12.08.2015

TuS Hohnstorf (Elbe) von 1925 e.V. im Vereinsdialog mit dem NFV

Platzwart wässert nachts ab drei Uhr den Rasen. TuS Hohnstorf (Elbe) von 1925 im Vereinsdialog mit dem Niedersächsischen Fußballverband.

Gepflegte Rasenplätze, eine Dreifeldsporthalle, ein Kommunikationszentrum, eine junge Vorstandsmannschaft und keine finanziellen Probleme. Die Voraussetzungen für ein intaktes Vereinsleben können im Mehrspartenverein TuS Hohnstorf/Elbe von 1925 kaum besser sein. Der TuS Hohnstorf aus der Samtgemeinde Scharnebeck bietet seinen Mitgliedern sowohl in sportlicher als auch in geselliger Hinsicht eine ganze Menge, für den zweijährigen Steppke bis zur 90-jährige Oma. Zu den rund 1150 Mitgliedern gibt es noch etwa 200 weitere Gesundheitssportler, die – weil von den Krankenkassen bezahlt – keine Mitglieder sein müssen. Dabei hat die Gemeinde Hohnstorf nur 2.400 Einwohner.

Beim Vereinsdialog im Hohnstorfer Sportlerheim lobte NFV-Vizepräsident Hans-Günther Kuers denn auch das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins, ohne das diese Erfolge wohl nicht möglich wären. Begleitet wurde er von Jan Baßler, dem stellvertretenden Direktor des Niedersächsischen Fußballverbandes und Christian Röhling, dem Vorsitzenden des NFV-Kreises Lüneburg.

219 Mitglieder zählt die Fußballabteilung, die den Verein jährlich rund 55 000 Euro kostet. Wie auch anderswo, kommt diese Summe nicht wieder über die Mitgliedsbeiträge der Fußballer allein herein. Da ist der Gesamtverein gefordert, der sich in Hohnstorf ohne Sponsoren aus seinen Beiträgen finanziert. Erwachsene zahlen 10 Euro, Kinder 5 Euro und der Familienbeitrag liegt bei 20 Euro pro Monat.

Die Erste Herren spielen zur Zeit in der 1. Kreisklasse Lüneburg und arbeiten auf einen Wiederaufstieg in die Kreisliga hin. Zuschüsse zu den Fahrtkosten erhalten nur die Juniorenteams der Vereinsabteilungen. Geschäftsführerin Annette Kork erklärte, dass für die Unterhaltung der Dreifeldsporthalle, in der auch die Jugendmannschaften trainieren, pro Jahr rund 36.000 Euro an Kosten anfallen, wovon der Verein ein Drittel trägt. Die anderen Drittel übernehmen die Gemeinde und Samtgemeinde Scharnebeck. Das ist bemerkenswert, denn üblicherweise nutzen Vereine Hallen und Sportplätze kostenlos. Zur Unterstützung des TuS Hohnstorf wurde 2005 eine Sport- und Kulturstiftung gegründet, deren Stiftungskapital zur Zeit bei zirka 120.000 Euro liegt. Da aber die Zinsen so niedrig sind, dass eine Ausschüttung nicht möglich ist, hat man sich etwas einfallen lassen und eine Neubauwohnung gekauft. Über die Miete rechnet man mit etwa 5.000 Euro pro Jahr.

Als positives Beispiel für das Engagement vieler Ehrenamtlicher nannte der Vereinsvorsitzende Dirk Lindemann den Platzwart, der bei Trockenheit auch schon mal um drei Uhr nachts aufsteht, um die Bewässerungsanlage anzustellen. Kinder für den Fußball zu begeistern, ist auch für den TuS Hohnstorf ein wichtiges Anliegen. Um auch in Zukunft genug Spielernachwuchs zu bekommen, empfahl Jan Baßler, die Zusammenarbeit mit den Schulen zu intensivieren, zum Beispiel über einen Nachmittagsunterricht. Allerdings fehlen dem Verein – wie anderswo auch – qualifizierte Übungsleiter, die dann Zeit haben, die Kinder zu trainieren. Junior-Coaches könnten die Lösung sein, so der stellvertretende NFV-Direktor. »Wir haben in Niedersachsen in drei Jahren über 2.000 Jugendliche ausgebildet, die nachmittags ein Training leiten können.« Als zusätzlichen Anreiz hätten diese Junior-Coaches die Möglichkeit, die Trainer-C-Lizenz zu erwerben. »Ihr müsst eure Kinder im Verein nach oben bringen und sie gut betreuen. Nur dann kann eine Fußballabteilung auf Dauer überleben«, betonte Kuers und forderte, dass sich ältere Spieler im Verein um den Nachwuchs kümmern müssen.

