10.08.2021

Vereinsleben von damals bis heute - 2 Dörfer - 1 Verein

Vom 21. – 24. Mai 2020 wollte der TSV Wrestedt/Stederdorf sein 100-jähriges Jubiläum feiern. Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus, der zukünftigen Entwicklung und der Notwendigkeit, alles dafür zu tun, die weitere Ausbreitung des Virus zu bremsen, hat sich das Organisationsteam gemeinsam mit dem Vorstand des TSV am 21. März schweren Herzens dazu durchgerungen, das Fest abzusagen. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Denn die Verantwortlichen sind sich darin einig, dass das Fest so wie geplant zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden soll.

100 Jahre sind eine lange Zeit. Ein Verein, der dieses Jubiläum feiert, hat seit seiner Gründung eine ganze Menge erlebt. Er hat vielfältige Erfahrungen gesammelt, Höhen erlebt und Tiefen gemeistert. Wir wollen einmal Revue passieren lassen.

Gasthaus Lichte in Wrestedt 1920

Alles fing 1920 an. Als junge Leute des „Club zur Linde“ durch die Initiative von Pastor Herbort und seinen Söhnen eines Nachts Plakate anschlagen und rufen damit zur Gründung eines Sportvereins Stederdorf (Fußballverein) in Wrestedt auf. Am 9. Juli 1921 gab es die Gründerversammlung des Turnvereins Wrestedt im Gasthaus Lichte, an der 20 „Herren“ teilnehmen. Beim SV Stederdorf fehlen Angaben zu Gründungsmitglieder sowie ein Gründungsprotokoll.

Am 2. und 3. Juni 1923 gab es in Wrestedt, auf dem Gelände von Bauer Behn am Stadenser Weg, welches als Sportplatz diente die Fahnenweihe. Vom MTV Lüneburg erwirbt der Verein eine alte Fahne und lässt sie auf den Namen Wrestedt umsticken. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges war sie gut aufbewahrt und ist dann wahrscheinlich den Alliierten in die Hände gefallen.

Am 16. September des gleichen Jahres feiert der Sportverein Stederdorf sein Stiftungsfest, verbunden mit Fußballwettkämpfen auf dem Gelände am Bollenser Weg. Viele Vereine nehmen an dem Pokalwettkampf teil. Die Entscheidung fiel um 19 Uhr. Ein gemütliches Beisammensein schloss sich bis 23 Uhr an. Die beantragte Verlängerung der Polizeistunde bis 1 Uhr nachts lehnte das Landratsamt ab.

Fußballmannschaft SV Stedendorf von 1929

Am 15. April 1929 stellt der Vorsitzende Fuchs bei der Gemeinde einen Antrag auf jährliche Beihilfe. Dieser wird am 16. Mai abgelehnt. Teilnahme am Bezirksturnfest in Ebstorf. In den Siegerlisten verschiedener Gau- und Bezirksturnfeste taucht der TSV Wrestedt immer wieder auf.

1934 werden die Vereine durch die Nationalsozialisten aufgelöst. Auf körperliche Ertüchtigung als Training für Disziplin, Gehorsam und im Sinne der Rassenzüchtung („Schönheit und Anmut“) wird mehr Wert gelegt als auf die Herausbildung besonderer Fähigkeiten und individuelle Entwicklung einzelner Persönlichkeiten.

Mit dem Bau der Volksschule wird 1939 begonnen und es entsteht ein Schulsportplatz zwischen den beiden Ortsteilen.

