürdigem Nachwuchs Ausschau gehalten, der ggf. in den Kader berufen werden kann und dann auch am Training in Bardowick teilnehmen darf.

Bericht: Oliver Vogt, Foto: Erwin Sawert

19.10.2014

Lüneburg gewinnt den Leistungsvergleich der Förderauswahlen

Bereits zum 5. Mal schickte die Lüneburger Talentschmiede eine neue Förderauswahlmannschaft (Jahrgang 2004) zum Leistungsvergleich ins Rennen. Und nach 2011 und 2012 wurde das „heimische“ Turnier nun schon zum 3. Mal gewonnen. 2010 und 2013 wurde sie „nur“ Zweiter. Nicht ganz heimisch, denn die Lüneburger konnten nicht auf dem VfL Platz antreten und mussten nach Bienenbüttel ausweichen. Erstmalig nahm der Kreis Cuxhaven am Leistungsvergleich teil und wurde gleich Zweiter. Dafür fehlte der letztjährige Letzte Uelzen, sicherlich nicht deswegen.

Obwohl Osterholz als Gruppenerster aus drei Spielen mit 7:0 Toren und neun Punkten als Favorit in die Endrunde ging, sprang am Ende „nur“ Platz vier heraus. Dafür verlor Neuling Cuxhaven gleich sein erstes Spiel mit 0:2 gegen Lüneburg, doch am Ende standen sich beide im Endspiel wieder gegenüber. 0:0 stand es nach regulärer Spielzeit. Jetzt stellte sich heraus, dass Lüneburgs Fördertrainer Dirk Bublitz ein glückliches Händchen hatte, als er 30 Sekunden vor Schluss seinen Keeper Ben Reinhardt ins Spiel brachte. Reinhardt hielt prompt den ersten Neunmeterschuss von Cuxhaven. Während Liam Krümmnitz und Devran Cetin für Lüneburg verwandelten, gab es auf Cuxhavener Seite noch ein Fehlschuss, sodass die Entscheidung schon vorzeitig feststand und der dritter Schütze (Thore Hansen) nicht mehr antreten musste.

Die weiteren Plätze belegten die Mannschaften: 3. Heidekreis, 4. Osterholz, 5. Rotenburg, 6. Harburg, 7. Stade und 8. Lüchow-Dannenberg. Karsten Brammer (Beauftragter für Talentsichtung) bedankte sich im Namen des Lüneburger Lehrausschusses beim Organisationsteam des TSV Bienenbüttel um Norbert Schulze und Andreas Blümke für die Ausrichtung des Turniers und die Bewirtung der zahlreichen Freunde des Jugendfußballs, sowie bei allen teilnehmenden Auswahlmannschaften für die gezeigten Leistungen und hofft, dass er die die Kreise Verden und Celle auch einmal begrüßen kann.

Ergebnisse und Fotos gibt es hier>>

Bericht und Foto: Michael Paul

Für Lüneburg spielten: Tammo Aue, Jonathan Kratz, Ben Reinhardt (alle MTV Treubund Lüneburg), Hannes Bruns, Mika Bunjes, Cetin Devran, David Krebs, Lasse Martin (alle TSV Adendorf), Marc-Niclas Dühring (SV Scharnebeck), Thore Hansen (JSG Ilmenau/Wendisch Evern), Liam Krümmnitz (VfL Lüneburg), Moritz Ruschke (MTV Handorf) und Jarne Zimmermann (SV Göhrde). Betreut wurde die Mannschaft von Dirk Bublitz und Philipp Meyer. Die Tore wurden von Devran Cetin (4), Marc-Niclas Dühring (3), Liam Krümmnitz (2), sowie Hannes Bruns und Tammo Aue (je 1) erzielt.
Für Lüneburg spielten: Tammo Aue, Jonathan Kratz, Ben Reinhardt (alle MTV Treubund Lüneburg), Hannes Bruns, Mika Bunjes, Cetin Devran, David Krebs, Lasse Martin (alle TSV Adendorf), Marc-Niclas Dühring (SV Scharnebeck), Thore Hansen (JSG Ilmenau/Wendi

30.09.2014

Wieder Junioren-Regio-Fußball in Lüneburg

Gunnar Haisel steigt am höchsten und überköpft HSV Kapitän Jonas Simon Vergin zum 1:4 Ehrentreffer. MTV-Kapitän Ole Cloppenburg (11) und Malte Meyer (12.) können nur staunen.
Gunnar Haisel steigt am höchsten und überköpft HSV Kapitän Jonas Simon Vergin zum 1:4 Ehrentreffer. MTV-Kapitän Ole Cloppenburg (11) und Malte Meyer (12.) können nur staunen.

Nach dem Aufstieg der Herren des Lüneburger SK Hansa in die Regionalliga Nord, gibt es auch im Juniorenbereich wieder Regio-Fußball in Lüneburg zu sehen. Als B-Junioren Niedersachenmeister ist dem MTV Treubund Lüneburg mit dem Jahrgang 1997 der direkte Aufstieg in die Regionalliga Nord gelungen. Vor zwei Jahren wurde der 97er Jahrgang schon mal Niedersachsenmeister, bei den C-Junioren. Wie damals konnten jedoch die Sieger nicht davon profitieren und wechselten in den höheren Jugendbereich. So spielte der 1998er Jahrgang damals in der höchsten C-Junioren Klasse Regionalliga Nord. Und auch jetzt profitiert der 98er Jahrgang vom Erfolg des älteren Jahrgangs, die jetzt A-Junioren Niedersachsenliga spielen. Immerhin ist das 98er-Team nach dem Abstieg aus der C-Regionalliga Bezirksmeister geworden und hätte dieses Jahr in der Niedersachsenliga gespielt. Nun ist es wieder Regionalliga geworden. Zur Freude von TV Meckelfeld. Der TV stieg als Tabellenzweiter dafür in die Niedersachsenliga auf.

Dieses Jahr soll der Regionalliga-Fußball jedoch erfolgreicher laufen, als vor zwei Jahren, als der direkte Abstieg aus C-Junioren Regionalliga Nord nicht verhindert werden konnte. Nicht zuletzt, weil der Bundesliga Nachwuchs mit den 1. Mannschaften in der Bundesliga spielt. Ein 3:3 nach 0:3 Rückstand im ersten Spiel bei der JFV Nordwest brachte schon mal Selbstvertrauen. „Fast alle Spieler haben Regionalliga-Erfahrung und sind gereift“, so Trainer Oliver Haase. Als Trainer-Trio baut er mit Herren-Trainer Olaf Lakämper und Sören Trumann auf eine starke Defensive.