Abschließend diskutierte die Runde über eine Flexibilisierung des Spielbetriebs. Gerade im Jugendbereich kommen in kleineren Vereinen nicht mehr genügend Spieler zusammen. Auch die Bildung von Jugendspielgemeinschaften ist nicht immer eine Lösung. Kuers schlug vor, dass sich die Vereine im Kreis zu dem Thema »Staffeln mit 9er statt mit 11er Teams« austauschen sollten. Der Kreisvorsitzende Röhling riet, den Kreisjugendobmann anzusprechen. In der Diskussion mit allen Beteiligten könne dann vielleicht eine Lösung gefunden werden.

Auf dem Foto hinten von links: Christian Röhling (Vorsitzender NFV-Kreis Lüneburg), Carsten Voigt (Schriftführer TuS-Fußball), Ortwin Kork (3. TuS-Vorsitzender, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Jens Kaidas (2. Vorsitzender, Liegenschaften), Olaf Redlich (Schatzmeister TuS-Fußball), Andreas Köhlbrandt (Obmann TuS-Fußball), Daniel Neckel (Vorstand TuS-Veranstaltungen), Roman Gerth (Jugendobmann TuS-Fußball). Vorn von links: Jan Baßler (stellvertretender Direktor NFV), Annette Kork (Geschäftsführerin TuS), Hans-Günter Kuers (NFV-Vizepräsident), Heinrich Meyer (Platzwart TuS), Dirk Lindemann (1. Vorsitzender TuS)

01.07.2015

Weiter auf der Karriereleiter

Schiedsrichterin Anne Heuer darf jetzt in der Frauen-Regionalliga pfeifen

Zur Schiedsrichterei entschloss sie sich, „weil ich selbst nicht so gut Fußball spielen kann und beim Pfeifen vielleicht aufsteigen kann“. Diese einst geäußerten Hoffnungen von Anne Heuer aus ihrer Anfangszeit als Schiedsrichterin scheinen sich immer mehr zu erfüllen – die Brietlingerin hat jetzt die nächste Stufe auf der Karriereleiter genommen, darf in der neuen Saison Spiele in der Frauen-Regionalliga pfeifen.

Anne Heuer ist aufgestiegen, zückt Karten nun in der Frauen-Regionalliga und ist Assistentin in der 2. Frauen-Bundesliga. Foto: be
Anne Heuer

Schon im Februar 2009 legte die heute 21-Jährigeihre Schiedrichter-Prüfung ab, fuhr zunächst als Assistentin zu Partien der Männer auf Kreisebenemit und pfiff bald Jugendspiele. Schnell und stetig ging es danach weiter aufwärts, 2012 war Anne Heuer als Referee schon in der Frauen-Oberliga angekommen. Dort war sie die vergangenen drei Jahre tätig. „Und ich habe schon langsamein bisschen den Ehrgeiz verloren“, erzählt sie. Denn: „Es sind ja immer die gleichen Einsatzorte in der Nähe, um Fahrtkosten zusparen. Also immer wieder Jesteburg und Barum. Man kennt schon jeden, es wurde langsam langweilig.“

Dann kam der Aufstieg in dieRegionalliga Nord –also künftig geht es zum Beispiel nach Bergedorf, Bramfeld oder Celle. „Und in der 2. Frauen-Bundesliga bin ich Assistentin“, freut sie sich über bevorstehende Einsätzein der Nord-Staffel in Städten wie Leipzig, Potsdam oder Wolfsburg. Diese neuen Aufgaben haben auch den Ehrgeiz neu geweckt, ihrem Vorbild Bibiana Steinhaus weiter nach zueifern.

Die Frau aus Bad Lauterberg im Harz hat es ja bis in den Profibereich gebracht, pfeift nicht nur in der Frauen-Bundesliga sondern auch bei den Männern in der 2. Liga und im DFB-Pokal und ist sogar FIFA-Schiedsrichterin. Aber ob es bei Anne Heuer soweit gehen wird, steht in denSternen. “Es gab mal den großen Wunsch, mal bei einer Frauen-WM zu pfeifen. Der ist auch jetzt, wo die WM in Kanada lief, wieder groß gewesen.

Aber das wird schon deshalb schwierig, weil ich nun eine Berufsausbildungin Hamburg mache“, schänkt die Unparteiische ein. Zunächst einmal pfeift sie jetzt beim LZsport-Cup, am Sonntag bei den Spielen der Gruppe 2 in Südergellersen.

Quelle: Landeszeitung (Holger Remus)

23.06.2015

Die U13 Junioren der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Gellersen/Reppenstedt schreibt Geschichte

Im NFV Kreis Lüneburg hat es diese Leistung so wohl noch nicht gegeben

Der Jahrgang 2002 der JSG, hat ab den U8-Junioren bis zum heutigen Tag, ununterbrochen die sechste Kreismeisterschaft errungen. Sechsmaliger Kreismeister ist eine besondere Würdigung wert.