Vereinsgründung zweier Vereine. Aus Turnverein und Sportverein wird Turn- und Sportverein

Sportplatz an der Volksschule

Einige Sportbegeisterte, unter anderem Werner Schulte und Erich Saß tun sich 1946 zusammen und überlegen in welcher Weise zukünftig Sport betrieben werden könne. Als Zeichen des Neubeginns knüpfen sie bewusst an die Zeit vor 1934 an und verbinden die beiden ehemaligen Vereine TV Wrestedt und SV Stederdorf. Eine Vereins-Neugründung erfolgt am 25. August. Turn- und Sportverein Wrestedt-Stederdorf. Sparten: Fußball, Handball, Geräteturnen (Jungen und Männer). Es erfolgt die Wiedererrichtung des Sportplatzes an der Volksschule und als Turnhalle dient der Saal vom Gasthaus Lichte mit Reck und Barren.

Die Anfänge des Jugendfußball beginnen 1950. Gebolzt wird auf der Straße. Das Training findet häufig bei Zahrtes in der Katerburg statt. Der Verein besitzt nur drei Fußbälle. Diese werden regelmäßig von Sattler Morgenstern repariert.

Wrestedt feiert Meisterschaft und Aufstieg im Gasthaus Lichte

Wrestedts Herren Meister A-Klasse 1956

1956 steigt die 1. Fußball-Herrenmannschaft in die Bezirksklasse Ost auf. Die errungene Meisterschaft in der Fußball A-Klasse war der Wrestedter Sportgemeinde Anlass, Freunde, Förderer und Gäste in das Restaurant Lichte zu einer Feier einzuladen. In einem Rückblick nannte der 1. Vorsitzende Polizeimeister Heinrich, dass die Erfolge nur durch die guten kameradschaftlichen Gesten und der fairen Spielweise zu verdanken sind. NFV-Kreisvorsitzender F. Röll ermahnte die Mannschaft auch dann zusammenzuhalten, wenn in der Bezirksklasse die Siege ausbleiben sollten. Drei Jahre konnte sich der SV Wrestedt in der Bezirksklasse Ost halten. 1959 erfolgte der Abstieg.

Die "Wikinger" kommen

Gründung der Turner-Jugend „Wikinger“ 1960 durch den Lehrer Jochen Samel. Der Gruppenraum befindet sich im Keller der Volksschule.

Zwei Jahre nach dem Abstieg der Herren, erfolgt der Wiederaufstieg in die Bezirksklasse und der TuS Wrestedt/Stedersdorf wurden am Ende Siebter.

Im Februar 1962 wurde Richtfest der Turnhalle in Wrestedt gefeiert. 1963 erfolgt die Einweihung.

1967 erfolgt die Gründung des Ältestenrates zur Unterstützung des Vorstandes und Einführung einer Ehrenordnung. Dieses wird am 4. Februar auf der Jahreshauptversammlung beschlossen.

Aus der Niederschrift der Sitzung des Ältestenrates vom 31. Mai:

„Der Ältestenrat empfiehlt, da eine Satzungsänderung des Vereins sowieso notwendig ist, als Gründungsjahr neu das Jahr 1920 zu nennen.“

Die Satzungsänderung wird durch das Amtsgericht Uelzen am 9. Mai 1969 besiegelt. Der neue Vereinsname lautet: Turn- und Sportverein Wrestedt- Stederdorf von 1920 e.V.

Bau einer neuen Sportanlage und Verleihund der ersten Goldenen Ehrennadel

Die Uelzener AZ berichtet am 10. Juli 1967 über die Verleihung der ersten Ehrennadel in Gold an den Mitgründer Otto Geffert.

Der Bau der Sportanlage erfolgt 1968, um den Bedürfnissen der Schuljugend und dem freien Sport nachzukommen. Hierfür stehen 43.529qm zur Verfügung. Es ist ein Gemeinschaftswerk der Gemeinden Wrestedt, Stederdorf, Esterholz und dem TSV Wrestedt-Stederdorf. Der Ältestenrat sammelt Spenden von Bürgern und Geschäftsleuten und stellt dem Bauträger 30.000 DM zur Verfügung.

Als Mitbegründer des Vereins erhält Bauer Otto Geffert die erste Ehrennadel in Gold zu seinem 80. Geburtstag.  1967 muss der TSV Wresedt / Stedendorf die Bezirksklasse nach sieben Jahren als Tabellenletzter wieder verlassen.