Nach zwei Spielen sah es aber ganz anders aus. „Wir müssen an der Defensivarbeit feilen, acht Gegentore in zwei Spielen sind deutlich zu viel", kritisierte Lakämper die Situation nach der 1:5 Heimpleite gegen die U 16 des Hamburger SV. Im zweiten Heimspiel gegen den Bremer Mitaufsteiger Blumenthaler SV gab es aber das erste Erfolgserlebnis.

Unterstützt wird der ehemalige Landesliga-Kader durch die 98er-Spieler Malte Meyer, Noah Barth und Fabian Karsten, die bei den 97er letztes Jahr mitgespielt haben und Niedersachsenmeister wurden, sowie Timo Müller, der vom HSV wieder zurück kam. Allerdings trauert der MTV um ihren 99er-Stammkeeper Niclas Kühn. Der ging zu den U 16-Junioren des HSV. Am 2. Spieltag gab es gleich ein Wiedersehen mit ihm, auch wenn er nur auf der Ersatzbank Platz nehmen durfte. Aber mit Carlo Fraenkel (TV Jahn Schneverdingen) und Feith Menke (VfL Lüneburg) haben die „Turner“ guten Ersatz gefunden.

Die Stärke des 20-Mann umfassenden Kaders ist der Teamgeist und darauf bauen die Trainer um das Ziel Klassenerhalt zu realisieren.

Bericht und Foto: Michael Paul

25.09.2014

HSV-Profi Beister im Vorstand

Das am 1. Dezember 2013 gegründete Team des Sport Club Lüneburg mit dem 1. Vorsitzenden Hans-Otto Jurischka (Letzter unten rechts) und dem 2. Vorsitzenden Reiner Beister (Vorletzter oben rechts)
Das am 1. Dezember 2013 gegründete Team des Sport Club Lüneburg mit dem 1. Vorsitzenden Hans-Otto Jurischka (Letzter unten rechts) und dem 2. Vorsitzenden Reiner Beister (Vorletzter oben rechts)

In Lüneburg startet in der 2. Kreisklasse ein neu gegründeter Verein erfolgreich in seine erste Saison. Sechs Siege bei 40:1 Toren, so die Bilanz des Sport Club Lüneburg 2014 e. V nach sechs Spielen. So soll es auch sein, denn das klare Ziel heißt Aufstieg. Der SC Lüneburg ist Topfavorit, so sehen es die anderen Trainer. Das mag zwar alles sehr unspektakulär klingen, doch wenn man die Namen der Gründungsmitglieder hört, wird man hellhörig. Unter ihnen ist kein geringerer als der HSV-Profi Maximilian Beister. Das ein aktiver Fußballprofi ein offizielles Vorstandsamt ausübt, ist eine absolute Seltenheit. 1997 – 2005 war der Kölner Torjäger (Vize-Torschützenkönig 1997) Toni Polster auch Präsident beim Kölner Kreisligist SV Weiden.

Maximilian Beister und Tim Jurischka haben zusammen in der C-Jugend unter Vater Hans-Otto Jurischka beim VfL Lüneburg trainiert. Die beiden Jungs und andere Kumpels hatten die Idee einen neuen Verein zu gründen gehabt. Die Väter gefragt und schon stand mit Hans-Otto Jurischka, der Trainer beim MTV Handorf und Lüneburger SK II war, als 1. Vorsitzende fest. Den Vorstand komplettieren Rainer Beister, der vor allem fürs Finanzielle zuständig ist, sowie dessen Sohn, HSV-Profi Maximilian Beister, der dem SCL bereits überregionale Schlagzeilen beschert hat.

Trainer des neuen Vereins ist der ehemalige Libero Markus Harms, der bis 2007 als Oberligaspieler für den Lüneburger SK auflief. Das Team besteht zum großen Teil aus Spielern die in der Jugend unter Jurischka beim VfL trainiert haben, gingen dann mit dem Trainer zum MTV Handorf und später zum LSK II. Aber auch aus vielen anderen Vereinen setzt sich der 21-Mann-Kader zusammen. Fast alle haben höherklassige Erfahrungen bis zur Oberliga, wo Lars Jurischka für Maschen auflief. Nun ziehen sie ihr eigenes Ding durch.

Bildunterschrift: Das am 1. Dezember 2013 gegründete Team des Sport Club Lüneburg mit dem 1. Vorsitzenden Hans-Otto Jurischka (Letzter unten rechts) und dem 2. Vorsitzenden Reiner Beister (Vorletzter oben rechts).

Bericht: Michael Paul,  Foto: Erwin Sawert

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23.09.2014

VfL Lüneburg hat neues Logo

Im 120. Jahr präsentiert sich der VfL Lüneburg mit neuem Logo. Als Arbeiterturnerschaft Lüneburg (ATL) 1894 gegründet, hat er den Namen Verein für Leibesübung (VfL) seit 1960, als der Zusammenschluss mit VfL Grün-Weiß Lüneburg von 1949 erfolgte. Die Sparte Fußball kam erst 1973 wieder dazu. 1923 trennte sich die Fußballabteilung des ATL und gründete die Freie Sportvereinigung Lüneburg (FSL). 1973 gab es eine Spielgemeinschaft mit einem kleinen Goseburger Sport-Verein von 1928 (GSV), der ab 1954 dann Verein für Ballspiele (VfB Lüneburg) hieß und 1976 mit dem VfL Lüneburg fusionierte.

Der VfL Lüneburg stellt jetzt mit 23 Fußball-Mannschaften, davon 18 Juniorenmannschaften, nach dem MTV Treubund Lüneburg (27) die meisten Fußball-Teams eines Vereins in und um Lüneburg bereit.

Nun trennt man sich von der Burg im Wappen. „Die neuen Medien verlangen heute klare und prägnante Formen und keine verpixelten Bilder“, so die Aussage von Vizepräsident Jürgen Harms.

Der Lüneburger Großverein will im Außenauftritt endlich auf Augenhöhe mit seinem Sportangebot und dem neuem Logo regional und überregional auftreten.

Bericht: Michael Paul

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01.09.2014

Rechtsextremismus in Fußballstadien

Was stimmt nicht mit uns Deutschen? So titelte eine große Sonntagszeitung und brachte einige Beispiele:

„Wir wollen eine Vielfalt an Vereinen, sind jedoch zu faul, uns ehrenamtlich zu engagieren.“, „Wir tun ach so tolerant beim Thema Homosexualität, aber "schwul" ist nach wie vor DAS Schimpfwort auf dem Schulhof."

