05.11.2013

70 Minuten hätten den Lüneburgern gereicht

50 Ehrenämtler starten Tagestour nach Bremen zum Bundesligaspiel
50 Ehrenämtler starten Tagestour nach Bremen zum Bundesligaspiel

Der Fußballkreis sagt Danke: Ehrenamtler besuchen Bundesligaspiel

Der NFV Kreis Lüneburg hat Danke gesagt und 50 Ehrenämtler zum Bundesligaspiel eingeladen. Neben der üblichen jährlichen Ehrung des DFB-Ehrenamt wollte der NfV-Kreisvorsitzende Christian Röhling sich bei mehr als nur fünf/sechs Personen jährlich bedanken. „Es sind so viele Menschen in den Vereinen tätig, die unentgeltlich ein Ehrenamt ausüben“, meinte er. Da kam ihm die Idee: „ Wir setzen einen Bus voller Leute  und karren sie zu einem Bundesligaspiel im Norden.“

  Gesagt getan. Der NFV-Lüneburg nahm Geld in die Hand und in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Pressesprecher Volker Mai von Luenpost.de, wurde auf den NFV-Kreis-Internetseiten und Facebook die Werbetrommel gerührt und so durfte jeder Verein zwei Menschen, auch junge Leute, nennen, von denen der Verein glaubte, dass sie in den letzten zwei Jahren viel für den Verein geleistet haben. Nach einer Bewerbungsphase wurden 50 Menschen zum Spiel Werder Bremen vs. FC Freiburg eingeladen.

  Am Spieltag trafen sich alle um 10 Uhr vor dem Lüneburger Gasthaus Krone. Dort wurde herzhaft gefrühstückt und gefachsimpelt. Zwei Stunden später ging es mit einem elegantem Reisebus nach Bremen. Nach einem kurzen Boxenstopp an der Autobahnraststätte, zwei Damen wollten statt Bier lieber Procecco, ging es Richtung Weserstadion. Schnell ein Gruppenfoto und ab ins Stadion. Dann der erste Schock: Bargeld war nicht mehr angesagt, man musste eine Karte mit Geld aufladen, um sich eine kühle Limo zu gönnen. Wie viel lädt man nun auf? L. K. aus W. fasste sich ein Herz, zückte 20 Euro und ging mit seiner Plastikkarte zum nächsten Ausschank. 2 Bratwürste, 3 Bier = 20,50 Euro - bitter, ganz bitter, wenn 50 Cent fehlen und 100 Menschen hinter einem stehen. Schnell reagiert, auf eine Bratwurst verzichtet - nun passte es.

  Nun schnell zu den Sitzplätzen. Es waren super Plätze, nur 30 Meter seitlich vom Tor – man konnte den Spielern in die Augen schauen. Das Stadion berste vor Stimmung - die 1.000 Hardcore-Werder-Fans hinter dem anderen Tor brüllten ihr Team nach vorne, 10 Mann ließen Fahnen wehen, der Rest im Stadion schaute gespannt zu. Und dann ging es los, ein Bundesligaspiel der Sonderklasse. Manchmal wäre es schön, wenn ein Spiel nur 70 Minuten dauern würde. Super, das erste 0:0 der Saison, nur der Bremer Torwart war zufrieden. "Super Spiel, ich habe die null gehalten, alles gut!"

Um 18 Uhr sollte Abfahrt sein, aber wie immer musste der eine oder andere vor dem Stadion vom Tresen weggelockt werden. Mit 30 Minuten Verspätung war Abfahrt angesagt, unterwegs noch viele nette Worte, jeder bekam ein Ehrenamtsdulli vom Autor Volker Mai persönlich in die Hand gedrückt, dazu die eine oder andere Limo, eine kurze Pinkelpause - um 20:15 Uhr war Lüneburg erreicht. Zufrieden, aber leicht müde, wurde sich herzlich verabschiedet - geschafft!

Fazit: Tolles Frühstück, schöner Bus, grandiose Plätze, kühle Getränke, angenehme Gespräche, viel gelacht und ruhigere Rückfahrt (Ausnahmen bestätigen die Regel) - schade, dass zwischendurch noch ein Fußballspiel angeschaut werden musste!

Bericht: Volker Mai und Michael Paul, Foto: Volker Mai

Seite zuletzt aktualisiert am: 12.11.2018

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