1969 wird eine Alt-Herren-Fußballmannschaft gegründet, die eine führende Rolle im Kreisfußball spielt und sich harte Konkurrenzkämpfe mit dem SV Holdenstedt und dem SC 09 Uelzen leistet. Im gleichen Jahr wird Hugo Priebe zum 1. Vorsitzender gewählt und löst den 1967 gewählten Hellmut Hövermann ab. Die Tischtennis-Abteilung erzielt dreimal hintereinander bei den Kreismeisterschaften die höchste Punktwertung und gewinnt somit den Kreispokal.

Wrestedter Festwochen

DFB Medaille 50 Jahre TSV

Im September 1970 finden die Wrestedter Festwochen statt. 50 Jahre TSV Wrestedt-Stederdorf / 70 Jahre Feuerwehr / 90 Jahre Männergesangverein „Concordia“. U.a. auch die Einweihung der Großportanlage am 11. September, bestehend aus einer 400-Meter-Rubcorbahn (die erste Kunststoffbahn im Kreis Uelzen) Anlagen für leichtathletische Disziplinen, Stehtribüne, Rasenplatz, Kleinfeld für Faust-, Hand- und Volleyball, Hochleistungs-Flutlichtanlage; dazu ein Umkleidegebäude mit Jugendraum.

1972 wird ein Vereinsbus angeschaut. 1974 werden die Alt-Herren Kreispokalsieger. 1975 wird die Erweiterung des B- Platzes und Installierung einer Wasserleitung mit vier Zapfstellen in Eigenregie in insgesamt 400 Arbeits- und 40 Treckerstunden errichtet. Ein besonderer Dank geht an Wilhelm Müller und Frido Schulz.

Wrestedts Altherren 1973
Wrestedts A-Jugend 1973/74

1980 meldet der 1. Vorsitzende Hugo Priebe, dass der TSV in elf Sparten 830 Mitglieder zählt.

Es ist das Jahr des 60. Vereinsjubiläum mit Festtagen im Mai und den Kreispokalsieg der 1. Herren durch ein 3:2 (0:1) Sieg über VfL Suderburg vor 300 Zuschauern bei Sperber Veerßen.

Die Tischtennisherren steigen in die 2. Verbandsliga auf. Vier Jahre später gibt es schon zwölf Tischtennis-Mannschaften.

Die Jugend von A- bis C bildet 1986 eine Spielgemeinschaft mit Holdenstedt. 1987 gelingt der erneute Aufstieg der Herren und der 3. Platz am Ende der Saison 1987/88 in der Bezirksklasse 1. Ein Jahr später wird der TSV gar Vize-Meister in der Bezirksklasse. Nach der erneuten Vize-Meisterschaft 1990/91, erfolgt vier Jahre später der Abstieg. Nach weitere vier Jahre erfolgte der Wiederaufstieg 1999 und prompt der Abstieg 2000.

Double-Gewinner Kreismeister und -pokalsieger 1887: TSV Wrestedt-Stederdorf

1987 sicherte sich der TSV Wrestedt/Stedersdorf die Kreismeisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg zur Bezirksklasse auch noch den Kreispokal nach 1980 zum zweiten Mal. 550 Zuschauer sahen in Oldenstadt die einseitige Begegnung, bei dem der VfL Suderburg nie über die Rolle eines „Sparringspartner“ heraus kam. Der 6:1 (3:0) Sieg des Kreismeisters war hoch, aber hoch verdient. Der VfL war viel zu harmlos.

Im Mai 1990 wurde wieder ein Jubiläum gefeiert. Diesmal das 70.