Ich füge noch einen hinzu: "Wir wollen keine NPD und Rechtsradikalen, auch nicht im Fußball, aber interessieren uns nicht für das Thema."

So hat zumindest Organisator Markus Panning den Eindruck, was den Besuch der Ausstellung "Vielfalt im Fußball" in der Schule Marienau (Dahlenburg) betrifft. Sein Fazit war: „Die Ausstellung wurde vorrangig von aktuellen oder ehemaligen Schülern besucht, die ein durchweg positives Feedback gaben. Etwas anders verhielt es sich leider mit Personen, die wir hier erstmalig als Gäste willkommen heißen wollten. Es gab lediglich ein Jugendverein, der die Ausstellung besucht hat.“

Sportjournalist Ronny Blaschke eröffnete im Mai in der Schule Marienau die Ausstellung, die bis Ende Juni ging, mit einem Vortrag über Rassismus in den Fußballstadien.

Die Idee der Ausstellung kam im Rahmen der UNESCO-Projektwoche „Vielfalt macht uns stark“. Da der Schulpsychologe Panning ein Fußballfan ist, wurden die Themen: Rassismus in den Fußballstadien, Verbot und Entwicklung des Frauenfußballs, jüdische Fußballer im Nationalsozialismus und Homophobie im Sport schnell in eine Ausstellung „Vielfalt im Fußball“ verankert.

Der einstündige Präsentationsvortrag von Blaschke bezog sich hauptsächlich auf sein Buch „Angriff von Rechtsaussen“ und zeigte auf wie Rechtsextreme sich zeigen und verhalten. Rechtsextreme missbrauchen die Volksbewegung Fußball, um ihre menschenverachtenden Ansichten zu verbreiten. Die NDP wirbt in Fanszenen Mitglieder und rekrutiert dort Wählerstimmen. Kaum ein Wochenende vergeht ohne rassistische Gesten in Fußballstadien. "Fußball zieht viele Leute an, deshalb nutzen ihn Rechtsextreme. Im Fußball macht es Spaß, bei Rivalitäten Grenzen zu ziehen", stellte Blaschke gleich zu Beginn seines Vortrags heraus. "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" bahne sich im Fußball leichter ihren Weg in die Öffentlichkeit als in Beruf oder Schule. "Wichtige Elemente sind dabei die Abgrenzung vom Gegner, Männlichkeit, Provokation. Das kann harmlos sein, aber wenn man es weiterdenkt, wird es gefährlich", mahnte Blaschke.

In der Ausstellung wurde auch über Julis Hirsch berichtet. Der jüdische Nationalspieler wurde 1943 in Auschwitz ermordet. Heute wird zu seinem Gedenken der Julius-Hirsch-Preis jährlich gegen Rassismus verliehen. Letztes Jahr bekam ihn Ronny Blaschke. Der 33-Jährige kommentierte Versäumnisse auch von Sportjournalisten im Kampf gegen Rassismus. Unter anderem in seinem Buch „Angriff über Rechtsaußen“. Der Kreis schließt sich.

Bericht und Foto: Michael Paul

Mehr Infos zum Thema

 

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Bildunterschrift: Oranisator Markus Panning, Schüler und Schiedsrichter Max Hirsch und Journalist Ronny Blaschke (v. l.)
Bildunterschrift: Oranisator Markus Panning, Schüler und Schiedsrichter Max Hirsch und Journalist Ronny Blaschke (v. l.)

04.08.2014

Regionssieger U10-Junioren MTV Treubund Lüneburg

Als Sieger des Sparkassen-Fußball-Cup-Regionsturniers (LG/DAN/UE) sind die U10-Junioren des MTV Treubund Lüneburg durch ein 3:2 Finalsieg im Achtmeterschießen (0:0) über Teutonia Uelzen hervor gegangen und nahmen am Endrundentunier (19. Juli) in Barsinghausen teil. Dort war allerdings nichts zu holen. Drei Spiele drei Niederlagen bei 1:9 Toren und Platz 15 von 16 Teilnehmern.

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Von oben links : Torben Winkelmann , Trainier Mirko Meyer , Tim Heitbrock , Niklas Rudzinski , Enno Schröder , Trainier Tom Richter , Robin Neumann. Von unten links: Marvin Neumann , Ben Peucker , Jonas Wünsche , Janek Dziedzianowicz. Torwart vorne : Luca Fischer. Foto: M. Paul
Von oben links : Torben Winkelmann , Trainier Mirko Meyer , Tim Heitbrock , Niklas Rudzinski , Enno Schröder , Trainier Tom Richter , Robin Neumann. Von unten links: Marvin Neumann , Ben Peucker , Jonas Wünsche , Janek Dziedzianowicz. Torwart vorne : Lu

01.07.2014

Rottorf und Radbruch werden Roddau

Jeder der in den Ort fährt, sieht es sofort.
Jeder der in den Ort fährt, sieht es sofort.

Ein Bruch geht durch den TSV Radbruch. Der TSV kehrt dem NFV-Lüneburg den Rücken und geht zusammen mit dem MTV Rottorf neue Wege. Was die Jugendabteilungen der Fußballverein TSV Radbruch und MTV Rottorf schon vor acht Jahren als JSG angefangen haben – hier spielte auch der MTV Handorf noch mit -, haben die Erwachsenen jetzt fortgeführt. Beide Vereine haben sich zusammengeschlossen und den FC Roddau 2014 aus der Taufe gehoben. Die Damen- und Herrenmannschaften werden ab Sommer 2014 in den Ligen des Landkreises Harburg spielen.

Die Entscheidung zugunsten der Harburger ist relativ schnell gefallen. Als Randgemeinde wurde 1932 Radbruch eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Harburg und haben dort auch Fußball gespielt. 1974 wurde es durch die Gemeindereform Teil der Samtgemeinde Bardowick und des Landkreis Lüneburg. Aber 40 Jahre Fußball sind eine lange Zeit und der Abschied hat bei den Lüneburgern kein Bruch, aber ein Knick hinterlassen.

Jugendobmann Arne Pohrt meint: „Man wird uns vermissen, so war es zumindest zwischen den Zeilen oft zu hören, auch wenn es kaum einer einfach so offen zugeben wollte. Durch unsere kultivierte Art Fußball zu spielen und unser stets diszipliniertes Auftreten haben wir uns wohl doch mehr Freunde gemacht als erwartet – darüber waren wir uns so nicht im Klaren! Auch wir werden euch vermissen, denn meistens hat es Spaß gemacht gegen und mit euch zu kicken.“

Lüneburg sagt: Auf Wiedersehen, Harburg sagt: Herzlich Willkommen.