Thorsten Heinartz
Thorsten Heinartz
Björn Schmidt
Björn Schmidt

Der Vater des Erfolges ist Thorsten (Pini) Heinatz. Ihm ist es im hohen Maß zuzuschreiben. Er hat es geschafft, mit seinem Assistenten Bjoern Schmidt, die Mannschaft über die Jahre zu einer Einheit zu formen. Obwohl es zu häufigen Abwerbungen kam, ist es Ihm stets gelungen den Kader zu erhalten und auszubauen.

Hohe technische Fähigkeiten, Homogenität, Teamgeist und Verschworenheit zeichnet die Mannschaft aus
Hohe technische Fähigkeiten, Homogenität, Teamgeist und Verschworenheit zeichnet die Mannschaft aus

In der noch jungen Gründungszeit der JSG ist die Freude bei den Verantwortlichen groß. Am 19. Juni 2015 ist für die Mannschaft der Saisonhöhepunkt erreicht worden. Mit dem Gewinn des Meistertitels in der U13 Kreisliga Lüneburg, winkt nun der Aufstieg in die Bezirksliga. Ein weiterer Meilenstein für diese  Mannschaft.

Der Jahrgang 2002 der JSG holte sich die sechste Kreismeisterschaft in Folge
Der Jahrgang 2002 der JSG holte sich die sechste Kreismeisterschaft in Folge

Der Jugenvorstand der Jugendspielgemeinschaft Gellersen Reppenstedt wünscht der Mannschaft viel Erfolg auf ihrem neuen Weg.

Matthias Bielau, Hans-Jürgen Rogge und Jörg Schlieker

Anm. d. Red.: Der Jahrgang 2002 der JSG, hat ab dem ersten Spiel 23. August 2009 bei den U8-Junioren bis zum heutigen Tag 89 Spiele bestritten und 81 davon gewonnen. Und das nur auf dem Rasen. Die erste Niederlage gab es im 63. Spiel nach 1498 Tagen als U12 gegen MTV Treubund Lüneburg. Auch bei der zweiten und letzten Niederlage vor knapp drei Monaten gab es wieder ein 0:1 gegen Treubund. In sechs Jahren wurden 550 Tore geschossen und lediglich 72 kassiert.

03.03.2015

Landeszeitung muss für die KinderKrebshilfe-Spende tiefer in die Tasche greifen

Mit den letzten 21 Toren in der U10-Endrunde fielen insgesamt 1.143 Tore beim „E-Junioren-Cup“ in Lüneburg, 138 Tore mehr als im letzten Jahr. Hat die Lokalpresse der Landeszeitung (LZ) im letzten Jahr auf 1.111 Euro aufgerundet, wurde dieses Jahr auf 1.250 Euro aufgerundet. 49 Teams erzielten von den Vorrunden bis zu den Endrunden in 458 Spielen im Schnitt 2,5 Tore pro Spiel bei den U10- und U11-Junioren Hallenmeisterschaftsspielen.  

Zum 10jährigen Jubiläum hatte sich auch Winfried Schüller von der KinderKrebshilfe in Barendorf eingefunden und nahm den symbolischen Scheck von Cora von Schnakenburg (LZ-Marketing) entgegen. Die Sammelbüchsen, die während der Turniere rum gingen, sind noch nicht ausgezählt. Und so hofft Jugendobmann Klaus-Dieter Arndt, dass die Spende im Jubiläumsjahr die des Vorjahres in Höhe von 2.830 Euro geknackt wird.  

In 18 Niedersächsischen Kreisen wird nun der „E-Junioren-Cup“ ausgespielt. Seit Jahren beteiligen sich neben Niedersachsen auch die Fußballverbände Mittelrhein, Rheinland und Südwestdeutschland an der Spendenaktion. Mit Hessen und Berlin sind zwei neue Verbände dazu gestoßen, sodass seit 2002 auf den E-Jugend-Cup-Veranstaltungen schon über eine halbe Million zusammen gekommen ist. Seit 2005 kamen alleine aus Niedersachsen über 200.000 Euro zusammen.  

Am Sonnabend den 7. März um 13 Uhr findet die Übergabe aller Spenden aus dem Landesverband Niedersachsen in der Kreuzwegschule in Salzhausen statt. Letztes Jahr kam die Rekordsumme von 32.200 Euro zusammen. Folgende NFV-Fußballkreise sind dann dort vertreten und haben dazu beigetragen: Ammerland, Cuxhaven, Gifhorn, Hameln-Pyrmont, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Nienburg, Göttingen-Osterode, Osnabrück-Stadt, Peine, Soltau-Fallingbostel, Stade, Vechta, Friesland, Wesermarsch, Wilhelmshaven und Wolfsburg.

Cora von Schnakenburg (LZ-Marketing) übergibt den Scheck an Winfied Schüller (KinderKrebshilfe) Foto:mip
10. E-Jugend-Cup in Barendorf
Seite zuletzt aktualisiert am: 12.11.2018

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