Am 19. Januar 1991 löst Werner Becker den 79-jährigen Hugo Priebe nach 22 Jahren als 1. Vorsitzenden ab. Hugo Priebe wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seit Antritt seines Amtes hat Priebe sich für den Bau einer Sporthalle stark gemacht. Zu der Zeit hat der Verein 250 Mitglieder, 22 Jahre später sind es 950. 

Am 26. Oktober wird die Großsporthalle eingeweiht.

1993 erlebt der TSV eine Fußball-Doppelmeisterschaft. Den 1. Herren gelingt der Aufstieg in die Bezirksliga und den 2. Herrenmannschaft der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. 1994 hat der Verein den Höchststand an Mitgliedern, 977. 1995 verabschiedet sich Karl-Otto Liepelt nach 33 Jahren Vorstandsarbeit.

Es ist wieder Jubiläumszeit beim TSV Wrestedt/Stederdorf

1995 feiert der TSV sein 75. Jubiläum. Reichlich Geschenke hatte NFV-Kreisfußballvorsitzender Ernst Parr parat, so die Ehrengabe des DFB, den Ehrenteller des Niedersächsischen Fußballverbandes. Und wer in der Übergabe eines Balles vom Kreisverbandes ein eher bescheidenes Geschenk sah, der lese einmal in den Vereinsanalen nach: Bälle waren beim TSV stets knapp.

Bezirsklassenaufstieg

Auf eine überaus erfolgreiche Hallensaison 1996/97 blicken die Faustballer zurück. Drei Mannschaften wurden Meister eine Vize-Meister.

Letzter Aufstieg in die Bezirksklasse 1999. 2000 erfolgte der sofortige Abstieg.

Im neuen Jahrtausend gibt es einen neuen Vereinsbus. 2001 gründen die 2. Herrenmannschaft eine Spielgemeinschaft mit TSV Niendorf-Halligdorf und die Altherren mit dem SV Stadensen und dem TuS Wieren. Auf dem B-Platz wird 2003 eine Flutlichtanlage installiert. 2006 werden 229 Sportabzeichen abgenommen. Darunter auch 8 Familiensportabzeichen. Höchster Stand seit Bestehen der Sparte. 2007 geht die 2. Herrenmannschaft eine Spielgemeinschaft mit dem TuS Wieren ein. 2008 erlebt der TSV eine Doppelmeisterschaft. Die 1. Herrenmannschaft steigt in die Kreisliga, die 2. Herrenmannschaft in die 3. Kreisklasse auf. 2009 entsteht die heute noch aktuelle Homepage www.tsv-wrestedt-stederdorf.de, ein Jahr später eine Facebook-Seite. Im Jugendfußball finden die Pokalendspiele der 7er Mannschaften in Wrestedt mit weit über 100 jugendlichen Spielern statt. Die 2. Herrenmannschaft steigt in die 2.Kreisklasse auf. Seit Marz gibt es eine Mädchenmannschaft.

Faustballer schaffen Bundesliga Aufstieg

Die Damen des TSV Wrestedt/Stederdorf haben den Aufstieg in die Königsklasse des deutschen Faustballsports 2001 geschafft. Vor gerade mal zwei Jahren sind sie in die zweite Liga aufgestiegen und jetzt sind sie ganz oben. Die Faustballerinnen des TSV Wrestedt/Stedendorf haben als Vizemeister den Aufstieg in die erste Bundesliga Nord geschafft und halten sich dort zwei Jahre.

Trauer um Hugo Priebe

Im Januar 2002 trauert der TSV um seinen 90-jährigen Ehrenvorsitzenden und Träger der goldenen Ehrennadel Hugo Priebe, der den Verein von 1969 bis 1991 mit Umsicht bis ins hohe Alter geführt hat.

Ehrenurkunden für 50-60 jährige Mitgliedschaft

Im Mai 2005 erlebt der TSV Wrestedt / Stedersdorf die erfolgreichste Tischtennis-Saison der Vereinsgeschichte mit fünf Meisterschaften und den Herren-Kreispokalsieg für die Mannschaften. Exakt nach 60 Jahren des Bestehens gelingt der Tischtennis-Abteilung der größte Erfolg ihrer Geschichte.

Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 2007 werden erstmalig Ehrenurkunden für 50 - 60 Jahre Mitgliedschaft verliehen.

Doppelmeisterschaft im Fußball

2008 steigen die 1. Herren in die Kreisliga und die 2. Herren in die 3. Kreisklasse Uelzen auf.

Zur Mannschaft des Jahres 2009 wurden die D-Junioren (vorzeitiger Staffelsieger 1. Kreisklasse) gewählt.

2012 wurde die Jugendfußballmannschaft JSG Wrestedt / Holdenstedt / Suderburg zur Mannschaft des Jahres gewählt. Die Mannschaft des Jahrganges 1999 schaffte mit Ihrem Trainer Michael Zerr (vorne) den Aufstieg in die Bezirksliga Lüneburg. So ist der TSV nach vielen Jahren endlich wieder mit einer Jugendfußballmannschaft auf Bezirksebene vertreten.

Wiederaufstieg

Nach dem Abstieg 2011 stand schon früh der sofortige Wiederaufstieg 2012 der 1. Mannschaft in die Kreisliga fest. Nach 22 Spieltagen lag der TSV noch an der Spitze. Von den letzten vier Spielen gingen 2 remis aus und Suhlendorf zog vorbei. Aber als Vize war der Aufstieg in die Kreisliga mit zehn Punkten Vorsprung vor dem Dritten Veerßen mehr als gesichert.

2014 wird eine Jugendspielgemeinschaft in allen Altersklassen gegründet → Die JSG-AUE. Acht Mannschaften laufen unter der Führung des TSV auf und heißen „JSG Aue Wrestedt“.

2015 wird die die 2. Herrenmannschaft (SG Wrestedt/Stadensen/Wieren II) Meister und steigt in die 3. Kreisklasse auf. Es wurden in dieser Saison 47 Spieler eingesetzt. Die C-Jugend als SG Wrestedt/Wieren/Ostedt wird Kreispokalsieger.

Bei der AZ-Sportlerwahl „Menschen 2016“ erreichen die U15-Junioren der JSG Holdenstedt den dritten Platz bei den Mannschaften des Jahres. Dass sich Fairplay und sportliche Erfolge sehr gut miteinander verbinden lassen, beweisen eindrucksvoll die U15-Nachwuchsfußballer der JSG Aue Holdensted. Sie haben den Fairplaypokal des Bezirks Lüneburg bei den C-Junioren gewonnen.

Raketenhaft nach oben ging es für die U15-Fußballer der JSG Aue Holdenstedt. Im vergangenen Sommer sind sie vom Kreis in den Bezirk aufgestiegen und haben sich als Spitzenreiter auf Anhieb für die Aufstiegsrunde in die Landesliga qualifiziert. Die JSG-Mannschaft besteht aus Kickern der Vereine TSV Wrestedt/Stederdorf, SV Holdenstedt, TuS Wieren und TuS Bodenteich.

https://youtu.be/GAQBblNDPEg

Timo Bielesch wird 2017 Nachfolger vom 1. Vorsitzenden Thomas Hillmer. Thomas scheidet nach 16 Jahren aus dem geschäftsführenden Vorstand aus.

Überraschung beim AZ-Pressecup

Beim AZ-Pressecup schreibt der TSV Wrestedt/Stederdorf Geschichte. Sie qualifizierten sich über die Fairplay-Wertung für das Turnier und erreichten als Gruppendritter die Zwischenrunde. Auch Gast geber Germania Ripdorf erreichte die Zwischenrunde. Beide spielten in der 1. Kreisklasse. Das war einmalig in der 10-jährigen Geschichte des AZ-Cups. Aber für beide war hier Schluss. Die Krönung erlebte jedoch Christoph Weiß, der von den Trainern zum besten Torwart gewählt wurde.