Bericht und Foto: Michael Paul

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02.07.2014

Endspiel mit zwei Siegern

Großer Jubel beim TuS Erbstorf nach erstmaligem Kreispokalsieg seit 34 Jahren
Großer Jubel beim TuS Erbstorf nach erstmaligem Kreispokalsieg seit 34 Jahren

Im zweiten Endspiel hat es geklappt. Der TuS Erbstorf gewinnt nach 34 Jahren wieder mal den Krombacher-Kreis-Pokal. Im Vorfelde wurden die beiden „Endspiele“ mit Argusaugen bewertet. Da bot sich für die Erbstorfer doch plötzlich die Möglichkeit zur Vize-Meisterschaft und somit die Relegation und Aufstieg in die Bezirksliga, obwohl das Thema schon längst ad Acta gelegt wurde. Denn der MTV Treubund Lüneburg II, der vom 21. bis 25. Spieltag gar Spitzenreiter der Kreisliga war, rutsche nach sechs Spielen mit nur zwei Siegen ab und war vor dem letzten Spieltag punktgleich mit den Erbstorfer auf dem zweiten Platz. Hier nutzen die Lüneburger jedoch ihren Heimvorteil und gewannen 3:2 gegen den TuS das erste „Endspiel“.

„Wenn wir die Relegation schaffen, kann Erbstorf meinetwegen den Pokal habe“, waren die Worte des MTV-Trainers Ulf Henning noch vor dem letzten Punktspiel. Und das taten die Erbstorfer dann auch fünf Tage später und hatten was in den Händen. Nicht wieder zu erkennen waren die Erbstorfer, deren Fans zu Fuß die vier Kilometer zum Sportplatz des Eisenbahner Sportverein (ESV) Lüneburg pilgerten. Zu jeder Zeit hatten sie den Vize-Kreismeister im Griff und gewannen vor 600 Zuschauern mit 2:0 das zweite Endspiel. Eine besondere Brisanz lag noch darin, dass der TuS-Trainer Marco Meurer Angestellter bei dem MTV-Trainer in der Henning-Gruppe ist und ihm die Revanche gegen seinen Chef gelang.

Da wäre es doch besser gewesen, wenn hier wie in der Landesliga gewertet wäre, dachten wohl die Treubunder. Dort trafen Meister Teutonia Uelzen im Nachholspiel auf den SV Blau Weiß Bornreihe. Uelzen kehrte nach einem 3:1 Sieg als Meister und Pokalsieger aus dem Teufelsmoor heim. Da kein zusätzlicher Termin gefunden wurde, einigten sich alle Beteiligten, dass das Ergebnis aus der Meisterschaft auch für das Bezirkspokalfinale zählen sollte. So ist also Uelzen nach einem Spiel Meister und Pokalsieger geworden.

Ende gut alles gut

Nachdem Treubund Die Eintracht Lüneburg II und den SC Lüchow in den Relegationsspielen besiegte, ist auch deren Ziel in Erfüllung gegangen. Erbstorf hat den Krombacher Kreis-Pokal und Treubunds Zweite ist in die Bezirksliga aufgestiegen. Jeder hatte am Ende was gewonnen und alle waren zufrieden. Sogar Spielausschussvorsitzender Thore Lohmann, der sich am Ende des Finales bei den fairen Verlieren bedankte und sagt: „Wir wollen euch in der Kreisliga nicht wieder sehen“.

Bericht und Foto: Michael Paul

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03.05.2014

Fußball und LSK im Wilschenbruch ist nun Geschichte

Foto: LSK Facebook Seite
Foto: LSK Facebook Seite

Was ist, wenn die Tradition doch mal stirbt? Fußball und LSK in Wilschenbruch ist nun Geschichte. Das altwürdige Stadion Wilschenbruch, das nach der Spielstätte der Stuttgarter Kickers zweitälteste Stadion in Deutschland, steht mitsamt seiner historischen Holztribüne vor dem Abriss. Der am 1. April 1901 von 14 Männern gegründete Lüneburger Fußball-Club (LFC) und elf Jahre später in Lüneburger Sport-Klub (LSK) umbenannte Fußballverein, hat nach fast 110 Jahren seine Heimat verloren. Am 28. August 1921 wurde dort die Holztribüne eingeweiht und um die wird besonders getrauert, weil die älteste bestehende und noch genutzte Holztribüne Deutschlands jetzt der Abrissbirne zum Opfer fällt. Die 49.000 Quadratmeter Sportanlage wurde von Dirk Decker, Insolvenzverwalter des alten LSK von 1901, gemeinsam mit dem städtischen Anteil an den Investor Uwe Gerner verkauft.  

Warum? Weil der Lüneburger SK 2001 in die Insolvenz ging. Es wurde schon viel und jahrelang über den LSK und die 13 Jahre dauernde Insolvenz geschrieben, auch hier in den Journalberichten. Hier nun letztmalig eine Zusammenfassung aus Wilschenbruch, ein Stadtteil Lüneburgs mit gut 600 Einwohnern in einer Villengegend, in der bald 25 neue Villen, die ersten in diesem Jahr schon, stehen werden.  

1951/52 spielte der LSK in der Oberliga Nord, der damals höchsten Spielklasse des Deutschen Fußball Bundes (DFB). Musste sich gegen HSV, Werder Bremen oder Hannover 96 messen. Und schon damals gaben die Verantwortlichen zu viel Geld für die falschen Leute aus, genau wie 2000. Die Verbindlichkeiten stiegen zur Jahrtausendwende auf eine Million D-Mark. Der LSK hängt am Tropf der Sparkasse, heißt es im Rückblick. Mit dem 6. Platz und der erfolgreichen Relegation, wieder gegen Kickers Emden genau wie 1952, war das Ziel eingleisige Regionalliga Nord (3. Liga) erreicht. Um die Auflagen des DFB für die Regionalliga zu erfüllen, wurde ordentlich gebaut, verschönert und repariert. Ein Jahr später sind die Verbindlichkeiten auf 2,3 Mio. D-Mark geklettert, der LSK wieder abgestiegen und die Insolvenz im Juni 2001 beantragt. Die Schuldenfalle hat zugeschnappt. Während 2001/02 die 1. Herren des LSK dem Abstieg aus der Oberliga nur knapp entkamen, spielten die 2. Herren nach dem Aufstieg ihre 1. Saison in der Niedersachsenliga. Dort spielt heute die 1. Herren und die 2. Herren in der Kreisliga.  