Christoph Weiß (bester TW) © Huchthausen

Sparkassen-Cup Endrunde in Barsinghausen

Endrundenteilnehmer: U12 von Aue Wrestedt

Die Zwischenrunde des Sparkassen-Cups 2018 des Niedersächsischen Fußball-Verbandes wird in Wrestedt ausgetragen. 24 Mannschaften haben sich qualifiziert. Die U12-Junioren werden Turniersieger und nehmen an den Endrundenspielen in Barsinghausen teil. Nach vielen Jahren kommt erstmals wieder ein Regionssieger aus dem Kreis Uelzen. Aue Wrestedt setzte sich im Finale gegen JSG Ilmenautal mit 4:0 durch. Bereits im Halbfinale gab’s ein 4:0 gegen die JSG Gellersen/Reppenstedt. In Barsinghausen setzt sich Vorjahressieger VfL Wolfsburg gegen TVV Neu Wulmstorf mit 9:0 im Endspiel durch. 2009 hatte der VfL Suderburg mit dem damaligen Trainer Achim Otte als einziges Uelzener Team den Sparkassen-Fußball-Cup nach einem 4:2-Erfolg im Endspiel gegen BW Hollage gewonnen.

Im März 2020 zieht die U13 Fußballmannschaft als einziges Team aus dem Landkreis Uelzen in das große Finale der Hallenmeisterschaften des Heide-Wendland-Kreises ein und belegt in Adendorf einen tollen 5. Platz

Anfang 2020 kommt Corona

In diesem Jahr wird der Verein 100 Jahre alt. Dieses besondere Jubiläum sollte in der Zeit vom 21.5. - 24.5.2020 ausgiebig gefeiert werden. Zur Vorbereitung hat ein vielköpfiges Organisationsteam ein umfangreiches und vielseitiges Jubiläumsprogramm für Jung und Alt mit viel Kreativität, Engagement und persönlichem Zeiteinsatz ausgearbeitet und so ein Fest für das ganze Dorf auf die Beine gestellt. Angesichts der aktuellen Nachrichtenlage und den bisher von den zuständigen Behörden beschlossenen Maßnahmen, die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen, ist es derzeit nicht abschätzbar, wie lange diese Krise noch anhält und welche Herausforderungen in der kommenden Zeit noch zu bewältigen sein werden.

Angesichts dieser Entwicklung und der Notwendigkeit, alles dafür zu tun, die weitere Ausbreitung des Virus zu bremsen, hat sich das Organisationsteam gemeinsam mit dem Vorstand des TSV schweren Herzens dazu durchgerungen, das Fest abzusagen.

Ob diese Entscheidung richtig oder falsch ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand mit Sicherheit sagen. Sicher dürfte es allerdings sein, dass diese Entscheidung von jedem nachzuvollziehen ist und insofern auch von jedem mitgetragen wird.

Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Denn die Verantwortlichen sind sich darin einig, dass das Fest so wie geplant zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden soll.

Das Dorf ist hergerichtet. Am 25.4.2020 stellen Frank Bielesch und Florian Weis vier Strohfiguren auf. Sie wurden bereits im Winter von Florian, Regina Schulz und Michael Tuschmann vorbereitet. Happy Birthday gelb-schwarzer TSV!

Thimo Meyer (l.) und Jonah Burmester

eFootball

Da kein Fußball auf dem Rasen gespielt werden kann, wird er halt im Wohnzimmer gespielt und der NFV Kreis Heide-Wendland veranstaltet eine eFootball Meisterschaft. Aus den Reihen des TSV nehmen zwei Spieler der 1. Herrenmannschaft, Thimo Meyer und Jonah Burmester, teil. Am Ende werden sie 21. Von 45 Teams. Auch hier gab es Kreis-Derbys gegen Ebstorf (6:6), Molzen (5:5), Gerdau (3:9) und ein 6:6 gegen den späteren eFootball-Kreismeister TuS Bodenteich.

Es geht wieder auf dem Rasen los

Die Fußball- Punktspielsaison beginnt. Der Jubiläumsstein wird am 5.9. 2020 aufgestellt. Am 12.9. findet die Namensgebung der Hugo-Priebe-Halle statt.

Die aufgelöste U13-Juioren Fußball-Mannschaft spendet ihre komplette Mannschaftskasse an zwei Projekte. Je zur Hälfte für das TSV-Beachvolleyball-Feld und an das Kinder-Hospiz Sternenbrucke.

Ehrengabe des DFB und Ehrenteller des NFV

Auf dem Foto v.l.n.r.: Eike Kirch (Vertreter der Fußballsparte des TSV Wrestedt/Stederdorf), Thomas Behnken (stellv. Vorsitzender des NFV-Kreis Heide-Wendland), Anke Bunzeck (2. Vorsitzende des TSV Wrestedt/Stederdorf), Friedrich-Wilhelm Schulz (3. Vorsitzender des TSV Wrestedt/Stederdorf)

Im Rahmen der 100-Jahr Feier war eine Ehrung vorgesehen, die jetzt im Oktober 2020 nachgeholt wurde. Thomas Behnken, stellv. Vorsitzender des NFV-Kreis Heide-Wendland überreichte in Begleitung des Kreisehrenamtsbeauftragten Gisbert Stevens anlässlich dieses Jubiläums die Ehrentafel des Deutschen Fußball Bundes sowie den silbernen Ehrenteller des Niedersächsischen Fußballverbandes zusammen mit einem Gutschein über 500,- Euro.

Obmann Jens Bergemann zeigt die neue Kluft

Die aktuellste Meldung stammt aus diesem Monat in diesem Jahr (Juli 2021):

Die fünf Schiedsrichter des TSV Wrestedt / Stederdorf haben ein einheitliches Outfit erhalten. Der im letzten Jahr neu gewählte TSV Schiri Obmann Jens Bergemann ist sehr zufrieden mit der Leistungsbereitschaft der Wrestedter Nachwuchsschiedsrichter Maximillian Heinel, Simon Schmidt, Ole Ketelsen und Viktor Daubner.

Anke Bunzeck (2. Vorsitzende) © Marud

Danke Anke

Ein besonderer Dank geht an die Chronik-Initiatorin und -Erstellerin Anke Bunzeck (2. Vorsitzende), die uns freundlicher Weise ein Exemplar zur Verfügung gestellt hat. Dieser oben aufgeführter Inhalt ist nur ein kleiner Ausschnitt (vorrangig Fußball) aus der 150 seitigen Vereinschronik, die für 20,20 Euro über den TSV-Vorstand oder über die Abteilungsleiter bestellt werden kann.

Eine große Familie beim TSV Wrestedt/Stederdorf von Jung bis Alt ist die Fußball-Sparte

Dem Schlusswort schließen wir uns der Chronik an

Die Arbeit an dieser Chronik hat uns einige Nerven und Nächte gekostet. Doch keine Sorge, wir sind sportlich-elastisch geblieben und hatten auch viel Spaß beim Recherchieren, Sortieren und Schreiben. Der aktuellen Situation entsprechend beenden wir dieses Buch mit den Worten:

BLEIBT GESUND!

Bericht: Michael Paul
Quellen: Umfangreiche Vereinschronik 1. Auflage
Herausgeber: TSV Wrestedt-Stederdorf von 1920 e.V.
Redaktion: Anke Bunzeck

130 Jahre Fußball in Stadt und Landkreis Lüneburg
von Erhard Rölcke und Erich Husmeier

sowie Auszüge und Fotos der Uelzener AZ
Fotos: Klingebiel, Marud, Huchthausen

Hier die Chroniken der anderen Jubiläumsvereine>>

Seite zuletzt aktualisiert am: 20.09.2021

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