Es gab unvergessliche Erlebnisse in Wilschenbruch. Die Pokalspiele im August 1993 gegen den Karlsruher SC 0:3 vor 6.500 Zuschauern, 2008 gegen VfB Stuttgart 0:5 vor 8.500 Zuschauern. Oder die Freundschaftsspiele im März 1948 vor 10.000 Zuschauern gegen Schalke und im Juli 1996 vor 13.500 Zuschauern gegen Bayern München 0:6. Je 9.000 kamen zu den Oberligaspielen Saison 1951/52 gegen HSV oder St. Pauli.  

Hier haben große Namen gespielt, wie der Uelzener Rainer Zobel, der 1976/77 von Bayern München kam, nachdem er dort alles gewonnen hatte, beendete er hier seine Karriere und begann die Trainerlaufbahn. Mit Zobel zusammen hat auch Olympiaspieler Ralf Sievers beim LSK gespielt, ging dann zu Eintracht Frankfurt und FC St. Pauli. Oder sein Bruder Jörg, der nach dem LSK zum VfL Wolfsburg und Hannover 96 ging. Patrick Owomoyela aus Hamburg vom TSV Stellingen, der es bis zum mehrfachen Nationalspieler gebracht hat, startete in Lüneburg seine Karriere. Aber auch Haftor (der Wikinger) Sveinjonsson. Der isländische Nationalspieler, der sich als größten Fehleinkauf 1984 herausstellte, hat vor allem hohe Hotelrechnungen hinterlassen. Als Abstiegskandidat Nr. 1 verpflichtete der LSK 2000 den bundesligaerfahrenen Jens Scharping, der zwar ablösefrei aus Norderstedt kam, aber auch ein ordentliches Gehalt einstrich.  

Wenn es um sportliche Erfolge ging, wurde beim LSK nicht gekleckert, sondern geklotzt. Es haben sich zwar mit der Euroeinführung 2001 die Schulden optisch halbiert, doch der Gang in die Insolvenz blieb nicht aus. 13 Jahre hat der schleichende Abschied nun gedauert immer wieder wurde er abgewendet, doch nun ist es vollzogen und beim letzten Heimspiel Ende März klang aus den Lautsprechern die Gänsehaut-Fußballhymne „You’ll never walk alone“, als die 1. Herren-Spieler mit den LSK-Jugendspielern einen großen Kreis bildeten. Die Emotionen kamen durch und so manche Träne kullerte über die Wangen. Die Zuschauer, 1.600 kamen gegen Drochtersen/Assel noch einmal, 1.200 davor gegen Braunschweig, haben mit den Füßen abgestimmt, dass sie ihrem LSK weiterhin treu bleiben werden, auch wenn es ins „Exil“ geht. Am 28. März lief dann der letzte Kick in Wilschenbruch: Das Spiel der Legenden auf dem für sie heiligen Rasen mit Marquardt, Schuhmann, Tidemann, Schwarzat gecoacht von Harry Pleß gegen die “echten Legenden” wie den Krasnikov-Brüdern, Hübscher, Klepatz, Ehle, Staffeldt, Salewski oder Richter gecoacht von Ralf Sievers und Thomas Oelkers. Selbst der über 83jährige Klaus „Tuta“ Beckmann ließ es sich nicht nehmen noch einmal aufzulaufen. Er hat wohl schon über 2.000 Spiele für den LSK und Hansa absolviert. Um die 50.000 Euro Umzugshilfe von der Stadt zu erhalten, musste das Gelände bis 31. März geräumt sein.  

Die fast 93 Jahre alte Holztribüne, die jetzt für immer leer bleibt und abgerissen wird. Foto: M. Paul

Im August 2013 präsentierte der LSK den Lüneburgern Politikern erstmals ein Konzept, wie er sich seine neue Heimat in der Theodor-Körner-Kaserne vorstellen könnte, wo es bereits Sportplätze gibt. Kosten ca. 1,7 Millionen Euro. Noch streiten sich aber Stadt, Stiftung und der Verein, wer wie viel vom 4,05 Millionen Kuchen bekommt. Dem LSK gehörten nur 60 Prozent. Verkauft wurde alles zu gleichen Quadratmeterpreisen, aber das LSK-Arenal soll wertvoller sein. Und ob überhaupt etwas übrig bleibt, denn es heißt: Der komplette Erlös geht komplett an die Gläubiger. Es wird wohl nichts für das neue Gelände übrig bleiben. Neben den 1,1 Millionen Euro Schulden sind die 32.000 Euro Kosten für das Insolvenzverfahren noch Taschengeld. Denn es sollen noch monatlich 15.000 Euro an Masseverbindlichkeiten während des Insolventverfahrens angefallen sein. Macht bei 153 Monaten knapp 2,3 Millionen Euro. Das sind dann schon über 3,4 Millionen, die der LSK erst einmal begleichen müsste.  

Nun soll es erstmals seit Jahrzehnten wieder ein Überschuss geben, so der frisch wieder gewählte Vorstand. Und was manchen bei der Mitgliederversammlung im März erstaunte: Die Mannschaft soll im Falle eines Regionalliga-Aufstiegs nicht teurer werden. Warten wir es ab. Dort gab es auch zu hören, dass die Kassenprüfer die Unterlagen der Jahre 2012 und 2013 nicht kontrollieren konnten, weil sie derzeit „im Besitz der Steuerfahndung“ sind. Eine Steuernachzahlung im fünfstelligen Bereich wird in jedem Fall auf den Verein zukommen. Aber man sei auf das „schwebende Verfahren“ vorbereitet.  

Bis der LSK in seinem Wunschstadion auf dem Kasernengelände jedoch auflaufen könnte, frühestens Ende 2016, fließt noch viel Wasser die Ilmenau runter und die 1. Herren-Mannschaft muss noch viele Spiele in Bardowick absolvieren. Dort ist sie vorerst Gast mit der A-Jugend beim TSV. Die restlichen Mannschaften U7- bis U18-Junioren, 2. Herren, Altherren werden auf fünf Ausweich-Sportplätzen/Vereinen in und um Lüneburg verteilt. Der LSK trägt also bis auf weiteres seine Heimspiele auf sechs unterschiedlichen Plätzen aus.  

Landeszeitungs-Zitat: Fragt sich nur noch, was aus dem LSK von 1901 wird, wenn eines fernen Tages die Insolvenz abgeschlossen ist, der Verein buchstäblich aber nichts mehr besitzt. LSK-Vize-Präsident Manfred Harder: „Dann kann der LSK ganz schnell abgewickelt werden.“ Sprich: mangels Masse endgültig von der Bildfläche verschwinden.  

Bericht: Michael Paul (Quellen: Landeszeitung, Lünepost, Homepage LSK, Wikipedia)

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03.04.2014

U13-Junioren des VfL Lüneburg ohne Niederlage Hallenkreismeister

Die unbesiegten des VfL Lüneburg: hinten v.l.n.r. Nicolas Jost, Marco-Jan Kowalski, Michel Oelkers, Tim Eirik Meyer und Corvin Michelsen vorne v.l.n.r. Jandro-Marcelin Ernst, Tom Gollers, Finn Stüven und Robin Mahnke Trainerteam: Alexander Okorn, Anja Ibendorf und Markus Vogeler Es fehlt Umut Ataykaya
Die unbesiegten des VfL Lüneburg: hinten v.l.n.r. Nicolas Jost, Marco-Jan Kowalski, Michel Oelkers, Tim Eirik Meyer und Corvin Michelsen vorne v.l.n.r. Jandro-Marcelin Ernst, Tom Gollers, Finn Stüven und Robin Mahnke Trainerteam: Alexander Okorn, Anja I

Spannender kann eine Endrunde um die Hallenkreismeisterschaft nicht sein, wenn sich das letzte Turnierspiel zu einem waren Endspiel entwickelt. So trafen bei den U13-Junioren in Bleckede die Favoriten MTV Treubund Lüneburg I und VfL Lüneburg I aufeinander. In zwei Spielen gegen den FC Heidetal und dem MTV Treubund II spielte der VfL Lüneburg I 0:0 und ließ vier wichtige Punkte liegen. Treubund I konnte diese Vorlagen nicht nutzen, da auch sie 3:3 gegen Heidetal spielten und so kam es zu einem Finale im letzten Spiel, welches die U13 Junioren vom VfL Lüneburg nach einem unglücklichen Rückpass des MTV mit 1:0 gewannen. Der MTV Treubund I, dem ein Remis gereicht hätte, zeigte sich aber als fairer Verlierer und so gratulierte MTV-Trainer Marko Fischer sofort die Grün-Weißen zur gewonnenen Kreismeisterschaft. Wie die VfL-Trainer Alexander Okorn und Anja Ibendorf, freute sich auch der FC Heidetal Trainer zum 3. Platz, da er mit seinem Team die zweiten Mannschaften des VfL und MTV hinter sich ließ und maximal mit Rang fünf gerechnet hatte.  

Während es für das Treubunder Team eins schon die dritte Niederlage gegen ein VfL Team im laufenden Wettbewerb war (0:1 gegen VfL III und 1:2 gegen VfL II in den Vorrunden), verlor das Team eins des VfL Lüneburg in der gesamten Hallenrunde (25 Spiele) nicht ein einziges  Spiel und kassierten nur einen Gegentreffer bei 74 geschossenen Toren im gesamten Wettbewerb. Die Endrunde zeigte folgende Bilanz für die Grün-weißen: 5 Spiele, 3 Siege, 2 Unentschieden und 8:0 Tore.  

Die letzten neun Minuten des Endspiels und das Tor (4:50) gibt es hier zu sehen:

http://www.youtube.com/embed/tW-ORb4pNhQ  

Bei den Bezirksmeisterschaften ging es nicht weniger spannend zu. Nach vier Siegen und einem Remis wurden die VfLer mit 15:2 Toren Gruppensieger und trafen im Halbfinale auf den späteren Bezirksmeister TuS Celle FC. Nach torlosem Ausgang mussten 20 Siebenmeter getreten werden um eine Entscheidung herbei zu holen. Alleine sechs Schüsse entschärfte VfL-Keeper Tom. Doch es sollte nicht reichen. Mit 3:4 musste sich der VfL geschlagen geben. Trotzdem krönten sich die Lüneburger mit einem Platz auf dem Treppchen und schlugen die Turn und Sportgemeinde Ritterhude, gegen die im Gruppenspiel nur 1:1 gespielt wurde, mit 1:0 im Spiel um Platz 3. Im Finale hatten die Celler mit 3:2 nach Siebenmeterschießen wieder das glückliche Händchen, oder Füßchen und wurden Bezirksmeister.    

Bericht und Foto: Michael Paul

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02.04.2014

Je oller, je doller

Die Fußballmitglieder in den Vereinen sind rückläufig. Das stellte auch der Kreis Lüneburg fest. Während zum Jahreswechsel bei den Turnern die Mitglieder um 3,3% auf 14.952 stieg, fiel bei den Fußballern die Zahl um 3,5 % auf 10.125 und der Abstand vergrößerte sich weiter. Die Zeiten, zu denen Jungs automatisch gekickt haben, weil es ansonsten kein Angebot gab, sind definitiv vorbei. Die größten Gewinner sind die Schwimmer mit über 25% Zuwachs. „Mittlerweile ist Handball bei den Kindern die Sportart Nummer 1, und auch Basketball füllt die Hallen“, hat Kreisportbund- und NFV-Kreisvorsitzender Christian Röhling beobachtet.  

Je oller, je doller, oder wie kann man die Begeisterung der älteren Generation beim Fußballspielen verstehen. Dann gehen wir halt auf die Älteren zu, dachte sich der NFV-Kreis Lüneburg. Da viele Älteren immer noch gerne kicken, hat der NFV-Kreis Lüneburg ihnen die Möglichkeit geschaffen. So gibt es nicht nur Ü40- und Ü50-Feldrunden, nein seit drei Jahren wird die Ü60-Hallenrunde angeboten. Damals hat Staffelleiter Peter Höhne, der selbst mitspielt, noch als Ü55-, nun eine Ü60-Staffel eingeführt. Bei der Ü60 durften aber auch die Jahrgänge 1957 mitspielen. „Das ändert sich auch nicht, dann ist das im nächsten Jahr eine echte Ü58, so kommen wir langsam zur echten Ü60 hin“, so seine Bemerkung. Zumindest hatten alle teilnehmenden Mannschaften bei der diesjährigen Hallenkreismeisterschaft einen Schnitt von über 60 Jahren erfüllt. Immerhin haben mit MTV Treubund Lüneburg (Schnitt von 62,9 Jahren), Lüneburger SK (66,6), SG Radbruch/Mechtersen (63,5) und SG Bleckede/Neetze (60,7) sowie aus dem Nachbarkreis Harburg die SG Rosengarten/Nenndorf (64,3) fünf Teams in der Halle um die den Titel gekickt. Auch wenn das Durchschnittsalter gesamt bei 63,6 Jahren lag, kickte der Jüngste, gerade mal mit 57 Jahre bei Bleckede/Neetze und der Älteste, der im Juni 78 wird, bei Rosengarten/Nenndorf. Da müsste für die fünf Ü70-Jährigen schon fast eine eigene Klasse eingeführt werden. Aber drei davon spielen allein schon beim Lüneburger SK, die das älteste Team stellten. „Für uns insofern ein Wermutstropfen, dass bereits Spieler mit 57 Jahren spielen dürfen. Unser Durchschnittsalter liegt um 3,7 Jahre höher, gegenüber dem unbesiegte Kreismeister MTV Treubund Lüneburg (10 Punkte)“, so der Einwand von Erhard Rölke (LSK). Kurios ist, dass alle anderen Teams vier Punkte holten und jeweils einen Sieg und ein Remis einfuhren, nur nicht der LSK, der spielte alle Begegnungen Remis.  

Aber das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Mit Klaus „Tuta“ Beckmann trainiert mit 83 Jahren wohl der älteste noch aktive Fußballer beim Lüneburger SK mit und hält seinen Körper wie ein Auto fitt. Das hat gerade die lokale Presse erkundet und ein Video über ihn gedreht.  

www.landeszeitung.de/sport/fusball/22041-video-mit-tuta-beim-training  

Bericht und Foto: Michael Paul

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Das älteste Turnier-Team des Lüneburger SK, die Dritter wurden: o.v.l. Rüdiger Kuhn (Jahrgang 1945), Ernst Blask (1943) v.v.l. Betreuer Claus Garschke, Rainer Bätje (1949), Wilfried Wernicke (1950), Hauke Schmuck (1953), Erhard Rölcke (1943), Mladen Kranjcina (1950), Dieter Kapteina (1943) und Josef Eisold (1948)
Das älteste Turnier-Team des Lüneburger SK, die Dritter wurden: o.v.l. Rüdiger Kuhn (Jahrgang 1945), Ernst Blask (1943) v.v.l. Betreuer Claus Garschke, Rainer Bätje (1949), Wilfried Wernicke (1950), Hauke Schmuck (1953), Erhard Rölcke (1943), Mladen

05.03.2014

Ole Niemann und Hartmut Vogt Schiedsrichter des Jahres

Ole Niemann (links) und Hartmut Vogt sind Lüneburgs Fußball-Schiedsrichter des Jahres 2013.
Ole Niemann (links) und Hartmut Vogt sind Lüneburgs Fußball-Schiedsrichter des Jahres 2013.

Schon zum 26. Mal wählten Lüneburgs Unparteiische beim gut besuchten Weihnachtslehrabend ihre „Schiedsrichter des Jahres“. Vorgeschlagen aufgrund besonderer Verdienste im Jahr 2013 wurden vom Kreisschiedsrichterausschuss bei den Senioren Dieter Ruhnke (TuS Barskamp), Hans-Heinrich Meyer (SV Scharnebeck) und Hartmut Vogt (TuS Neetze). Bei den Jung-Schiedsrichtern wurden Luca-Jan Dierks (VfL Bleckede), Ole Niemann (SV Eintracht Lüneburg) sowie Claas Wiegel (TSV Gellersen) zur Wahl gestellt.

Nach dem traditionellen Weihnachtsessen und der Auszählung der Stimmzettel verkündete Schiedsrichter-Obmann Falko Meyer (TuS Barendorf) die Sieger: Die Seniorenkonkurrenz gewann mit dem Neetzer Fußballobmann Hartmut Vogt ein auf allen Lüneburger Sportplätzen gerne gesehener Unparteiischer. Vogt, seit zehn Jahren im schwarzen Dress bis zur 1. Kreisklasse aktiv, freute sich sehr über die Auszeichnung.

Der Jubel war auch groß beim Gewinner der Juniorenkonkurrenz: Es behauptete sich der 17jährige Einträchtler Ole Niemann. Schiedsrichter seit Februar 2011, gehört er dem Talentkader des Bezirks Lüneburg an, leitet Juniorenspiele auf Bezirksebene (Herren-Kreisligaspiele wurden ihm für die Rückrunde 2013/14 schon angedroht) und fährt als Assistent bis zur A-Junioren-Regionalliga mit.

Kuriosität am Rande: Die Pokale blieben jeweils im Verein – so reichte der Neetzer Dieter Harneit als Vorjahressieger den Cup an Hartmut Vogt weiter, und so war es auch die Einträchtlerin Celina Böhm, die den Pokal an ihren Vereinskollegen Ole Niemann weitergab.

Bericht: Oliver Vogt

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03.02.2014

Ziel Barsinghausen
Setzen die U 15-Junioren des VfL Lüneburg ihren Durchmarsch auch in diesem Jahr fort?

Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga schaffte der VfL Lüneburg den direkten Durchmarsch in die Landesliga. Die Grün-Weißen des 99er Jahrgangs stellen die höchstspielende Mannschaft im Landkreis Lüneburg.
Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga schaffte der VfL Lüneburg den direkten Durchmarsch in die Landesliga. Die Grün-Weißen des 99er Jahrgangs stellen die höchstspielende Mannschaft im Landkreis Lüneburg.

Der VfL Lüneburg probt den Durchmarsch. Vor einem Jahr als jüngere C-Junioren (U14) ungeschlagener Kreismeister und Aufsteiger in die Bezirksliga. Dann auf Anhieb Meister in der Bezirksliga und Aufstieg in die Landesliga. Eigentlich hatten sich die jetzigen U15-Junioren zu Saisonbeginn Platz Drei als Ziel gesetzt. Doch nun nach der Hälfte, ungeschlagen und mit sechs Punkten Vorsprung auf den Zweitplazierten, ist für den VfL sogar das Erreichen der Meisterschaft möglich. Das Team um den Trainer Sebastian Müller und Co-Trainer Oliver Sieben möchte sich gerne zum Ende der Saison mit dem Bezirksmeistertitel belohnen, denn dieser berechtigt im U15 Jahrgang zur Teilnahme an der „AOK“ C-Junioren Niedersachsenmeisterschaft in Barsinghausen. Die C-Junioren ermitteln ihren NFV-Champion und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga Nord in einem Turnier (Halbfinale und Endspiel) mit den vier Bezirkssiegern Eintracht Braunschweig, Germania Grasdorf und JFV Nordwest (Aktueller Stand). Sollte der VfL das schaffen, was der MTV Treubund 2012 geschafft hat, heißen die Gegner nicht mehr Ripdorf, Este oder Debstedt, sondern HSV, Werder oder Hannover 96. Hiervon würde allerdings maßgeblich der 2000er Jahrgang profitieren.

Der Fokus des Teams liegt jedoch eigentlich auf der Saison 2014/15. Hier besteht dann die Möglichkeit direkt als Meister in die B-Junioren Niedersachsenliga aufzusteigen. Mit dem neuen Trainer Sebastian Müller, der die Mannschaft seit einem Jahr erfolgreich formt, die besten Voraussetzungen. Denn der lizensierte Trainer C-Leistungsfußball betreute bereits in Kassel hochklassig spielende B-Juniorenteams mit Oberliganiveau sowie die A-Junioren beim Lüneburger SK Anfang 2011, als er wegen des Studiums und der Liebe (zog zu seiner Freundin) in den Norden kam. Müller steht für moderne Trainingsmethoden, Disziplin, Ernährung und vor allem Taktik. Das ist sein Schwerpunk. Er sagt: “Ich verstehe Fußball im Kopf. Die Ausbildung eines jeden Spielers steht über die komplette Jugendspielzeit ganz oben auf der Prioritätenliste. Nicht der kurzfristige Erfolg steht im Vordergrund.“ Die Spieler sind auf jeden Fall begeistert und haben bereits merkliche Fortschritte unter ihm gemacht. Auch für die Eltern eine enorme Umstellung. Vor einem Jahr noch Kreisfussball, jetzt geht es zu Punktspielen bis an die Nordsee.

Will man weiter nach oben schauen, bedarf es allerdings noch weiterer Anstrengungen. Der Jahrgang soll breiter aufgestellt werden, um eine feinere Abstufung zwischen den Mannschaften zu erzielen. Nur so kann der Spagat zwischen Leistungsfußball und Breitensport gelingen. Denn dies ist dem VfL Lüneburg besonders wichtig ist.

Bericht: Kai-Uwe Koch und Michael Paul

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04.01.2014

Die Wahl fällt auf André Beug
Der NFV-Kreis Lüneburg würdigt ehrenamtliches Engagement

Die Preisträger (v. l.): Michael Mager (Dahlenburg), Roman Schuller (NFV-KEAB), André Beug (Barskamp), Andreas Hoth (Gellersen), Waldemar Kulawig (Adendorf) und Christian Röhling (NFV-Vorsitzender)
Die Preisträger (v. l.): Michael Mager (Dahlenburg), Roman Schuller (NFV-KEAB), André Beug (Barskamp), Andreas Hoth (Gellersen), Waldemar Kulawig (Adendorf) und Christian Röhling (NFV-Vorsitzender)

Jedes Jahr wird der DFB-Ehrenamtspreis in jedem Kreis vergeben. Dieses Jahr fiel der Kreissieg auf André Beug (TuS Barskamp). Mit Michael Mager (Dahlenburger SK), Waldemar Kulawig (TSV Adendorf) und Andreas Hoth (TSV Gellersen) wurden drei weiter Preisträger im Lüneburger Kreis gewürdigt.

Der diesjährige DFB-Ehrenamtspreis ist ohne Schwerpunktthema gewesen. Jedoch mit Wunsch auf Einbeziehung des „Jungen Ehrenamtes“. Ungewöhnlich jung war auf der diesjährigen Preisverleihung nur der Kreisehrenamtsbeauftragter (KEAB) Roman Schuller mit Mitte 20 Jahren, der Daniela Schöning ablöste. Wie immer tun die Vereine sich schwer Ehrenamtliche zu nennen. Es müssen immer zwei bis drei Erinnerungsmails verschickt werden. Dabei gibt es in den 26.000 deutschen Vereinen ca. eine Million Personen, die sich engagieren. Würde man die Tätigkeiten in Kaufkraft umrechnen, würde ein Umsatz von ca. 1,8 Milliarden nur beim Fußball zusammen kommen.

So fiel die Entscheidung des Kreissiegers auf André Beug vom TuS Barskamp, der schon seit über 30 Jahren im Verein und seit 16 Jahren im Vorstand tätig ist. Vor sechs Jahren hat er den Vorsitz übernommen. Brachte damals frischen Wind in den Verein. Ist mit Leib uns Seele dabei und hat „nebenbei“ auch noch Haus, Frau und Kind.  Er, sowie 42 weitere geehrte aus Niedersachsen  dürfen mit ihren Lebenspartnern im kommenden Jahr vom 4. bis 6. April am Dankeschönwochenende des NFV im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen teilnehmen und sich wohl das Derby Eintracht Braunschweig gegen Hannover 96 ansehen.

Zu den wiederkehrenden Verdächtigen zählte wieder der TSV Gellersen. Nicht nur, dass der Verein den KEAB stellt, auch jährlich kommen Vorschläger von den Scharz-Gelben. Dieses Jahr ging der Preis an Andreas Hoth. „Tetze“, wie sie ihn alle nennen ist „Mächen für alles beim TSV Hoth“. Der Sportplatz ist seine zweite Heimat und  seine Familie hat er mit dem Gellersen-Virus bereits angesteckt.

„Torwarte und Rechtsaussen haben eine Macke“, vervollständigte Waldemar Kulawig die Ansprache vom NFV-Vorsitzenden Röhling. Ja, er ist trotz seines hohen Alters und einem Schlaganfall immer noch aktiv im Verein des TSV Adendorf seit 2009 tätig. Der langjährige Torwart des ESV Lüneburg hilft immer noch bei ESV-Turnieren dort aus.

Michael Mager vom Dahlenburger SK ist der Dino unter den hiesigen Fußball-Obmännern. Seit 23 Jahren im Amt, seit 1992 Geschäftsführer und seit Geburt Vereinsmitglied. Deshalb wird er auch „Mr. DSK“ genannt. Er bekam das Ehrenamt bereits mit der Muttermilch, da auch seine Mutter schon ehrenamtlich tätig war. Zurzeit baut er gerade die Frauenmannschaft auf. „Es wird nicht lange rumdiskutiert, sondern angepackt“. Das ist sein Motto.

Alle wurden mit einer Urkunde und einem „Ehrenamtsdulli“ beschenkt.  Das Taschenbuch, das aus dem vom NFV-Lüneburg gekauften Kontingent von Luenesport.de stammt, haben ja 50 Ehrenamtliche, die vor einem Monat im Weserstadion belohnt wurden, auch schon erhalten. Drei der Preisträger erhielten zudem auch noch eine DFB-Uhr. Mit einem Essen und dem ein oder anderem Getränk auf Kosten des NFV ging der Abend in lockerer Atmosphäre zu Ende.

Bericht und Foto: Michael Paul

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Seite zuletzt aktualisiert am: 12.11.2018

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